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Trockenklebstoffe als Alternative zu Nassklebern - Malerblatt online

Trockenklebstoffe als Alternative
Kleber von der Rolle

Trockenklebstoffe bieten eine interessante Alternative zu Nassklebern, insbesondere im Renovierungsbereich.

Autorin: Susanne Sachsenmaier-Wahl | Fotos: Uzin

Auch wenn es der Bodenbelag dringend nötig hätte – an den Wechsel trauen sich viele Bauherren nicht so richtig heran. Staub, Schmutz und Lärm, aber auch die langen Wartezeiten, bis der Raum wieder genutzt werden kann, schrecken häufig ab. In solchen Fällen könnte man eine Trockenverklebung in Betracht ziehen. „Bei der Verlegung von Bodenbelägen in Bestandsobjekten entfallen deutliche Aufwendungen, wie z. B. Material- und Entsorgungskosten für die Entfernung alter Bodenbeläge, da direkt auf bestehende Nutzbeläge verlegt werden kann – ohne Staub, Lärm und Geruch“, zählt Markus Brendle, Produktmanager Boden/switchTec bei Uzin die Vorteile einer Trockenverklebung auf.

Direkt auf den Altbelag
Die Entfernung des alten Bodenbelags – und damit verbundener Lärm, Schmutz und langer Nutzungsausfall – kann bei einer Trockenverlegung also entfallen. „Der Bodenwechsel erfolgt mit einer beidseitig je nach Untergrund mit unterschiedlichen Klebstoffen beschichteten Spezialfolie direkt auf vorhandene Beläge oder auf den bestehenden Nutzboden oder auf Spachtelmasse“, erklärt Markus Brendle. Der Kleber kommt also nicht aus dem Eimer, sondern von der Rolle. Oder besser ausgedrückt: Trockenkleber sind werkseitig vorgetrocknete Kleber, die auf ein Trägermaterial (Folie oder Gewebe) aufgebracht und auf Rollen gewickelt sind. Doch ist die Verklebung auch genauso sicher wie die mit einem Nasskleber? „Die Verklebung mit Trockenklebstoffen ist absolut sicher und so zuverlässig wie mit Nassklebstoffen“, beruhigt Markus Brendle. Breit gefächert sind auch die Untergründe, auf denen Trockenklebstoffe zum Einsatz kommen können: „Trockenklebstoffe eignen sich auf nahezu allen festen, ebenen, staub- und fettfreien Untergründen“, lässt uns Brendle wissen. Bei der Belagsauswahl ist man ebenfalls kaum eingeschränkt: „Trockenklebstoffe funktionieren einwandfrei bei textilen Bodenbelägen, PVC-/CV-Bodenbelägen, PVC-Designbelägen (LVT) und Kautschukbelägen. Sogar exotische Beläge wie beispielsweise elastische Bodenbeläge aus Polyurethan können mit Trockenklebstoff sicher geklebt werden“, versichert der Produktmanager. Zu den derzeit sehr beliebten und weit verbreiteten Designbelägen fügt Brendle hinzu: „Es können sogar PVC-haltige Designbeläge, die es mehrheitlich auf dem Markt gibt, verklebt werden. Entscheidend ist die richtige Auswahl des Trockenklebstoffs. Je nach Untergrund sind Sigan Elements (mehr dazu hier: https://bit.ly/3BWumv0) oder Sigan Elements Plus (https://bit.ly/3t7Zp2U) für PVC-haltige Designbeläge die am besten geeigneten Trockenklebstoffe. Mit der ausgeklügelten Klebstoffformulierung wird ein Masseschwund bestmöglich verhindert. Damit ist ein professionelles Erscheinungsbild der Fläche, ohne Fugen, über Jahre gewährleistet. Für PVC-freie Designbeläge eignen sich, je nach Untergrund, entweder Sigan 1 oder Sigan 2.“

Die Auswahl des richtigen Klebers
Auch beim Trockenklebstoff kann demnach nicht ein Produkt für alle Anwendungsfälle eingesetzt werden. Markus Brendle gibt anhand des Uzin-Sortiments Tipps, wie man den richtigen Trockenkleber ausfindig macht: „Die erste Überlegung ist, ob der Untergrund wieder in seinen ursprünglichen Zustand (rückstandsfreie Wiederentfernbarkeit) gelangen soll? Falls ja, bietet sich ein Produkt aus der Sigan-Serie an. Falls eine rückstandsfreie Entfernbarkeit nicht im Fokus steht, kommt Sigaway Original (mehr dazu hier: https://bit.ly/3tcsB8R) in Betracht. Die zweite Überlegung ist: Welcher Untergrund ist vorhanden? Handelt es sich um eine Spachtelmasse oder eine Spanplatte, empfiehlt sich Sigan 1 (https://bit.ly/3M8Qmat) oder Sigan Elements Plus. Bei einem bestehenden Nutzbelag kommt Sigan 2 (https://bit.ly/3HtuTFZ) oder Sigan Elements in Betracht. Ist ein Parkett oder ein Laminat vorhanden, ist Sigan 3 (https://bit.ly/3M1zjqS) das Produkt der Wahl. Die dritte Überlegung ist: Welcher Bodenbelag soll verlegt werden? Bei einem elastischen CV-/PVC-Belag, Kautschuk- oder Textilbelag kommen Sigan 1, Sigan 2 oder Sigan 3 in Betracht. Soll ein PVC-haltiger Designbelag verlegt werden, sind Sigan Elements oder Sigan Elements Plus die richtigen Produkte.“

Perfekt verklebt
Ist das richtige Produkt gefunden, geht es ans Verlegen. Doch bevor der Belag tatsächlich verklebt werden kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. „Der Untergrund muss fest anhaftend, trocken und sauber sein. Gegebenenfalls vorhandene Fehlstellen im Untergrund, wie zum Beispiel Löcher oder Unebenheiten, sollten mit einer Spachtelmasse im Vorfeld ausgeglichen werden. Außerdem sollte der Untergrund von Schmutz befreit werden und falls nötig, gesaugt beziehungsweise gewischt werden“, erklärt Markus Brendle.
Sind die Vorarbeiten abgeschlossen, kann der Trockenklebstoff verlegt werden. Im ersten Schritt bringt man die Randtapes sowie die Flächentapes auf der zu beklebenden Fläche an. Soll Bahnenware verklebt werden, legt man diese nun aus und schneidet sie zu. Der Bodenbelag wird im nächsten Schritt zurückgeschlagen, um das Schutzpapier abziehen zu können. Danach kann der Bodenbelag in den Trockenkleber eingelegt werden. Durch Anreiben erzielt man ein perfektes Endergebnis.
Etwas anders gestaltet sich die Verlegung bei Fliesen- oder Plankenware. Auf dem Schutzpapier der angebrachten Rand- und Flächentapes erfolgt das Festlegen der ersten Plankenreihe als „Anlegelinie“. Anschließend wird das Schutzpapier bis zur „Anlegelinie“ – idealerweise unter Nutzung eines Bodenleger-Lineals als Abreißkante – entfernt. Nach diesem Schritt können die Belagsplanken entlang der Anlegelinie angebracht und angerieben werden. Dem Andrücken kommt eine besondere Bedeutung zu: Erst dadurch kommt beim Trockenkleber die Klebkraft zustande.

Schneller und einfacher
Unterm Strich bietet die Trockenverklebung einige Vorteile. „Die Verlegung mit Trockenklebstoffen ist für den Verarbeiter tendenziell etwas einfacher“, urteilt Brendle und begründet, weshalb das so ist: „Fehlstellen und Klebstoffnester, wie sie bei Nassklebstoffen aufkommen können, sind bei Trockenklebstoffen ausgeschlossen. Es ist keine ,Ablüftzeit‘ zu beachten. Damit ist die Gefahr von Blasenbildung wegen zu frühem Einlegen ausgeschlossen.“ Die Verlegung mit Trockenklebstoffen ist für den Verarbeiter aber nicht nur einfacher, sondern auch entspannter. „Es besteht keine Begrenzung im Einlegefenster. Der Klebstoff ist nicht irgendwann ,tot‘. Damit kann der Verarbeiter in Ruhe und in eigenem Tempo den Belag einbringen. Arbeitsunterbrechungen (z. B. Pausen, Abstimmungsgespräche oder Feierabend) sind jederzeit möglich. Der Klebstoff verliert keine Klebkraft. Besonders ungeübte Verarbeiter profitieren von diesen Eigenschaften“, weiß Markus Brendle.
Und wie sieht es mit der Wirtschaftlichkeit aus? „Bei der Verlegung in neuen Objekten ist die Verlegezeit mit Trockenklebstoffen und Nassklebstoffen in etwa vergleichbar“, räumt der Produktmanager ein. Hier lägen die Vorteile beim Verzicht auf die Ablüftezeit, der flexiblen Einlegezeit sowie der rückstandsfreien Entfernbarkeit. Anders sieht es im Renovierungsfall aus. „Bei der Verlegung in bestehenden Objekten (Renovierungen) entfällt bei der Verwendung von Trockenklebstoffen der Aufwand zur Entfernung des Altbelags und dem Neuaufbau (Grundieren, Spachteln, Schleifen). Der Trockenklebstoff und der neue Belag werden einfach auf den bestehenden Bodenbelag geklebt“, nennt Brendle die Vorteile.

Mehr Informationen:

Uzin Utz AG

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