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Ballsicher, rationell und schnell

#malergegenmueller
Ballsicher, rationell und schnell

Fußball-Weltmeister und Triple-Sieger Thomas Müller hat nicht heimlich, sondern geradezu unheimlich trainiert, um die Niederlage vom Hinspiel der Maler Challenge vom März 2021 auszugleichen. Jetzt stand das Rückspiel im oberbayrischen Hurlach an.

Ein Profi-Schiedsrichter kontrolliert den Luftdruck der bunten Bälle und des gigantischen Caparol-Elefanten, dann den Abstand der gestapelten Torpfosten aus Farbeimern. Knisternde Spannung.

Ordentlich hingearbeitet hat Weltmeister und Markenbotschafter Thomas Mülller auf das Rückspiel. Zwischen Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal hat er für einen kompletten Tag mit Malermeister Stephan Michel aus Walluf bei Wiesbaden trainiert. Ziel war es, ihn für das Rückspiel der großen Maler-Challenge Ende Oktober fit zu machen. „Bei der ersten Challenge haben mich die Maler ordentlich abgezockt. So haben sie beispielsweise ihre Farbrollen im Schnee nass gemacht und sich damit einen Vorteil verschafft. So sieht´s aus. Und solche Dinge passieren mir nicht noch mal. An der Zeit können wir auf jeden Fall noch arbeiten“, so Thomas Müller unmittelbar vor Challenge-Beginn.

Seine Mitspieler im Team MÜLLER sind diesmal Mark Leißing und Michael Twardy, zwei Stürmer vom Bezirksligisten SG Buchbrunn-Mainstockheim. „Wie cool ist das denn? Ein Team mit Thomas Müller“, freut sich Mark Leißing, der die Bewerbung abgeschickt hatte. Apropos Team: „Der Teamgedanke ist für mich, wenn man für ein gemeinsames Ziel arbeitet“, so Thomas Müller: „Jedes Teammitglied bringt dabei seine Stärken ein und ordnet sich ohne persönliche Befindlichkeiten ins große Ganze ein. Wenn ein Team funktioniert, ist das ein super Gemeinschaftsgefühl.“

Disziplin Kicken: Vollspann durch Elefantenbeine

Bei der Challenge auf dem abgesteckten Fußball-Parcours bestand die Aufgabe der Dreier-Teams darin, mit so wenigen Versuchen wie möglich den Ball übers Gelände zu spielen – wie beim Golf. Dabei musste durch verschiedene Tore getroffen, um einen kleinen Biotop geschossen und zum Abschluss dem großen Caparol-Elefanten durch die Beine gespielt werden. Die angedeuteten Torpfosten waren dabei gestapelte ThermoSan NQG- und Indeko-plus-Eimer. Am Spielgelände wehten nicht nur diverse Banner, Aufsteller und Transparente, sondern fast schon ein Hauch von Bernabéu, Camp Nou oder Wembley. Als das ebenfalls per Los ermittelte TEAM Maler auflief, reagierte Thomas Müller spontan mit den Worten: „Ihr schaut so aus, als ob ihr was draufhabt.“ Er sollte recht behalten. Das Team MALER bestand aus Teamchef Justus Hassel, Markus Weller und Florian Welter. Sie kommen vom Malerbetrieb Weller aus Birnbach, sind alle Malermeister und ausgesprochene FC Bayern-Fans. Der Innungsbetrieb Weller existiert seit 1993 als familiengeführtes Unternehmen, hat eine Gesamtgröße von 25 Mitarbeitern und betreibt zusätzlich auch einen Farbenfachhandel sowie mittlerweile auch einen Online-Shop. „Wir sind mit klassischen und aktuellen Trends und Techniken stets am Puls der Zeit. Unser Kundeneinzugsgebiet erstreckt sich vom gesamten Westerwald bis nach Köln und in den Rhein-Sieg-Kreis“, erläutert Martin Weller. Und was er leise und schmunzelnd anfügt (und das hat Thomas Müller wohl gleich geahnt), ist die Tatsache, dass alle drei auch ordentlich den Ball treten können. Man flüstert gar von Bezirksliga-Niveau.

Mit dem eigentlich erwarteten Zeitvorsprung für das Team MÜLLER in der Fußball-Runde wurde es leider nichts. Kicker und Maler agierten bei allen drei Durchgängen durchaus auf Augenhöhe, die Fußballer setzten das Leder mehrfach an die Eimer, sprich Pfosten. Gleichzeitig glänzten die Maler mit filigranen Außenrist-Schüssen und gar einem Vollspann-Distanz-Kick durch die Elefanten-Beine. Ein leistungsgerechtes Unentschieden nach sportlichem Spiel war die Folge. Schiedsrichter Andi Wagner, selbst auch erfolgreicher Bayernliga-Stürmer von der SpVgg Hankofen, hatte dabei mit beiden Mannschaften leichtes Spiel, kein rüdes Foul, kein Handspiel, keine Gelbe Karte, nur hin und wieder leichte Rudelbildung.

Disziplin Streichen: Rote Farbe im Spiel

Caparol-Anwendungstechniker Angelo Dreier erläuterte anschließend die Aufgaben aus dem Malerhandwerk. Diese bestand zunächst darin, an einer kleinen Wand drei verschiedene Bereiche mit der Rolle zu bearbeiten, Effektpigmente (Capadecor Diamonds) zuzumischen und anschließend die Abklebung zu entfernen. Die Teams starteten gleichzeitig, und plötzlich kam rote Farbe ins Spiel. „Meine Lieblingsfarbe! Männer kämpfen!“ forderte Thomas Müller. Das Team MÜLLER zeigte sich im Umgang mit Farbe und Rolle stark verbessert, „leichte optische Mängel“ mal vernachlässigend.

Als nächste Wettkampfeinheit musste jedes Team mit einer kleinen Rolle einen Holz-Fußballschuh in einer Elefantenfarbe lackieren. Auch hier hatten die Maler dezent die Nase vorn. Die Challenge sah nun das Aufbringen von Farbe auf einer 5m x 2,5m großen Wand vor, auf der sich auch eine Schablone mit dem jeweiligen Team-Namen befand. Die Mannschaftsführer hatten jeweils das Nespri-Spritzgerät zu bedienen, die beiden Teammitglieder kümmerten sich um das Nachrollen und das Ausmalen der Schablone. Nach spannendem Verlauf hatten die Maler die Nase vorn und konnten somit die Gesamt-Challenge ganz knapp für sich entscheiden.

Caparol-Firmenchef Dr. Ralf Murjahn überreichte an das siegreiche Malerteam zwar keinen Pokal, aber doch einen Gutschein für eine Palette ThermoSan NQG oder Indeko-plus. Zu Thomas Müller gewandt: „Sie haben durchaus Talent, aber es hat nicht ganz gereicht.“ „Der Wille war da“, grinst Müller zurück. Die Mitspieler des Teams MÜLLER dürfen sich neben einem unvergesslichen Erlebnis über einen 500 Euro-Gutschein für ihre Vereinskasse freuen.

Ein sicher unvergessliches Erlebnis auch für das teilnehmende Malerteam: „Wunderbar einen ganzen Tag mit Thomas zu verbringen. Ein netter Kerl mit stets lockeren Sprüchen. Alles war bestens organisiert und hat einfach nur Spaß gemacht. Es war, als würde man mit einem Kumpel über den Platz laufen. Und beim Malern war er gar nicht so schlecht.“

Parallelen Fußball/Malerhandwerk?

Nach endlos langem Signieren von Trikots, Bällen und Büchern zieht Thomas Müller, der sich auch bei dieser Challenge als Sympathieträger gezeigt hat, noch Parallelen zwischen Fußball und dem Malerhandwerk: „Im Fußball wie im Malerhandwerk kommt es darauf an, dass man eine ordentliche Ausbildung hat, sich mit der Arbeit voll identifizieren kann und dann auch im Team gut funktioniert. Je mehr man die bestmögliche Leistung abrufen will, desto besser ist das Endergebnis.“ Und so endet eine abermals spannende Challenge auf dem Betriebsgelände von Maler Knoll, für die Firmenchef Wilhelm Knoll persönlich die Rasenpflege betrieben und so für optimale „Stadionbedingungen“ gesorgt hatte.

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