FRAGE DES MONATS

Wie werden Gipskartonplatten überarbeitet?

Im Trocken- und Akustikbau werden Gipskarton- bzw. Gipsfaserplatten eingesetzt, um Wände und Decken zu bauen oder zu verkleiden. Gipsfaserplatten sind in verschiedenen Standardmaßen und mit unterschiedlichen Kantentypen erhältlich.

Je nach Ausbildung der Kanten, ob abgeflacht, rund oder halbrund, kommen bei Spachtelarbeiten Fugendeckstreifen zum Einsatz. Ihre Funktion ist es, die kraftschlüssige Verbindung zwischen den einzelnen Platten herzustellen. Darüber hinaus verhindert die fugenüberlappende Anordnung die Bildung von Rissen. Die zu verarbeitende Spachtelmasse wird im besten Fall auf die spätere Nutzung der entstehenden Flächen abgestimmt. Je nach Oberfläche – es kann sich z. B. um Fliesen, Putze, raue oder sehr feine Tapeten handeln– wird die Art der Verspachtelung und der Spachtel gewählt. Die Anforderungen für das Spachteln bei Trockenbauarbeiten sind in der VOB DIN 18340, Q1–Q4, genau erklärt. Ist der Einbau der Gipsfaserplatten fachgerecht ausgeführt, sind gute Ebenheit, saubere Abschlüsse, Fugen und Stabilität der Unterkonstruktion gegeben. Die genannten Fugendeck- oder Bewehrungs-streifen dienen als Rissbrücken. Je nach Aufgabenstellung sind sie entweder notwendig oder können auch weggelassen werden. Wobei sich der Einsatz von Bewehrungsstreifen durchaus auch bei der Verarbeitung von Bauplatten mit HRAK- oder HRK-Kante empfiehlt. Weiter sollte ausreichend Spachtel aufgetragen werden. Eine Grundvoraussetzung für überzeugende Ergebnisse sind saubere und staubfreie Untergründe. Die verschiedenen Spachtelmassen für den Einsatz im Trockenbau sind jeweils auf eine konkrete Anwendung ausgerichtet. Ein Fugengips der Standardkategorie eignet sich etwa zum Vorspachteln und zum Verfugen mit Bewehrungsstreifen. Der gebrauchsfertige Dispersionsspachtel wird zum Nachspachteln oder zur vollflächigen Bearbeitung eingesetzt. Die Verarbeitung erfolgt in Verbindung mit Fugendeckstreifen, die eingebettet werden und für eine entsprechende Fugenfestigkeit sorgen. Ein Ansetzbinder oder Ansetzgips ist hingegen für das Ansetzen von Platten auf Wandflächen gedacht.

 Sollen keine Deckstreifen verarbeitet werden, ist ein faserbewehrter Fugengips einzusetzen. Die enthaltenen Glasfasern stellen die nötige Festigkeit sicher, z. B. beim Nachspachteln. Die Arbeit mit sogenanntem Fugenfinish steht für eine gute Ausziehbarkeit. Das Produkt kann sowohl zum vollflächigen Spachteln als auch zum Nachspachteln verwendet werden. Maschinell zu verarbeitender, faserbewehrter Fugenspachtel oder „Jointfiller“ gewährleistet eine besonders dünnschichtige, rationelle Verarbeitung. ZERO-LACK bietet passende Q4-Produkte an, die zudem unempfindlich gegen Streiflicht sind.



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