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Isolierfarbe gegen Schimmel

Für nahezu Alles gibt es verschiedene Normen beim Bau, nur nicht für den Gesundheitsschutz der Bewohner.

Mineralfarben bestehen aus Kaliumsilikat, mineralischen Pigmenten sowie Füllstoffen und enthalten keine problematischen Inhaltsstoffe wie Lösemittel, Weichmacher oder Konservierungsmittel.

Die Luft in Innenräumen ist oft stärker mit Schadstoffen belastet als die Außenluft an einer stark befahrenen Straße. Auch Wandfarben und Lacke gehören zu den möglichen Emissionsquellen. Oft enthalten sie nicht deklarierte Weichmacher oder Konservierungsstoffe wie Isothiazolinone, die über lange Zeiträume entweichen und so die Raumluft belasten. Jeder einzelne dieser Stoffe kann allergische Reaktionen hervorrufen oder Auslöser sein für Reizungen der Schleimhäute, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen.

Wohngesunde Innenräume

Was macht ein gesundes Raumklima aus? „Das hängt von den Faktoren Temperatur, Luftfeuchte und Luftaustausch ab“, erklärt Innenarchitekt Mathias Rathke. „Aber auch Emissionen aus Baustoffen und Möbeln können die Qualität der Raumluft und damit das Wohlbefinden beeinträchtigen. Gerade bei modernen, hochgedämmten Gebäuden ohne kontrollierte Lüftung stellt uns das heute vor Herausforderungen. Meinen Bauherren empfehle ich, dem mit diffusionsoffenen, schadstofffreien Beschichtungssystemen entgegenzuwirken.“

Prinzip der Verkieselung

Diffusionsfähige Mineralfarben enthalten nur Komponenten, die für die Gesundheit des Menschen und die Umwelt unbedenklich sind. Und das aus dem silikatischen Prinzip der Verkieselung: Dabei geht das Bindemittel in einer chemischen Reaktion eine unlösbare Verbindung mit dem Untergrund ein und bleibt dadurch hoch diffusionsfähig für Wasserdampf. Erfunden und zur Marktreife gebracht hat dieses Prinzip der gelernte Töpfer und Tüftler Adolf Wilhelm Keim. Im Jahr 1878 legte er mit der ersten zweikomponentigen Silikatfarbe den Grundstein für das Unternehmen Keimfarben. In den folgenden Jahrzehnten stieg das Unternehmen zum Markt- und Kompetenzführer im mineralischen Bautenschutz auf.

Seit 1983 gibt es mit Biosil die erste für Allergiker geeignete Silikat-Innenfarbe am Markt: ohne Zusatz von Konservierungsstoffen, Weichmachern sowie Lösemitteln und hoch diffusionsfähig. Dafür erhielt das Unternehmen 1998 das TÜV Umweltsiegel, 2003 folgte das Zertifikat „Allergiker-geeignet“ (IUG). Regelmäßige Kontrollen unabhängiger Institute bestätigen die Produktsicherheit. Als erster Hersteller überhaupt wurde Biosil mit dem Qualitätszeichen „natureplus“ ausgezeichnet. Dieses Gütesiegel stellt wesentlich strengere Anforderungen an Bauprodukte als der „Blaue Engel“ und soll Verbrauchern wie Bauprofis Orientierung bieten, die nachweislich besten Produkte für nachhaltiges Bauen auf dem Markt zu identifizieren.

Schimmelhemmemd

Nicht nur Biosil, auch alle anderen Innenwandfarben des Herstellers sind ökologisch. Die Diffusionsfähigkeit gewährleistet, dass die Wand Feuchtigkeit aufnimmt, bei Bedarf wieder abgibt und kein Kondensat im Wandaufbau entsteht. Damit fehlt die Oberflächenfeuchtigkeit, die Schimmelpilze für ihr Wachstum benötigen. Zudem wirkt die natürliche Alkalität der Silikatfarben schimmelhemmend.

Susanne Mandl

Malerblatt 12/2017

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