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Dunkle Fassaden

Der Trend zu intensiveren Farbtönen an Fassaden im Zuge energetischer Sanierung mit WDVS ist unübersehbar.

Ein interessantes Beispiel entstand jetzt im Stuttgarter Elsaweg. Hier wurde ein Haus aus dem Jahr 1938 grundsaniert. Der Architekt Thilo Holzer vom Stuttgarter Architekturbüro Lederer Ragnarsdóttir Oei entschied sich für ein carbonfaserverstärktes Wärmedämm-Verbundsystem als er sein Wohnhaus nachhaltig umgestaltete. Es entstand eine zeitgemäße, fast schwarze Fassade, Akzente setzen die eichefarbenen Holzfenster. Das Haus im Stuttgarter Elsaweg 22 wurde 1938 als Holzfachwerkhaus mit Holzbalkendecken und ausgefachtem Mauerwerk erbaut. 1970 erhielt die Wand eine fünf Zentimeter dicke Wärmedämmung mit Eternitverkleidung. 2010/2011erfolgte eine Grundsanierung. Sämtliche Sanitär-, Heiz- und Elektroleitungen waren zu erneuern, außerdem wurden die Außenwände mit einem carbonfaserverstärkten Wärmedämm-Verbundsystem zur Einhaltung der EnEV verkleidet. Im Erdgeschoss entfernten die Handwerker Teile des Mauerwerks zwischen dem Holzfachwerk, das bestehende Holzfachwerk blieb erhalten. Aus drei einzelnen Räumen – Wohnzimmer, Esszimmer und Küche – entstand ein großer offener Wohnbereich. Außerdem wurden die Mauerausfachungen an der Südwand entfernt und eine durchgehende Glasfassade eingebaut, somit erweiterte sich der Wohnbereich über die Terrasse hinaus bis zur Garagenwand.

Zur Optimierung der Fläche im Erdgeschoss verlegte der Architekt den Eingang nach Süden über die Terrasse. Auf den Eingangsflur im Norden konnte so verzichtet werden. Das Haus wurde um die Terrasse und die Garage erweitert, unter der Terrasse entstand ein neuer Kellerraum. Die Garage ist eineinhalbgeschossig mit Zwischenebene geplant, sodass die Garage auch als Geräteraum vom Garten aus genutzt werden kann. Im Obergeschoss konnte die Raumaufteilung weitgehend übernommen werden, auch das bestehende Buchemassivparkett findet weiterhin Verwendung. Die Wandausfachungen im Dachgeschoss wurden großflächig zurückgebaut, sodass ein großer offener Dachraum entstand.

Das angesprochene Wärmedämm-Verbundsystem nutzt Carbonfasern mit ihrer extrem hoher Festigkeit, um die Langlebigkeit von WDVS-Fassaden erheblich zu steigern. Deutlich wird die Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Belastungen wie Hagel oder Vandalismus durch den Nachweis des hagelschutzgeprüften Systems und den Nachweis der geprüften Ballwurfsicherheit. Aber auch die kleinen Vergehen des Alltags, wie umgeworfene Fahrräder hinterlassen, keine Spuren. Die Dämmung erhält somit sicher ihre Funktion.

Auch ist es möglich, sehr dunkle, intensive Farben bis zum Hellbezugswert 5 auf wärmegedämmten Fassaden aufzubringen. Durch die System-Einstufung in „nichtbrennbar“ ist dies selbst im Hochhausbereich und bei öffentlichen Gebäuden machbar.

Im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsbetrachtung des Gesamtsystems überzeugt neben der hohen Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beschädigungen auch die hohe Farbtonbeständigkeit des Putzes, die durch den Einsatz der Nano-Quarz-Gitter-Technologie erreicht wird. Die technologischen Eigenschaften der Systemkomponenten sichern eine höchstmögliche Gestaltungsfreiheit beim Farbkonzept. Die dunkle Oberfläche des sanierten Wohngebäudes schimmert je nach Sonneneinstrahlung mal schwarz, mal blau, mal dunkelbraun und setzt zeitgemäße Akzente.

Fotos: Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Andrea Nuding
Quelle: Malerblatt 7/2011


Dunkle WDVS-Fassaden
Der Trend zu intensiven Farbtönen an Fassaden im Zuge energetischer Sanierung ist steigend. Ein interessantes Beispiel entstand in Stuttgart.

Realisieren lassen sich solche Ober- flächengestaltungen mit speziellen Wärmedämm- Verbundsystemen.

Die dunkle Oberfläche schimmert je nach Sonneneinstrahlung mal schwarz, blau oder dunkelbraun.

Das carbonfaserverstärkte WDVS eröffnet maximale Gestaltungsmöglichkeiten.

 

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