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Kulturensembles, Ludwigsburg

Barock trifft Moderne: Das neue Kulturensembles MIK in Ludwigsburg huldigt dem Weiß.

Weiß, kompromisslos, modern und doch historisch: Das Interieur des neuen Ludwigsburger Kulturensembles MIK verbindet Geschichte mit der Jetztzeit. In welcher Zeitebene man sich gerade befindet, lässt sich am Weiß der Wände ablesen.

Wenn man die jüngeren Bauten des Stuttgarter Architekturbüros Lederer + Ragnarsdóttir + Oei (LRO) nebeneinander positionieren könnte, dann ließe sich trotz ihrer Unterschiedlichkeit eine gemeinsame Facette erkennen. Die Interieurs erstrahlen in reinstem Weiß – das ist keine Nebensächlichkeit, sondern ein wesentliches Charaktermerkmal. Denn weiße Fassungen richten sich gegen die Materialität dessen, was einen Raum definiert: Wände, Decken, Böden. Sie verschmelzen zu einer Sphäre ohne echte Grenzen. Auch beim MIK in Ludwigsburg lässt das Büro LRO Weiß dominieren – im Altbau, dessen barocke Substanz typisch für die ehemalige Garnisonsstadt ist, aber auch im neuen Erweiterungsbau, der sich nahtlos an den Bestand anschmiegt.

Der Blick in den Ausstellungsraum: Strahlendes Weiß trifft auf den dunkelgrauen, fast schwarzen Asphaltboden.

Aus Alt mach Neu

Und doch differenziert sich Alt und Neu auf den ersten Blick, mehr noch als über die formalen Besonderheiten über die Oberflächen der Wände. Denn während sich der Neubau als Stahlbetonkonstruktion mit glatten Oberflächen präsentiert, zeigt sich der Altbau dem Besucher ruppiger und auch narrativer. Denn „im Zuge des Baufortschrittes entdeckten wir auf den Wänden grünliche Töne sowie ockerfarbene Färbungen, die von alten Tapeten herrührten“, so Klaus Hildenbrand, Projektleiter bei LRO. Das hätte man nun auch deckend beschichten können, doch entschieden sich die Planer, diese Relikte weiterleben zu lassen. So besserte man die Putzfehlstellen mit historisch kompatiblem Kalkputz aus, schliff die Flächen leicht an und überarbeitete dann alles mit kaum pigmentierter Histolith Antik-Lasur. Das Ergebnis ist eine Wandfassung, die nicht verbirgt, dass es sich hier um ein historisches Bauwerk handelt, das über Jahrhunderte unterschiedliche Nutzungen erlebte – und die aktuelle Nutzung lediglich eine dünne Schicht im Zeitkontinuum darstellt.

Überraschende Wandgestaltung im Altbau: Die Jahrhunderte haben auf der Wand ihre Spuren hinterlassen und bleiben nun als Zeugnisse sichtbar, lediglich mit Histolith Antik Lasur behandelt.


Dominantes Weiß

Drei Jahre wurde am MIK saniert, erweitert, gestaltet – jetzt haben im Ensemble dem Ludwigsburger Stadtmuseum, dem örtlichen Kunstverein, der Touristen-Information und ein Restaurant ihren Platz gefunden, auf verschiedenen Ebenen und insgesamt 2300 Quadratmetern. Dem dominanten Weiß zur Seite steht der fast schwarze Asphaltboden, der Kontrast könnte kaum maximaler sein, zumal die Wand nahtlos in den Boden übergeht. Weiße Einbauten und Möblierungen unterstreichen die klare, monochrome Aussage des Interieurs. Wände wie Decken tragen übrigens, sofern deckend beschichtet die silikatische Beschichtung Histolith Raumquarz, eine Hommage an die Geschichte des Ortes, den Neubau einschließend, dessen Beton-Rohbau nur mit einem Kalkspachtel und einem Zwischenschliff für die Beschichtung vorbereitet wurde.

Alt trifft auf neu: Der Blick in das Stadtmuseum, für dessen Konzeption das Stuttgarter Büro HG Merz verantwortlich zeichnet.

Moderne Beschichtungstechnik

Nun gilt Weiß landläufig nicht gerade als ausgesprochen robust gegenüber Verschmutzungen und dementsprechend wenig geeignet für ein öffentliches Gebäude. Tatsächlich aber passt beides dennoch zusammen – dank moderner Beschichtungstechnik. So tragen die Wandflächen im Sockelbereich einen ganz besonderen Anstrich aus Caparol PremiumClean. „Dieses Material basiert auf einer besonderen Bindemittel-Füllstoff-Kombination, die eine matte, kaum porige und damit gut reinigungsfähige Oberfläche ausbildet. Zudem sehr hart und mechanisch widerstandsfähig, poliert die Fläche nicht auf“, so der zuständige Caparol-Berater CarstenTümpner. Und das freut nicht nur das Auge des Ästheten, sondern angesichts der längeren Sanierungsintervalle auch den Etat des Betreibers. Win-Win nennt man dies heutzutage.

Das Treppenhaus bildet die Nahtstelle zwischen Neubau und Altbau mit seinen einst Fassade bildenden Öffnungen. Der Sockelbereich wurde durch einen Anstrich mit PremiumClean zusätzlich vor Kontaktverschmutzungen geschützt.

Bautafel
Objekt: Museum-Information-Kunst, Ludwigsburg
Bauherr: Stadt Ludwigsburg
Architektur: Lederer Ragnarsdóttir Oei, Stuttgart
Auszeichnung: Beispielhaftes Bauen Landkreis Ludwigsburg 2006-2013
Verarbeiter: Maler Wörtz GmbH, Freiberg
Caparol-Produkte: Histolith Raumquarz, Histolith Antik Lasur, Premium Clean

Armin Scharf
Quelle: Caparol
Fotos: Roland Halbe

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