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Kreativtechnik für Cumulus-Wolken - Schäfchenwolken für die Wand

Kreativtechnik
Wolkig leicht

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Harmonische Wandgestaltung: Durch den plastischen Wolkencharakter der Kreativtechnik wird der Raum aufgelockert, die Raumgrenzen scheinen sich aufzulösen. Foto: Brillux

Wie lassen sich Wände so gestalten, dass sie nicht zu auffällig, aber dennoch wahre Hingucker sind? Die Antwort darauf sind zwei Kreativtechniken, mit denen harmonisch wirkende Oberflächen, die an Cumulus-Wolken erinnern, erzeugt werden können.

Autorin: Susanne Sachsenmaier-Wahl | Fotos: Brillux

Ein Blick in den Himmel, der mit zarten Schäfchenwolken überzogen ist, löst bei den meisten von uns ein positives Gefühl aus. Denn Cumulus-Wolken (aus dem Lateinischen von cumulus = Haufen), wie die „Schäfchenwolken“ offiziell heißen, ziehen meist bei schönem Wetter über den Himmel. Die wie weiche Wattehäufchen wirkenden Wolken erzeugen ein harmonisches Bild. Kein Wunder also, dass auf den meisten Gemälden diese Wolken zu finden sind.

Wolkige Leichtigkeit für die Wand

Diese harmonische Leichtigkeit eines Wolkenhimmels eignet sich auch sehr gut dazu, Räume aufzulockern, ihnen eine freundliche, offene Atmosphäre zu verleihen. Keine Sorge, Sie müssen dafür nicht die hohe Kunst der Illusionsmalerei erlernen und die Wolken naturalistisch nachahmen. Stattdessen lässt sich eine individuelle Wandgestaltung mit Tiefenwirkung und einem an Cumulus-Wolken erinnernden Charakter mithilfe von auf dem Markt erhältlichen Kreativprodukten anfertigen. Sowohl unter Verwendung einer sogenannten „Samteffekt“-Spachtelmasse als auch beim Einsatz einer Dekorspachtelmasse auf Kalkbasis lassen sich Strukturen erzeugen, die die Wandfläche auflösen und somit dem Raum Tiefenwirkung verleihen. Ausschlaggebend hierfür ist die entsprechende Auftragstechnik.

Untergrundvorbereitung

Egal, ob man sich für den natürlichen Kalkcharakter entscheidet, oder die dezent metallische Optik vorzieht, beide Deko-Materialien verlangen einen glatten, porenfreien Untergrund. Den nach Qualitätsstufe Q4 vorbereiteten Untergrund egalisiert man nach dem Schleifen zunächst mit einem wässrigen Tiefgrund. Danach sollte ein Zwischenanstrich in einem auf die Spachtelmasse abgestimmten Farbton erfolgen. Im Falle der Kalkspachtelmasse empfiehlt sich ein Haftgrund, für die dispersionsgebundene Samteffekt-Spachtelmasse eignet sich eine stumpfmatte Innendispersion.

So gelingt die Kreativtechnik im Wolkendesign

Nach der Pflicht folgt nun die Kür: Mit dem gewählten Spachtelmaterial werden zwei Fleckspachtelgänge mit der Venezianischen Kelle aufgebracht. Die Anordnung der Spachtelschläge ist für den Wolkencharakter der Technik verantwortlich. Daher sollte das Material nicht wie bei herkömmlichen Spachteltechniken „willkürlich gleichmäßig“ auf der Fläche verteilt werden. Stattdessen empfiehlt es sich, die Spachtelschläge in Form ungleichmäßiger, schemenhafter Wolken anzuordnen. Bilden die einzelnen Teilflächen z. B. flache, waagerechte Rauten, so ergibt sich im Gesamtbild der Charakter von Cumulus-Wolken. Die Größe der einzelnen Teilflächen sollte dabei an die Raumsituation angepasst werden. In den Wand-Eckbereichen beginnt bzw. endet man mit Rauten-Teilstücken (z. B. einer halben Raute). Die weiteren Rauten werden so untereinander angelegt, dass ein leicht diagonaler Versatz entsteht. Die einzelnen Teilflächen überlappen sich willkürlich. Eine geradlinige Anordnung der Rauten untereinander sollte in jedem Fall vermieden werden. Die zweite Texturspachtelung sollte mit deutlichem Versatz zu den schemenhaften Wolken der ersten Spachtelung erfolgen.

Nach jedem Spachtelgang wird die Wandfläche maschinell geschliffen, um mögliche Grate zu entfernen. Allerdings sollte ein Durchschleifen unbedingt vermieden werden. Nach dem Schliff entstaubt man die Fläche sorgfältig. Als Finish wird eine Farblose Dekolasurfarbe aufgerollt und sofort mit der Kelle nachgeglättet, um die Rollstruktur zu egalisieren. Alternativ zum farblosen Dekolasurüberzug können Flächen, die mit der Kalkspachtelmasse hergestellt wurden, auch mit Schleifscheiben in 2.000er- und 4.000er-Körnung poliert oder mit einem geeigneten Dekowachs behandelt werden.

PraxisPlus

Die Spachteltechniken mit Wolkencharakter lassen sich mit folgenden Kreativprodukten von Brillux erstellen:

  • Venezianische Spachteltechnik „Seta“: Dekorspachtelmasse Creativ Algantico 70
  • Samteffekttechnik Velluto: Effektfarbe Creativ Tenero 84

Schritt für Schritt Bildanleitung

Kreativtechnik Wolken Schritt 1
Foto: Brillux

Auf den Zwischenanstrich wird die gewählte Spachtelmasse als Fleckspachtelung in Teilflächen in einem festen Richtungsverlauf aufgebracht.


Kreativtechnik Wolken Schritt 2
Foto: Brillux

Die abgetrocknete Fläche wird maschinell mit einer Kornstärke von P 180 geschliffen und gründlich entstaubt.


Kreativtechnik Wolken Schritt 3
Foto: Brillux

Es folgen eine zweite Texturspachtelung in derselben Art und Weise wie in Schritt 1 und ein weiterer Schleifgang.


Kreativtechnik Wolken Schritt 4
Foto: Brillux

Für das Finish wird eine Dekolasurfarbe aufgerollt. Durch das anschließende Abglätten mit der Kelle wird die Rollstruktur egalisiert

 



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