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Fugenlose Wand- und Bodenflächen: Boden mit Patina

Kreativtechniken News
Boden mit Patina

Fugenlose Wand- und Bodenflächen liegen im Trend. Sie lassen Räume größer wirken und schaffen ein elegantes, zeitloses Ambiente. Um die gespachtelten Flächen zusätzlich aufzupeppen, können diese patiniert werden. So lassen sich entweder edle Metallic-Effekte oder der beliebte Vintage-Look erzielen.

Autorin: Susanne Sachsenmaier-Wahl | Fotos: Jaeger

Fugenlose Wand- und Bodenflächen und insbesondere fugenlose Bäder sind längst ein Bestseller. Sie fügen sich perfekt in den modernen, puristischen Wohnstil ein und punkten daneben mit ihrer guten Reinigungsfähigkeit. Auch hinsichtlich der Gestaltungsvielfalt überzeugen fugenlose Systeme. Jaeger bietet sein Produkt „Deco Wall & Floor“ beispielsweise in 28 Farbtönen an, die von klassischen Grau-, Anthrazit- und Beigetönen über bläuliche und grünliche Nuancen bis hin zu abgesofteten Camel- oder Senftönen reichen.

Mehr Gestaltungsspielraum

Doch diese Bandbreite bot für Jaeger offensichtlich noch nicht genug Gestaltungsspielraum. „Wir suchten nach unbegrenzten kreativen Gestaltungsmöglichkeiten zur Erstellung von Unikaten“, sagt Frank Kitzinger, Technischer Produktmanager bei Jaeger. Seit kurzem ist deshalb eine zum fugenlosen System passende Patina erhältlich. „Sie ist eine attraktive Erweiterung für Deko Wall & Floor“, ist sich Kitzinger sicher. Die Patina stelle nicht nur eine Veredelungsmöglichkeit für Flächen im Wand- und Bodenbereich dar, sondern diene gleichzeitig als Siegel, um den Effekt der Spachtelmassen zu verstärken. Denn die Patina erhöhe die Farbbrillanz und die Farbtiefe.

Geliefert wird die Patina auf Acrylbasis, wenn man von den Metallic-Varianten in Gold, Silber und Platin absieht, als farbloser Überzug. Doch die Patinierung muss deswegen keineswegs farblos bleiben: „Mit Universal-Abtönkonzentraten oder Mineralfarbkonzentraten kann die Patina individuell abgetönt werden. Somit sind der farblichen Gestaltung keine Grenzen gesetzt“, freut sich Frank Kitzinger. Der Farbzusatz sollte dabei fünf Prozent nicht überschreiten, damit der transparente Charakter erhalten bleibt.

Verarbeitung und Einsatzbereiche

„Die Patina kann mit einer Lasurbürste, einem Pinsel, Schwamm bzw. Schwammreibebrett sowie einer venezianischen Glättekelle aufgetragen werden. Je nach Werkzeug wird ein bestimmter Effekt erzielt“, erklärt Frank Kitzinger. Während beim Auftrag mit der Glättkelle eine eher markante, akzentuierte Optik entsteht, sorgen die übrigen Werkzeuge für ein wolkiges Erscheinungsbild. Und Kitzinger hat noch einen Verarbeitungstipp parat: „Direkt nach dem Auftragen kann überschüssiges Material je nach Flächengröße mit einem trockenem Schwamm oder einem Baumwolltuch abgerieben werden.“

Eingesetzt werden kann die Patina nicht nur auf der „rohen“ Spachtelmasse. Auch auf imprägnierten Flächen ist ihre Verwendung möglich. „Die Patina kann als Zwischenschritt gesehen werden. Im ersten Schritt wird grundiert. Danach wird die Patina eingesetzt, um einen individuellen Charakter zu erzeugen. Im Anschluss wird die Oberfläche versiegelt“, schildert Kitzinger das Vorgehen.

Damit die Freude an der patinierten Fläche lange hält, sollte die Oberfläche in jedem Fall durch einen Überzug geschützt werden. „Dafür bieten wir zwei Siegel an“, lässt uns Frank Kitzinger wissen. Ein farbloser, wasserverdünnbarer 2K-PU-Siegellack schützt die mit Patina bearbeiteten Boden- und Wandflächen im Wohnbereich. Für Boden- und Wandflächen im Nass- und Küchenbereich wird dagegen ein ebenfalls farbloser, wasserverdünnbarer 2K-Siegellack auf der Basis von Acrylpolymer und aliphatischer Polyurethane empfohlen.

Für das Maximum an Individualität

Wem die Farbigkeit der Spachtelmasse in Kombination mit der individuell abtönbaren Patina immer noch nicht genug Unikat-Charakter bietet, für den hat Jaeger noch einen Trumpf im Ärmel. Das Möglinger Unternehmen bietet für seine Kreativprodukte elf großformatige Schablonen an (die verfügbaren Motive finden Sie hier: bit.ly/3bVGSyr). Diese können selbstverständlich auch für die Patina eingesetzt werden. So erhalten Böden oder Wände schnell orientalisch, exotisch oder venezianisch anmutende Muster. Ein Schablonenmotiv bringt gar den Fliesencharakter auf die fugenlose Fläche zurück. Und wer dem Industrial-Style treu bleiben möchte, wird ebenfalls fündig: für Technikfreaks hält Jaeger eine Schablone mit Zahnrädern bereit.


Frank Kitzinger, Technischer Produktmanager bei Jaeger

„Den Einsatzbereich für die Patina sehen wir hauptsächlich in der individuellen und kreativen Gestaltung.“

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