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Vitra Design Museum zeigt Ausstellung "Home Stories"

Vitra Design Museum
Home-Stories

Die Ausstellung »Home Stories. 100 Jahre, 20 visionäre Interieurs« im Vitra Design Museum zeigt, wie sich gesellschaftliche, politische und technische Veränderungen der letzten 100 Jahre in unserem Wohnumfeld widerspiegeln.

Wie wir wohnen, prägt unseren Alltag, bestimmt unser Wohlbefinden und ist Ausdruck unseres Lebensstils. Die Ausstellung befasst sich mit den Einflüssen, die das Design und die Nutzung des westlichen Interieurs geprägt haben, von aktuellen Themen wie knapper werdendem Wohnraum und dem Verschwinden der Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben über die Entdeckung der Loftwohnung in den 1970-er Jahren, aber auch dem Siegeszug einer ungezwungeneren Wohnkultur in den 1960ern und dem Einzug moderner Haushaltsgeräte in den 1950-ern bis hin zu den ersten offenen Grundrissen der 1920-er Jahre. Diese Umbrüche werden anhand von 20 stilbildenden Interieurs veranschaulicht, darunter Entwürfe von bekannten Architekten, Innenarchitekten und Designern.

Während soziale und architektonische Themen wie die Frage nach bezahlbarem Wohnraum heute lebhaft debattiert werden, findet eine ernsthafte gesellschaftliche Auseinandersetzung über das Wohninterieur nicht statt.

Interior spiegelt Traditionsbrüche

Hier setzt die Ausstellung „Home Stories“ an. Die ausgewählten Interieurs zeigen, in welchem Maße die Gestaltung von Wohnräumen durch einzelne Gestalterpersönlichkeiten, aber stets auch durch Einflüsse aus Kunst, Architektur, Mode oder Set-Design beeinflusst werden.

Ein Teil der Ausstellung widmet sich den radikalen Traditionsbrüchen im Interior Design von den 1960er bis zu den 1980er Jahren. Unter dem Einfluss der Postmoderne begannen Designer über den Bedeutungs- und Symbolgehalt von Möbelstücken, Mustern und Dekorationen nachzudenken – allen voran die italienische Designergruppe Memphis. Modedesigner Karl Lagerfeld, ein leidenschaftlicher Sammler von Memphis-Entwürfen, verwandelte seine Wohnung Anfang der 1980er-Jahre in einen begehbaren Schrein der Postmoderne, der das poppig-schräge Wohngefühl der Zeit auf die Spitze trieb. Eine radikale Veränderung unserer Interieurs brachte ab den 1970er-Jahren auch der weltweite Aufstieg von IKEA mit sich: Einerseits ermöglichte es IKEA, tatsächlich vielen Menschen, sich mit modernen Möbeln kostengünstig einzurichten. Andererseits trug diese Entwicklung auch dazu bei, dass Möbel und Einrichtungsgegensände häufig nur als kurzlebige und austauschbare Konsumgegenstände betrachtet werden. Die unmittelbare Nachkriegszeit war eine entscheidende Phase, als die moderne Formensprache der Avantgarde den Weg in immer mehr Wohnungen fand. Peter und Alison Smithson schufen in ihrem „House of the Future“ 1956 ein futuristisches Interieur mit den neuesten Materialien, Küchengeräten und einem selbstreinigenden Bad. Auch die fliesenden Übergange zwischen Innen und Aussen wurden nun zu einem Thema vieler Wohn(t)räume, was die Ausstellung an dem Wohnhaus Casa de Vidro (1950/51) der brasilianischen Architektin Lina Bo Bardi in Sao Paulo veranschaulicht.


PraxisPlus

Home Stories

100 Jahre, 20 visionäre Interieurs

8. Februar bis 23. August 2020,

Vitra Design Museum,

Weil am Rhein

www.design-museum.de

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