Anwendungstechnik Malerblatt Wissen

Balkonsanierung

Wie sich Balkone schnell und zuverlässig abdichten lassen, zeigt die Instandsetzung an einem Gutshaus in Viktring.

Trotz einer sehr geringen Anschlusshöhe und einem auszugleichenden Negativgefälle haben sie innerhalb weniger Tage einen langfristigen Bautenschutz hergestellt. Um diesen mit einer dem Baustil entsprechenden Oberflächenoptik für beide Balkone zu kombinieren, empfahl Bauleiter Stefan Arnesch dem Eigentümer den Einsatz von Flüssigkunststoff. In Abstimmung mit Norbert Hörner, Triflex Gebietsverkaufsleiter Kärnten/Steiermark, fiel die Wahl auf das Balkon Abdichtungssystem auf Polymethylmethacrylat-Basis (PMMA) Triflex BTS-P. Der Ausgleich des Gefälles, eine dauerhafte Abdichtung sowie eine farbige Ausführung sind mit dem vliesarmierten Systemaufbau möglich.

Das Endergebnis kann sich sehen lassen.


Fehlender Feuchteschutz

Im Zuge einer Komplettsanierung des Anwesens sollten beide Außenräume eine funktionierende Abdichtung erhalten, die qualitativ hochwertig ist und den Bereich optisch aufwertet. Davor gab es noch einige Hürden zu nehmen: Einer der Balkone wies ein Gefälle von fast zwei Prozent zum Gebäude hin auf, was beinahe fünf Zentimeter ausmachte. Der andere Balkon hatte aufgrund der baulichen Gegebenheiten sehr geringe Aufbauhöhen, etwa bei den Terrassentüren, hier waren es teilweise nur knapp zwei Zentimeter. Ergänzend zur Abdichtung galt es, einen Bodenbelag mit einem flachen Aufbau zu finden. Zudem hatte die fehlende Abdichtung dazu geführt, dass die Bausubstanz aufgrund des bereits eingedrungenen Wassers teilweise durchfeuchtet war.

Die Anforderungen im Überblick:

  • Ausgleich des Negativgefälles auf der Nordseite
  • Funktionsfähige Abdichtung trotz geringer Anschlusshöhe
  • Herstellung eines Bodenbelags mit geringer Aufbauhöhe
  • Kurze Sperrzeiten für reibungslose Bauarbeiten
  • Schnelle Verarbeitung bei unbeständigem Wetter
  • Langlebige Lösung

Eine der beiden Freiflächen wies ein Gefälle auf, das es auszugleichen galt. Hierbei war die geringe Aufbauhöhe zur Terrassentür zu beachten.


Vollflächige Vliesarmierung

Da die Abdichtungsarbeiten im November, bei unbeständiger Witterung, stattfanden, kam ein Gefälleausgleich mit einem mineralischen Werkstoff nicht infrage. „Eine Haftung auf dem Betonuntergrund wäre damit nicht sichergestellt gewesen. Zudem kann es bei zu dünnen mineralischen Schichten passieren, dass der Estrich bricht“, begründet Bauleiter Stefan Arnesch, warum er dem Bauherrn von einer Lösung mit Estrich abgeraten hat. Auch die erforderlichen Stehzeiten von mehreren Wochen sprachen gegen eine mineralische Lösung, da die Arbeiten sowohl an der Fassade als auch im Gebäudeinnern zügig abgeschlossen werden sollten. Um alle Herausforderungen der Sanierung zu meistern, war angesichts der Komplexität eine individuelle Lösung gefragt. Die Baubeteiligten entschieden sich für einen durchgängigen Aufbau mit einem System auf PMMA-Basis. Die Wahl fiel auf das vollflächig vliesarmierte BTS-P. Für die Oberflächengestaltung kam Triflex Colour Design zum Einsatz.

2-komponentige Beschichtung auf Polymethylmethacrylat-Basis (PMMA). Sie härtet rasch aus, ist wasserdicht und witterungsbeständig.


Risse verhindern

Schritt für Schritt haben die Sanierungsexperten der Wutte Dach GmbH eine funktionstüchtige Abdichtung mit anschließender Versiegelung hergestellt.

Die erforderliche Herstellung eines Gefälles von etwa einem Prozent lösten die Verarbeiter mit Cryl RS 240, einem 2-komponentigen, schnell härtenden Polymermörtel, der sich für Reparaturen und Ausbesserungsarbeiten im Außenbereich bewährt hat. Die Fläche dichteten die Handwerker mit ProTerra ab, die Hochzüge und Anschlüsse mit ProDetail. Beide Komponenten sind mit einer Vliesarmierung versehen, die das Entstehen von Rissen in der Abdichtung zuverlässig verhindert. Um am Ende ein perfektes Ergebnis zu erhalten, waren eine präzise Verarbeitung und eine enge Zusammenarbeit von Verarbeiter und Hersteller erforderlich. Beides hat reibungslos funktioniert, so Stefan Arnesch.

Mit Flüssigkunststoff konnten alle Anforderungen gelöst werden. Der Ausgleich des Negativgefälles gelang mit dem schnell härtenden Polymermörtel Cryl RS 240.

Autorin: Katrin Kandula

Fotos: Wutte Dach GmbH

Quelle: Malerblatt 3/2017


Arbeitsschritte und Materialien

  • Anschleifen und Reinigen der Untergründe
  • Grundierung mit Cryl Primer 276
  • Schaffung einer Richtunterlage inkl. Gefällematten mit Cryl Level 215
  • Vollflächiges Herstellen eines Gefälles (ca. 1 Prozent) mit Cryl RS 240
  • Ausgleichen grober Unebenheiten mit Cryl Spachtel
  • Abdichten der Fläche mit vliesarmiertem ProTerra, Abdichten der Hochzüge und Anschlüsse mit vliesarmiertem ProDetail
  • Anbringen der Abschlussprofile
  • Aufbringen der Nutzschicht mit ProFloor RS 2K
  • Oberflächenbeschichtung mit Triflex Colour Design (Cryl Finish 205, Colour Mix, Cryl Finish Satin)

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