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Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main: Förderkreis "Montagsmaler"

Förderkreis Montagsmaler
Mit Perspektive

Die Förderkreis „Montagsmaler“ der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main bietet vielseitige Weiterbildung in traditioneller Handwerkskunst.

Autorin I Fotos: Susanne Wierse

Ein Montagabend, 18:00 Uhr im Bethmannpark Frankfurt. 11 junge Maler und Malerinnen stehen mit großen Zeichenblöcken bereit. Es ist Zeit für die „Montagsmaler“. Heute steht perspektivisches Freihandzeichnen auf dem Ausbildungsprogramm. Ihr Dozent ist Norbert Dehmel, der sich in seiner jahrzehntelangen Praxiserfahrung auf historische Maltechniken und Illusionsmalerei spezialisiert hat.

Freihandzeichnen

Hier sollen Skizzen vom Chinesischen Pavillon im Garten des Himmlischen Friedens entstehen. Es ist keine leichte Aufgabe, proportionsgerecht und naturalistisch wirkende Freihandzeichnungen zu erstellen. Doch die jungen Leute machen sich ungezwungen ans Werk. Norbert Dehmel betreut die Übertragung der Maßstäblichkeit und zeigt und erklärt, worauf es bei Skizzen ankommt. „Ein noch so gutes Foto kann nicht, was eine essenzielle Freihandzeichnung kann. Hier wird nur abgebildet, was wirklich entscheidend ist.“

Freude am Beruf

Freude am Beruf und Durchhaltevermögen bringen die jungen Maler mit, die sich an 30 Montagabenden im Jahr für drei Stunden treffen. Alle stammen aus Malerbetrieben in Frankfurt sowie Stadt und Kreis Offenbach und sind Teilnehmer des Förderkreises „Montagsmaler“. Der Förderkurs wurde 2017 ins Leben gerufen und ist Teil der langfristig angelegten Ausbildungsoffensive der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main. Zur Intention erklärt Felix Diemerling, Geschäftsführer der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main: „Der industrielle Fortschritt bringt es leider mit sich, dass im Laufe der Zeit viel an traditioneller Handwerkskunst verloren geht.“ Mit den Montagsmalern bieten wir dem engagierten Nachwuchs eine Plattform, die verschiedenen Techniken zu erlernen und die Ausbildung zu vervollkommnen. Damit können wir diese für die Zukunft erhalten.“

Freihandzeichnen im Bethmannpark in Frankfurt

Der Montagabend

Und so treffen sich die elf jungen Maler und Malerinnen üblicherweise montagabends von 18 bis 21 Uhr im Ausbildungszentrum der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main in Frankfurt und erlernen Techniken wie Vergoldung, Marmorierung, Delfter Malereien mit Reißlackoptik oder auch Kalligrafie.

Von der ersten Staffel an mit dabei ist auch Jacqueline Kuhn, duale Studentin Bauingenieurwesen an der Frankfurt University of Applied Sciences und amtierende deutsche Meisterin im Malerhandwerk. Sie erfuhr durch ihren Chef von dieser Möglichkeit: „Ich war sofort begeistert und konnte mir diese einmalige Chance nicht entgehen lassen“. Ihre Erwartung, hier hochkarätige Techniken zu erlernen, hat sich voll erfüllt. „Wir wollen nicht nur Techniken vermitteln, sondern sie auch aus der Schatzkiste herausholen, damit wir im Handwerk eigenständig sind“ ergänzt Norbert Dehmel, schließlich „unser Kapital ist eine standfeste Handwerksausausbildung.“


PraxisPlus

Über die Innung

Die Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main vertritt in Frankfurt, Darmstadt (Stadt & Land) und Offenbach (Stadt & Land) über 230 Mitglieder aus den Berufen Maler- und Lackierer und Fahrzeuglackierer. Sie ist damit eine der mitgliedsstärksten Innungen Deutschlands.

Der Förderkurs „Montagsmaler“ wendet sich an alle jungen Maler bis 35 Jahre und ist Teil der langfristig angelegten Ausbildungsoffensive der Maler- und Lackiererinnung Rhein-Main. Deren Ziel ist die Sicherung von gut ausgebildeten Fachkräften für das Maler- und Lackiererhandwerk. Weitere Informationen:

www.farbe-rhein-main.de


Ein noch so gutes Foto kann nicht, was eine essentielle Freihandzeichnung kann.

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