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Dämmen mit organischen Reststoffen

Dämmstoffe
Aus organischen Reststoffen

Ökologische Dämmstoffe sind gefragt. Mit biomassenbilanzierten EPS- oder biobasierten PU-Platten stehen Dämmstoffe zur Verfügung, die aus organischen Reststoffen der Landwirtschaft gewonnen werden. Hinsichtlich der Verarbeitungs- und Systemeigenschaften stehen sie ihren konventionellen Pendants in nichts nach.

Autorin: Susanne Sachsenmaier-Wahl I Foto: Martin Duckek / Sto SE & Co. KGaA

Die Wärmedämmung von Gebäuden trägt zum Klimaschutz bei, daran zweifelt wohl kaum jemand. Allerdings werden Stimmen lauter, die bemängeln, dass der Großteil der verbauten Dämmstoffe (wie z.B. EPS und PU) aus Erdöl hergestellt wird – und das obwohl der weltweite Vorrat an fossilen Brennstoffen zur Neige geht.

Seit kurzem sind Dämmstoffe auf dem Markt, bei denen der Anteil an fossilen Rohstoffen entweder komplett oder aber zu einem großen Teil durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt wurden.

Dämmen mit organischen Reststoffen: EPS aus nachwachsenden Rohstoffen

Für die Sto-Dämmplatte Top32 Biomass (mehr zu der neuen Dämmplatte erfahren Sie hier: bit.ly/3kWJReD) beispielsweise werden zu 100 Prozent nachwachsende Rohstoffe verwendet. Dadurch fielen, so Sto, bei der Herstellung der Wärmedämmplatte aus expandiertem Polystyrol-Hartschaum (nach DIN EN 13163) rund 66 Prozent weniger CO2e (Kohlenstoffdioxid-Äquivalente) an als bei der Produktion einer vergleichbaren EPS-Platte auf fossiler Basis. Diese CO2e-Reduktion könne bei allen gängigen Nachhaltigkeitszertifizierungen für Gebäude (DGNB, BREEAM, LEED) angerechnet werden, betont das Stühlinger Unternehmen.

Hergestellt wird die Platte mittels biomassenbilanzierter Rohstoffe aus organischen Reststoffen der Land- und Forstwirtschaft. Es wird also nicht etwa der organische Rohstoff selbst in die Platte „eingebaut“; stattdessen werden Bio-Naphtha oder Biomethan aus organischem Abfall, landwirtschaftlichen Erzeugnissen oder pflanzlichen Ölen produziert. Aus diesen wiederum entstehen die chemischen Grundprodukte für die Herstellung der EPS-Platten.

Gewohnte Eigenschaften

Hinsichtlich ihrer Eigenschaften soll die neue Platte auf der Grundlage nachwachsender Rohstoffe in allen Punkten der gewohnten Profiqualität entsprechen. Sie unterscheide sich, so Sto, außer in ihren ökologischen Eigenschaften nicht von einem vergleichbaren fossilen Produkt. „Die Fachhandwerker bekommen genau das auf die Baustelle geliefert, was sie kennen“, versichert Markus Zwerger, Produktmanager WDVS bei Sto. Die ökozertifizierte (REDcert2) Wärmedämmplatte weist, genauso wie ihr fossiles Pendant, einen Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit von 0,032 W/(mK) auf. Die Platten eignen sich für Dämmmaßnahmen an der Fassade und im Innenraum. Sie werden wie herkömmliche EPS-Platten geklebt oder geklebt-gedübelt. Für erdberührte Bereiche dürfen die biomassenbilanzierten EPS-Platten nicht eingesetzt werden.

Biobasierter PU-Dämmstoff

Auch beim schwäbischen Dämmstoffhersteller Linzmeier wurde eine neue ökologische Produktgeneration eingeläutet. Bei der Herstellung des Dämmstoffs Linitherm Loop (mehr über Linitherm Loop erfahren Sie hier: bit.ly/3L3ovGY) sind mehr als 60 Prozent der Rohstoffe für den PU-Dämmkern biobasiert. Gewonnen werden diese Rohstoffe aus Pflanzenabfällen der Landwirtschaft, zum Beispiel aus Pflanzenstängeln, ausgedroschenem Mais oder Stroh. Lebensmittel würden nicht verwendet, versichert das Riedlinger Unternehmen. Die erneuerbaren Rohstoffe würden in der Fertigung mit einem Restanteil an fossilen Rohstoffen gemischt und nach einem zertifizierten Berechnungsmodell in die Produktion des Dämmstoffs eingebracht. Langfristig sei eine weitere Steigerung des Biomasseanteils im Dämmstoff geplant, so Linzmeier. Mit der Dämmeffizienz des biobasierten PU-Dämmstoffs ist man in Riedlingen sehr zufrieden. Mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,023 W/(mK) weise Linitherm Loop die höchste Dämmeffizienz aller derzeit auf dem Markt befindlichen biobasierten Dämmstoffe auf.

Bislang bietet der schwäbische Dämmstoffhersteller zwar ausschließlich die Aufsparrendämmung Linitherm Loop PAL N+F an, schrittweise sollen aber auch in den anderen Dämmprodukten von Linzmeier biobasierte Rohstoffe zum Einsatz kommen.

 

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