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Schwarzer Beton - Mithilfe einer Sol-Silikatfarbe

Schwarzer Beton
Schwarz statt Grau

Beton ist meistens grau. Doch das lässt sich ändern. Mithilfe einer Sol-Silikatfarbe lässt sich der Baustoff der Moderne schnell in trendiges Schwarz kleiden – ohne dabei den Betoncharakter zu übertünchen.

Autorin: Susanne Sachsenmaier-Wahl

Schwarze Fassaden waren lange Zeit tabu – sei es aus ästhetischen Gründen oder aber weil es an der technischen Umsetzbarkeit scheiterte. Seit einigen Jahren trifft man jedoch immer öfter schwarze Gebäude an. „Schwarze Fassaden sind ein Statement unserer Zeit“, sagt Georg Heinrich, Produktmanager Innenfarben und Beton bei Keim. Schwarz sei zeitlos, elegant, sei immer eine Trendfarbe und komme auch nie aus der Mode, fügt er hinzu. Schwarz provoziert aber auch, weil es den Sehgewohnheiten widerspricht. Schwarze Gebäudeoberflächen wirken homogen, weil die Fensterflächen optisch integriert werden. Für die Farbe Schwarz an Gebäuden entschieden sich deshalb meist designaffine Personen, wie Planer und Architekten, teilweise aber auch Bauherren, die bewusst einen Akzent im allgegenwärtigen Weiß der heutigen Architektur setzen wollten. Georg Heinrich glaubt zu wissen, was den besonderen Reiz schwarzer Gebäude ausmacht: „Dunkle Fassaden können sich kontrastreich vom Hintergrund der Natur abheben, sodass die Architektur zum zentralen Element der Landschaft wird. Sie können aber auch eine Möglichkeit sein, Gebäude in die Landschaft zu integrieren.“ Schwarz schluckt Schatten, reduziert Plastizität und lässt Volumina schlanker wirken – in Zeiten hochgedämmter, dicker Wandaufbauten eine willkommene Eigenschaft.

Sol-Silikatfarbe in 5 Schwarznuancen

In den meisten Fällen sind es moderne, geradlinige Gebäude, die in Schwarz getaucht werden. Und die sind häufig aus Beton erbaut. Vor allem schnörkellose Sichtbetonflächen, die schlicht durch ihren Materialcharakter bestechen, und puristisches Schwarz scheinen eine attraktive Kombination zu sein. Auf diese Erkenntnis hat man bei Keim reagiert und eine Sol-Silikatfarbe zur Betonflächengestaltung in fünf Schwarznuancen entwickelt. Von Georg Heinrich möchten wir wissen, wie ein Beschichtungsstoff beschaffen sein sollte, damit er schwarz getönt werden kann. „Er sollte beim stärkeren Aufheizen der Oberfläche, bedingt durch die solare Absorbtion des Pigmentes, nicht anfällig für Risse sein. Die Beschichtungsmatrix sollte dermaßen formuliert sein, dass keine Farbbestandteile enthalten sind, die durch Bewitterung sichtbar werden, z.B. Füllstoffe, die die Oberfläche aufhellen.“ Zusammenfassend sagt der Produktmanager: „Die Pigmentierung sollte mineralisch und das Bindemittel bevorzugt silikatisch oder sol-silikatisch sein.“

Schwarzer Beton: Wasserabweisend und farbstabil

Allen oben genannten Anforderungen entspricht Concretal Black, wie Keim seine schwarze Sol-Silikatfarbe nennt. Über ihre Eigenschaften erfahren wir von Georg Heinrich folgendes: „Concretal Black ist wasserabweisend, gleichzeitig maximal diffusionsoffen: Die Aufnahme von Niederschlagswasser wird minimiert, im Bauteil vorhandene Feuchtigkeit kann aber quasi ungehindert austrocknen. Damit wird der Wasserhaushalt reguliert und das Betonbauteil geschützt. Die Betonoberfläche wird durch das Prinzip der Verkieselung gefestigt.“ Besonders stolz ist man bei Keim auf die Farbstabilität, die bei dunklen Farbtönen ja eine entscheidende Rolle spielt: „Concretal Black ist aufgrund der mineralischen Rohstoffe absolut lichtbeständig und UV-stabil. Schwarz bleibt Schwarz!“, freut sich Heinrich (weitere Infos über die Farbe gibt es hier: bit.ly/3OekpxP).

Die mineralische Zusammensetzung hat auch Auswirkungen auf die optische Erscheinung der Farbe. „Im Gegensatz zu Beschichtungen auf Kunststoffbasis bilden silikatische Materialien keinen Film auf der Betonoberfläche. Als Bindemittel dient wasserlösliches Kaliwasserglas, das mit dem Untergrund chemisch reagiert und sich durch die sogenannte Verkieselung unlösbar mit ihm verbindet. Mineralische Bindemittel lassen die Lichtstrahlen direkt auf das farbgebende Pigment treffen, von wo sie in einem bestimmten Winkel kristallin reflektiert werden. So kann der Untergrund trotz Beschichtung durchscheinen. Sein Materialcharakter bleibt erhalten und wird sogar gesteigert, wenn die Betonbestandteile unmittelbar unter der Oberfläche ein partiell abweichendes Saugverhalten verursachen und zu unterschiedlichen Farbintensitäten führen“, erklärt der Produktmanager. Georg Heinrich sieht aber noch weitere Vorteile gegenüber einer Dispersionsfarbe: „Es erfolgt eine enorm schnelle Rücktrocknung durch den äußerst niedrigen sd(H2O)-Wert. Durch das antistatische und nicht thermoplastische Bindemittel besteht nur eine minimale Verschmutzungsneigung.“

Mineralisch matt und deckend

Die Verarbeitung erfolge wie bei anderen Fassadenfarben, lässt uns Heinrich wissen: „Concretal Black kann gestrichen, gerollt oder gespritzt werden. Bei starker oder stark unterschiedlicher Untergrundsaugfähigkeit sollte mit Concretal Fixativ grundiert werden, um ein homogeneres Anstrichbild zu erzielen.“

Auch wenn der Materialcharakter des Betons durch die neue Farbe erhalten bleibt – es handelt sich nicht um eine Lasur, wie man vielleicht vermuten könnte. Die optische Erscheinung fasst Heinrich so zusammen: „Mineralisch matt, deckend und in fünf Farbnuancen erhältlich.“ Schwarz ist bei Keim also nicht gleich Schwarz. Concretal Black wird in einem reinen Schwarz („Purity“) angeboten sowie mit bläulichem („Pearl“), grünlichem („Forest“), rötlichem („Aurora“) und gelblichem („Eclipse“) Farbstich. Auf die Frage, welcher der Schwarztöne denn der beliebteste sei, erhalten wir von Georg Heinrich die Antwort, die wir fast schon erwartet hatten: „Das beliebteste Schwarz ist Purity – ein extrem tiefes Schwarz.“

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