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Farbkonzept von Thomas Stolz für Industriebau von Vet-Concept

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Gezeichnete Öffentlichkeitsarbeit

Seit zwölf Jahren arbeiten der freischaffende Farbgestalter Thomas Stolz und der Tiernahrungsspezialist Vet-Concept in Sachen Farbkonzept zusammen. Was mit einem einfachen Verwaltungsbau begann, nimmt inzwischen immer größere Dimensionen an. Sehen Sie selbst.

Autor: Andreas Ehrfeld | Fotos: Thomas Stolz

Gelernt hat Stolz bei Friedrich Ernst von Garnier, einem der bedeutendsten europäischen Industrie-Designer. Garnier entwarf unter anderem Farbkollektionen für Thyssen- Krupp und Villeroy & Boch. 1994 wagte sich Thomas Stolz dann in die Selbstständigkeit, spezialisiert hat er sich auf Farbgebung in der Architektur. 95 Prozent der Konzepte werden dann vom Handwerk realisiert. Einige jedoch werden dann in Teamarbeit selbst an die Fassaden gebracht.

Bei der Zusammenarbeit mit Vet-Concept war die Aufgabe für Thomas Stolz klar: Der Industriebau sollte „nicht wie 95 Prozent dieser Gebäude in warmweiß mit einem Streifen in Logofarbe gestaltet sein.“ Eine Fassade, die sich von der anderer Gebäude abhebe, sei schließlich eine Art von Öffentlichkeitsarbeit. Mit Sicherheit auch für den Farbgestalter selbst: Die meisten seiner Aufträge erhält Stolz inzwischen zumeist ohne sich an öffentlichen Ausschreibungen beteiligen zu müssen. Ähnlich kam auch die Zusammenarbeit mit Vet-Concept zustande: „Thomas Stolz wurde uns vom Geschäftsführer des Industrieparks Föhren (Trier) als Gebäudegestalter empfohlen“, sagt Torsten Herz, Geschäftsführer des Tiernahrungsspezialisten. Die Kunden seien ausnahmslos begeistert von den Oberflächen. „Wir werden auch über unsere Fassadengestaltung weiterempfohlen. Unsere Besucher finden, dass die tierischen Fassaden genauso einzigartig sind wie unsere Produkte.“

Arbeitsweise beim Farbkonzept für den Industriebau

Wie läuft die Motivfindung mit dem Auftraggeber ab? Für das hier vorgestellte Objekt gibt Torsten Herz Einblicke: „Thomas Stolz begleitet unsere Firma schon seit vielen Jahren, hat alle Gebäude gestaltet und weiß, was zu uns passt. Er arbeitet Ideen aus und macht uns verschiedene Vorschläge. Wir befragen einige Mitarbeiter nach ihrer Meinung und treffen dann nach einiger Zeit die Entscheidung.“ Bei der Gestaltung der Innenräume werde nur ein sehr kleiner Kreis an Mitarbeitern gehört, „da wir festgestellt haben, dass „viele Köche auch den Brei verderben können“, so Herz weiter.

Zwei bis vier Leute bringen die Motive an die Wand. „Das macht ein Team, das schon seit vielen Jahren zusammenarbeitet und sich auf diese großflächigen Arbeiten spezialisiert hat. Die Designs werden, je nach Projekt, über ein Raster aufgebracht, wir nutzen aber auch Projektionen oder Folienschnitte.“ Stolz selbst hat eine Zeichenmaschine entwickelt, die das Motiv in XXL aufbringt, und zwar vertikal, nicht horizontal 6 x 8 Meter, millimetergenau. Wie das funktioniert? „Betriebsgeheimnis“, lacht der Fassaden-Künstler.

Sind die Umrisse auf die Fassade gebracht, werden diese mit Leben, sprich Farbe gefüllt. Bleibt die Frage nach dem verwendeten Material? Daraus macht Stolz kein Geheimnis: Er arbeitet mit Acrlyfarben des Schweizer Unternehmens Lascaux. Das Material wird per Pinsel und Airbrush aufgebracht. Letzteres sei möglich, „da die Farben so fein sind.“ Als Finish wird ein UV-Lack aufgetragen, der dauerhaft der Sonne trotzen soll.

Farbkonzept für Industriebau: Das Silo

Neben der Fassade des Industriebaus gab der Tiernahrungsspezialist bei Stolz auch schon die Gestaltung eines Silos in Auftrag. „Bestandteil des Bebauungsplanes war es, Farben aus der Landschaft auf das Silo zu bringen. Wir haben das mit farbigen Kacheln gelöst, damit das Gebäude eine Beziehung zum Umfeld hat. Die Blautöne etwa sollen eine Verbindung zum Himmel darstellen. Wichtig war mir, dass das Gebäude nicht wie ein toter Koffer in der Landschaft steht“, erinnert sich der Künstler. Das ist zweifellos gelungen.

Als nächstes Projekt steht für den Farbgestalter die Innenraumgestaltung bei dem Tiernahrungsepizialisten im Fokus. Die Wände soll ein 45 x 8 Meter großer Comicstrip zieren: „Angedacht ist, die Mitarbeiter am PC, in der Produktion bis hin zum Endkunden darzustellen“, erklärt Stolz seine Vision.

Weitere Informationen:
www.farb-werke.de

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