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Hell und farbharmonisch

Die Kirche St. Walburga im hessischen Groß-Gerau spielt im Leben des Maler- und Lackierermeisters Joachim Scheffczyk eine wichtige Rolle. Hier wurden seine Kinder getauft. Jetzt hat er die Kirche renoviert.

Autorin: Petra Neumann-Prystaj | Fotos: Caparol Farben Lacke Bautenschutz/Alexandra Lechner

Als Scheffczyk den Auftrag bekam, „seine“ Kirche zu modernisieren – erst von außen, dann von innen – empfand er dies als besondere Auszeichnung. Nach 1957 wurde für den Erhalt der Bausubstanz wenig investiert. Vor allem an der Außenwand des Kirchturms zeigten sich Risse, die wahrscheinlich durch die Schwingungen der Glocken im Kirchturm verstärkt worden waren. Wegen des undichten Daches wies die Holzdecke im Kirchenschiff Feuchtigkeitsschäden auf. Eine Rundumerneuerung war überfällig. Malermeister Scheffczyk reinigte die Außenfassade und egalisierte alle Risse zweimal mit einem Streichvlies, das anschließend fein überputzt und gespachtelt wurde. Dann folgte ein zweimaliger Anstrich mit der schmutz-, pilz- und algenabweisenden Thermosan Fassadenfarbe. Die Holzverkleidungen an den Schalllöchern am Glockenturm mussten stellenweise erneuert und die gesamte Verkleidung sowie alle Türen neu lasiert werden.

Innenraumrenovierung

Nach Abschluss der aufwendigen Fassadenarbeiten wurde der Innenraum einer kritischen Prüfung unterzogen. Im Kirchenschiff waren die Wände durch Kerzenruß stark verschmutzt. Die bestehende gelb-braune Farbatmosphäre erschien schwer und beunruhigend, es fehlte der positive, lebensfrohe Esprit. Die Aufgabe, St. Walburga einen modernen, ansprechenden Charakter zu geben, löste Dipl.-Des. Martina Lehmann vom Caparol-FarbDesignStudio mit einem Farbkonzept, das sich an den künstlerischen Glasmosaikfenstern orientierte. Rot-, Gelb- und Blaunuancen sowie Beige und Braun sind in der farbigen Verglasung eingesetzt, die besonders bei Sonneneinstrahlung eine stimmungsvolle Raumatmosphäre bewirkt. „Mir war sofort klar, dass wir hier das vorhandene Farbpotenzial aus den Mosaiken aufgreifen und einen neuen Bezug zum Raum herstellen – mit dem Ziel, die Stimmung insgesamt heller, frischer, ganzheitlicher erscheinen zu lassen“, meint Lehmann. Die Wände sind nun deutlich heller gefasst; der verhüllte Gelbton erinnert an Sonne und Sand. Einen Vorschlag des Planers und des Pfarrers Norbert Kissel griff Lehmann gerne auf: „Wenn wir nach oben schauen, sehen wir den Himmel. Also lasst uns die Decke blau machen“, empfahl Raab. So geschah’s.

Deckenlackierung

Auf einem Raumgerüst, das sich über den gesamten Kirchenraum erstreckte, begann der Malermeister mit der Reinigung der Holzdecke. Danach beschichtete er sie zweimal mit einer absperrenden Grundierung, die dafür sorgt, dass die Holzinhaltsstoffe gebunden bleiben und nicht die nachfolgende Lackierung verfärben. Als Decklackierung wurde ein Polyurethan-Acryllack im Spritzverfahren ausgeführt. „Dieser wasserbasierte Lack ist besonders für sensible Wohn- und Aufenthaltsbereiche geeignet“, betont Bernhard Linck, Experte für Lacke und Lasuren bei Caparol. Mit hellblauem 3D Arctis 70 verwandelte Scheffczyk die Decke in einen – wolkenlosen – Himmel. Die schmückenden Deckenleisten veredelte er mit dunkelblauem 3D Pacific 130 und goldenen Akzenten. Zuvor war das Dach mit Hinterlüftung und diffusionsoffener Unterspannbahn neu gedeckt worden, sodass die Holzdecke künftig vor Wasserschäden geschützt ist.

Die bisher optisch unauffälligen Stützen im Kirchenraum korrespondieren jetzt nicht nur farblich mit den Glasmosaiken, sondern auch mit dem roten Teppichläufer. Er lenkt die Blicke auf das Kreuz und den Altar. Steinboden, Messingelemente und Mobiliar fügen sich angenehm in die neue Farbkonzeption ein.

Weitere Informationen:
www.caparol.de


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Verwendete Produkte

  • FibroSil
  • Capadur Universallasur
  • Capacryl Holz-IsoGrund
  • CapaGold
  • Capacryl PU Satin

Malermeister Joachim Scheffczyk

Die Wände sind nun

deutlich heller gefasst



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