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Fassadengestaltung

Fassadengestaltung
Trendgerechte Töne

Mit Thomas Bonacker, Marketing-Manager Sigma, PPG Coatings Deutschland, sprachen wir über die Möglichkeiten bei der Fassadengestaltung.

Fotos: PPG Coatings Deutschland GmbH

Herr Bonacker, Maler werden auf Wunsch von PPG-Farbdesignern bei der Fassadengestaltung unterstützt. Welche Farbtrends gilt es heute zu beachten?

Thomas Bonacker: Es gibt einen klaren Trend zu wärmeren, naturnahen Tönen und Farbkombinationen. Noch immer sind zwar Grautöne stark gefragt, aber andere als noch vor zwei Jahren. Diese werden jetzt gerne mit Sandtönen und gedeckten Türkis-, Orange- oder Grüntönen kombiniert.

PPG empfiehlt, auch Fassaden nach dem 60-30-10-Prinzip zu planen. Das bedeutet, dass drei Farbtöne einen unterschiedlich großen Flächenanteil haben. Die Hauptfarbe, z. B. ein Grauton, findet sich dann auf 60 Prozent aller Oberflächen und die darauf abgestimmte Sekundärfarbe, z. B. ein Sandton, auf 30 Prozent der Sichtflächen. Hinzu kommt die Akzentfarbe mit maximal zehn Prozent Anteil.

Welchen Tipp können Sie geben, damit die ausgewählten Töne harmonisch wirken?

Thomas Bonacker: Tatsächlich sorgt eine Orientierung am 60-30-10-Prinzip schon fast automatisch für Ausgewogenheit. Darüber hinaus hat PPG einen Farbfächer speziell für Fassaden entwickelt, der die Auswahl der drei Töne deutlich erleichtert. Die „Voice of Colour Façade Collection“ umfasst 220 licht- und farbtonbeständige Farbtöne, die ausschließlich auf anorganischen Pigmenten basieren. Das hat den Vorteil, dass selbst Beschichtungen in sehr kräftigen Tönen über viele Jahre farbecht bleiben. Umgesetzt mit „Sigma-Siloxan“ Fassadenfarben erreicht eine Beschichtung mit jedem der enthaltenen Farbtöne den Farbbeständigkeits-Code A1 nach BFS-Merkblatt Nr. 26.

Worin liegt der besondere Nutzen der „Voice of Colour Façade Collection“?

Thomas Bonacker: Sie ist auf Machbarkeit und Lichtbeständigkeit abgestellt. Selbst die ganz dunklen Töne der Kollektion sind, wie gesagt, lichtbeständig. Gleichzeitig sind die im Farbfächer gezeigten Farben sehr trendig, z.B. im Bereich der Gelbtöne. Der Grau- und Warm-Beige-Bereich ist besonders ausgedehnt. Es werden viele natürliche und verhüllte Farben gezeigt. Aus Sicht unserer Farbdesigner enthält der Fächer alle Töne, mit denen man in den nächsten fünf Jahren arbeiten sollte.

Noch einmal zurück zum 60-30-10-Prinzip: Wo sollte die Akzentfarbe zum Einsatz kommen?

Thomas Bonacker: Sie sollte immer mit der Architektur zu tun haben, also einzelne Bauteile sinnvoll betonen, notfalls nur die Fensterlaibungen, wenn kein herausragendes Bauteil gegeben ist. Auch über horizontale Bänder, Fensterbänke, Gesimse, Faschen oder Sockel kann die Akzentfarbe tolle Effekte bringen. Bei mehrgeschossigen Gebäuden macht es auch Sinn, den Treppenhausbereich abzusetzen oder die Balkone herauszuheben. Keine Farbe und schon gar nicht die Akzentfarbe sollte grundlos über die Fassade „wabern“. Es geht ja nicht darum, ein Bilderbuch auf die Fassade zu bringen, sondern darum, die Architektur weiter aufzuwerten.

Lassen sich alle PPG-Fassadenfarben in den Farbtönen des neuen Fächers tönen?

Thomas Bonacker: Ja, aber wir empfehlen als nachweislich beste Lösung immer Siliconharzfarben. „Sigma Siloxan All Season“ z. B. ist bei 23 Grad Celsius und 50 Prozent relativer Luftfeuchte, also typischem Sommerwetter, bereits nach 20 Minuten schlagregenfest. Ein Fassadenanstrich ist also zuverlässig innerhalb weniger Tage abzuschließen, selbst wenn täglich nur wenige trockene Stunden das Arbeiten ermöglichen. Außerdem reduziert „ Siloxan All Season“ die körperlichen Belastungen, denn ein Farbeimer mit 12,5 Litern Inhalt ist dank der enthaltenen Leichtfüllstoffe etwa sieben Kilogramm leichter als herkömmlichen Farben. Darüber hinaus lässt sich „Siloxan All Season“ mit einem Airless-Spritzgerät aufbringen. So lässt es sich rückenschonender an der Fassade arbeiten.

Mit „ Siloxan Ultra Cool“ hat PPG z. B. das Spektrum für die Arbeit mit dunklen Tönen auch auf gedämmten Fassaden deutlich ausgeweitet, denn diese infrarotreflektierende Silikonharz-Fassadenfarbe reduziert deutlich eine farbtonbedingte Oberflächenaufheizung.

Wenn kräftige Töne auf der Fassade gewünscht sind – welche werden dann von Ihren Designern empfohlen?

Thomas Bonacker: Es wäre unseriös, eine Fassadengestaltung zu empfehlen, die nach kurzer Zeit unschön wird oder saniert werden muss. Deshalb empfehlen sie nur A1-lichtbeständige Töne, die in unserem Farbfächer enthalten und geprüft sind. Auch übernehmen die Farbexperten eine gewisse Verantwortung für die Quartiersqualität. Sie empfehlen daher in der Regel Töne, die zur umgebenden Bebauung passen. Schließlich trägt auch ein harmonisches Straßenbild zum Wohlbefinden der Menschen bei.

Kann die Arbeit mit der „Voice of Colour Façade Collection“ die Beratung durch einen Farbdesigner ersetzen?

Thomas Bonacker: Grundsätzlich ist diese Kollektion auf Machbarkeit und Lichtbeständigkeit abgestellt. Gleichzeitig sind die gezeigten Farben trendig, etwa im Bereich der Gelbtöne. Der Grau- und Warm-Beige-Bereich ist besonders ausgedehnt. Es werden viele natürliche und verhüllte Farben gezeigt. Aus Sicht unserer Farbdesigner enthält der Fächer alle Töne, mit denen man in den nächsten fünf Jahren arbeiten sollte. Wir glauben, hier eine tolle Kollektion geschaffen zu haben. Maler, die sich ein wenig Zeit nehmen, den Fächer näher kennenzulernen, vielleicht eine Schulung bei PPG besuchen, die werden sicher keine missglückten Entwürfe entwickeln. Aber viele unserer Kunden finden es auch ganz spannend zu sehen, welche Vorschläge die hoch spezialisierten Fachleute machen. Unser Außendienst stellt dann gerne den Kontakt zu einem der Designer her.

Weitere Informationen:
www.malerblatt.de


Grundsätzlich ist diese Kollektion auf Machbarkeit und Lichtbeständigkeit abgestellt.

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