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„Die Wärmedämmung von Fassaden ist alternativlos!“

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„Die Wärmedämmung von Fassaden ist alternativlos!“

Info-Veranstaltung zum Thema „Zukunftsfähigkeit von WDVS“.

Susanne Sachsenmaier-Wahl

2016 hatte Meffert das regionale Baunetzwerk ins Leben gerufen. Dieses soll Planern, Handwerkern, der Industrie und dem Handel sowie Bauherren zugute kommen. Denn in einem regionalen Baunetzwerk unterstützen sich alle Beteiligten gegenseitig, erklärte Bernhard Theis, Verkaufsleiter WDVS bei Meffert. Im Vordergrund stehe die Vermittlung von Aufträgen und damit die Sicherung von Arbeitsplätzen. In der zweiten Veranstaltung drehte sich alles um WDVS. „Wir wollen aus der Negativ-Berichterstattung herauskommen,“ betonte Theis.
Viele Endverbraucher seien durch Aussagen wie „WDVS brennt“, der Entsorgungsproblematik HBCD-haltiger Dämmstoffe oder die Berichte in Publikumsmedien, dass sich WDVS nicht rechnen würden, verunsichert. Sollen die Ziele der Bundesregierung zur Energieeinsparung und zur CO2-Reduktion erreicht werden, gehe das nicht ohne WDVS. Da die Systeme komplexer wurden und die gesetzlichen Vorschriften (etwa beim Brandschutz) verschärft worden seien, gebe es Informationsbedarf. Wirkungen, Vorteile und Wirtschaftlichkeit der Wärmedämm-Verbundsysteme veranschaulichte Werner Eicke- Hennig, Leiter der Hessischen Energiespar-Aktion im Hessischen Wirtschaftsministerium (www.energiesparaktion.de), anhand von Beispielgebäuden.
In Mehrfamilienhäusern beispielsweise mache sich die Dämmung der Außenwände stärker bemerkbar, da die Wandflächen im Vergleich zu Dach- und Bodenflächen riesig sind. Das habe auch die Wohnungswirtschaft bemerkt. Heute seien die meisten Gebäude der Wohnungsbaugesellschaften mit einem WDVS versehen. Bei den Ein- und Zweifamilienhäusern gebe es noch viel Handlungsbedarf. Hier könne die Amortisationszeit eines WDVS für die Argumentation beim Bauherren hilfreich sein. Diese liege bei etwa 10 bis 15 Jahren, die Lebensdauer eines WDVS dagegen bei rund 50 Jahren, so Eicke-Hennig. Der Endkunde müsse darauf hingewiesen werden, dass eine EPS-Dämmung die Ressourcen schone. Zur Herstellung von Dämmstoffen würden nur etwa 0.4 Prozent des Heizölverbrauchs benötigt, 93 Prozent dagegen würden zum Heizen „verbrannt“.
Anders formuliert: der Energieaufwand für einen Quadratmeter Wärmedämmung beträgt sechs Liter, die Einsparung pro Quadratmeter über 25 Jahre dagegen 140 Liter. Eicke-Hennigs Fazit: „Die Wärmedämmung ist alternativlos!“ Theis erläuterte die neuen Brandschutzanforderungen an EPS-Systeme, die seit Januar 2016 gelten. Diese können im Detail in der Broschüre „WDVS und Brandschutz“ oder verkürzt in einem Praxis-Merkblatt, beide herausgegeben vom Fachverband WDVS, nachgelesen werden (www.wdv-systeme-de). Angesichts der Tatsache, dass eine hinsichtlich des Brandschutzes regelkonforme Dämmung sehr aufwendig geworden ist und drei verschiedene Plattenarten („normales“ EPS, Mineralwolle, Perimeter) dafür verlangt werden, verwies Theis auf die Möglichkeit der Fassadendämmung mit Polyurethan-Hartschaum.
Die Vorzüge dieses WDV-Systems stellte Alois Bärtle, Verkaufsleiter WDVS bei Puren, vor. Der geschlossenzellige Dämmstoff verfüge über eine sehr geringe Wasseraufnahme, so Bärtle, daher könne die Platte auch als Perimeterplatte zum Einsatz kommen. Ein separater Brandriegel könne ebenfalls entfallen, da PUR nicht brenne oder schmelze, sondern lediglich verkohle. Die Eigenschaft, dass der Dämmstoff nicht schmilzt, mache sich bei der Verarbeitung bemerkbar. Ein Schneidegerät mit Schmelzdraht funktioniere nicht. Stattdessen müsse gesägt werden. Die hohe Temperaturbeständigkeit bringe aber auch Vorteile bei der Beschichtung mit sich. So können auch sehr dunkle und intensive Farbtöne (bis Hellbezugswert 5 ) eingesetzt werden.
Der größte Vorteil von PUR sei aber, dass zur Erzielung eines bestimmten Dämmwertes etwa um 1/4 schlankere Dämmstoffdicken als bei EPS notwendig seien. Dies sei vor allem im Altstadtbereich bei energetischen Sanierungen wichtig. Auch immer mehr Neubauten erhielten eine PUR-Dämmung, so Bärtle, da so der Wohnraum größer ausfallen könne (bis zu 6 Prozent mehr). Das sei in Städten, in denen die Quadratmeterpreise für Mietwohnungen schwindelnde Höhen erreicht hätten, ein Argument. Der Handwerker profitiere durch die angenehme Verarbeitung der Dämmplatten aus PUR. Sie lassen sich leicht schleifen, können verdeckt gedübelt werden und machen verschiedene Plattenarten und somit eine aufwendige Logistik überflüssig.
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