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Innendämmung mit loser Feder

Innendämmung
Mit loser Feder

Eine Innendämmung auf Polyurethan-Basis bietet eine hohe Dämmwirkung bei geringer Dicke. Da die Verbundplatten mit umlaufender Nut ausgestattet sind, in die eine lose Feder eingeschoben wird, gestaltet sich die Verarbeitung einfach und sicher.

Autorin: Susanne Sachsenmaier-Wahl | Fotos: Linzmeier

Eine Außendämmung eines Gebäudes ist nicht immer möglich. Bei denkmalgeschützten Fassaden ist sie genauso wenig eine Option wie bei Gebäuden in enger Bebauung, bei denen durch eine Außendämmung die Grenzabstände nicht mehr eingehalten werden könnten. Auch wenn nur ein Wohnungseigentümer in einem Mehrfamilienhaus eine Dämmung wünscht, steht in der Regel nur eine Innendämmung zur Auswahl. Diese ist auch dann am sinnvollsten, wenn Räume nur unregelmäßig beheizt werden sollen, wie das häufig in Kirchen, Vereinsräumen oder Sälen der Fall ist. Und zu guter Letzt ist eine Innendämmung meist die einzige Möglichkeit, Kellerräume in behagliche, schimmelfreie Wohnräume umzuwandeln.

Gründe für eine Innendämmung gibt es also genug. Dennoch zögern viele Hausbesitzer, aber auch Verarbeiter, eine solche in Erwägung zu ziehen. Der Wohnraumverlust, der durch die innenseitige Dämmung entsteht, wird häufig als Argument angeführt. Daneben wird das Risiko, das bei fehlerhafter Ausführung zu (Schimmel-)Schäden führen kann, genannt. Ein innovatives Innendämm-System versucht, exakt diese Befürchtungen zu minimieren.

Hochleistungsdämmstoff PU für Innendämmung

Für eine hohe Dämmleistung sorgt ein Dämmkern aus Polyurethan-(PU)-Hartschaum. PU besitzt eine sehr niedrige Wärmeleitstufe (WLS) von nur 023. Zum Vergleich: EPS/XPS liegt bei 030, Mineralfaser bei 035, Holzfaser bei 040, Mineralschaum/Foamglas bei 045 und Kalziumsilikat bei 060. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass z. B. 60 Millimeter PU-Hartschaum die gleiche Dämmleistung aufweisen wie 80 Millimeter EPS/XPS, 90 Millimeter Mineralfaser, 100 Millimeter Holzfaser, 110 Millimeter Mineralschaum/Foamglas und 150 Millimeter Kalziumsilikat. Ein Video über die Vorteile einer PU-Dämmung finden Sie hier: bit.ly/3j2j1kO.

Schlank ist eine PU-Dämmung also allemal, der Wohnraumverlust hält sich in Grenzen. Dies gilt auch für die innovative Innendämmplatte. Sie ist wahlweise mit einem PU-Dämmkern von 30, 40 oder 60 Millimetern erhältlich. Dennoch gibt der Hersteller die Plattenstärken mit 36, 46 und 66 Millimetern an. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass es sich um eine Verbundplatte handelt. Raumseitig besitzt sie eine sechs Millimeter starke Silicatplatte.

Mehrschichtiger Aufbau der Innendämmung

Die Silicatplatte speichert anfallende Raumfeuchte und gibt diese bei abnehmender Feuchtigkeitsbelastung wieder ab. Außerdem sorgt sie dafür, dass die Innendämmung über eine streich-, putz- bzw. tapezierfertige Oberfläche verfügt.

Der darunterliegende Dämmkern aus hoch wärmedämmendem PU-Hartschaum ist feuchteresistent, beständig gegen (Schimmel-)Pilze und Fäulnis, zu 100 Prozent recycelbar, geruchsneutral und gast nicht aus. Das Sentinel Haus Institut listet die Innendämmung im Bauverzeichnis „Gesündere Gebäude“. Grundlage hierfür sind umfangreiche Emissionsprüfungen. Im Brandfall schmilzt PU nicht und tropft nicht ab. Bei der innovativen Innendämmplatte ist der PU-Dämmkern beidseitig mit Alufolie kaschiert. Diese fungiert in erster Linie als integrierte Dampfsperre. Darüber hinaus schirme die Alukaschierung, so der Hersteller, Elektrosmog ab.

Die Feder macht den Unterschied

Die Verbundplatten können direkt auf das Mauerwerk oder den tragfähigen Putz verlegt werden. Hierfür wird der Kleber auf die rückseitige Alufolie mit einem Zahnspachtel vollflächig aufgebracht. Bei unebenem Untergrund sollte die Randwulst-Punkt-Verklebung vorgezogen werden, um ein Hinterströmen der Platten mit warmer Raumluft zuverlässig zu verhindern. Die Verlegung der Platten erfolgt im sogenannten Endlosverfahren um mindestens 30 Zentimeter stoßversetzt. Mit dem Reststück einer abgelängten Platte wird also sofort in der nächsten Reihe gestartet. Für eine sichere Verbindung der Platten untereinander sorgt die umlaufende Nut, in die sowohl an der Längs- als auch an der Querseite eine lose Feder eingeschoben wird. Der Feder kommen gleich mehrere Funktionen zu: Sie sorgt nicht nur für die Verbindung, sondern verhindert auch Versätze an den Stößen. Insbesondere sorgt die Feder aber dafür, dass die Konstruktion dicht bleibt. In den Federbereichen werden die Platten zusätzlich mechanisch gesichert. Ist die gesamte Wand gedämmt, schäumt man die Hohlräume der Anschlussfugen aus und verspachtelt abschließend die Plattenstöße unter Einbettung eines Papierfugendeckstreifens. Fertig ist die Innendämmung!

Ein Verarbeitungsvideo gibt es hier:
bit.ly/3lxvMph

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