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Gemaltes Stoffmuster - Stoffliches für die Wand

Kreativtechniken News
Stoffliches für die Wand

Gemaltes Stoffmuster: Wandbespannungen aus Stoff verbreiten eine warme, behagliche Atmosphäre. Ganz pflegeleicht sind sie aber nicht und in jedem Fall aufwendig. Eine tolle Alternative bietet ein gemaltes Stoffmuster, das auch als großflächiges Gestaltungselement eingesetzt werden kann. In der 16. Folge der Dekorationsmalerei-Serie zeigt Friederike Schulz, wie´s geht.

Autorin: Friederike Schulz, Susanne Sachsenmaier-Wahl | Fotos: Lars Krüger

Für die Herstellung der gemalten Stoffbespannung benötigt man neben einem speziellen Pinsel vor allen Dingen eines: eine ruhige Hand. Der spezielle Pinsel stammt ursprünglich aus Frankreich, heißt dort „Veinette“ und wird in Deutschland als „Fächerpinsel“ vertrieben. Neben dem Fächerpinsel benötigt man nicht viel: einen Plastikkamm mit breiten Zähnen und einen Schablonierpinsel. Die Besonderheit des Fächerpinsels liegt in seinen langen Haaren und deren spezieller Anordnung. Ist der Pinsel getränkt mit Lasur kann er gekämmt werden und ermöglicht es dem Nutzer, einen langen Streifenstrich zu ziehen. Wesentlich dabei ist, die Lasur richtig einzustellen, bei zu viel Bindemittel stockt der Strich, bei zu viel Wasser zerläuft er. Man sollte also im Voraus einige Tests machen, um die Lasur optimal einzustellen.

Für das hier gezeigte Beispiel wurde ein grauer Untergrund gewählt (Dispersion gestrichen) und die folgenden drei Lasuren, die aus Pigmenten, Acrylbindemittel und Wasser angemischt wurden:

Die Wahl der Lasurfarbtöne richtet sich nach dem gewünschten Endergebnis, genauso wie die Wahl der Untergrundfarbe, die später für das Schablonenmuster wieder aufgenommen wird.

Gemaltes Stoffmuster: So wird´s gemacht

Der Fächerpinsel wird flach in der Lasur getränkt und mit einem Kamm in Form gebracht. Von oben beginnend, zieht man an der Wand ein senkrechtes Streifenmuster ein. Diesen Vorgang wiederholt man nach jedem Eintauchen und Kämmen, bis die gesamte Wandfläche gestreift ist. Wer sich hier bereits nach dem Ende dieses Arbeitsschrittes sehnt, wird bitter enttäuscht: Denn ist man mit der ersten Farbe fertig, wiederholt man den Vorgang mit dem zweiten Farbton. Und – nicht zur Strafe, nur zur Übung! – auch mit dem dritten Farbton. Ganz wichtig ist bei allen Farbtönen, dass beim Ziehen des Pinsels kein Druck ausgeübt wird – er wird seicht „fallen gelassen“. Wer beim Streifenziehen wacker durchgehalten hat, darf nun zur Schablone greifen: Mit der Untergrundfarbe wird das Muster auf die gestreifte Wand schabloniert. Dabei sollte man, wie immer beim Schablonieren, darauf achten, dass keine Fettkanten entstehen. Bei der Wahl des Schablonenmotivs sollte man daran denken, dass durch ein verspielteres Muster das Ergebnis nicht so statisch wirkt. Das unterstreicht den stofflichen Charakter.

 

Weitere Folgen der Serie:

Stoffimitation: Gemalter Damast

Klassische Jugendstilmalerei: Nach altem Muster

Tapetenmalerei: Zurück in die Zwanziger

 

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