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Siegfried Federl verstorben

Nachruf
Siegfried Federl verstorben

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Siegfried Federl, der vielfältige Wege mitgebaut hat und der nun seinen letzten Weg am 20. Januar 2022 gegangen ist, gilt unser aller Dank für die getane Arbeit. Foto: Fachschule für Farb- und Lacktechnik, München

Siegfried Federl hat in 14 Jahren ab 1964 als Fachlehrer und in knapp 20 Jahren bis 1997 als Schulleiter der Städtischen Fach- und Meisterschulen in München viele Wege angeboten und Widrigkeiten überwunden, wenn er von der Richtigkeit des Zieles überzeugt war. So initiierte er im Jahr 1986 in Baden-Baden den Arbeitskreis Schulen, der seit 1987 bundesweit, in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss des Bundesverbandes, die Schulstrukturen erfasst, die Zusammenarbeit der Schulen und Lehrkräfte koordiniert und durch Fortbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte gezielt den Stand der Aus-, Fort- und Weiterbildung im Maler- und Lackiererhandwerk auf dem neuesten Stand der technischen Entwicklung hält. Er gründete 1980 die Städtische Meisterschule für das Vergolderhandwerk, die im Verlauf ihres Bestehens unzähligen Kirchenmalerinnen und Kirchenmalern und Vergolderinnen und Vergoldern den Weg geebnet hat. Ebenso räumte er, in einer Zeit die von Vorurteilen und Widerständen gepflastert war, die fast unüberwindlichen Steine für die Fortbildung zum Restaurator im Handwerk in Bayern aus dem Weg. Wie vorausschauend und zukunftsträchtig diese eingeschlagene Richtung war, spiegelt sich in der neu erlassenen Ausbildungsordnung aus dem Jahr 2020 wider. Der Restaurator im Handwerk als „Master Professional“ würdigt in Gänze die von Federl weitsichtig begangenen ersten Schritte. Als engagierter Wegbereiter und scharfsinniger Planer zeigte sich Siegfried Federl in der Umsetzung der neuen Ausbildungsordnung im Maler- und Lackiererhandwerk im Jahr 2002 und schaffte damit die Voraussetzung für die Integration der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege in das Berufsbild der Maler- und Lackierer. Meilensteine setzten er und sein Team an der Fach- und Meisterschule, aber auch im Rahmen der Aktionsschauen des Bundesverbandes für Farbe im Rahmen der Fachmessen „Farbe“, die spätere Fachmesse „Farbe, Ausbau & Fassade“ in München und Köln. Sein Anliegen war es, dass das Malerhandwerk im „Fluß der Zeit“ einer gesicherten Zukunft entgegensteuert. Mit den Aktionsschauen sollten die Spitzenleistungen des Malerhandwerks im dreijährigen Turnus präsentiert werden. Sicherlich sein liebstes Bauvorhaben auf dem Weg zur Sicherung der Schulqualität und zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler an der Fach- und Meisterschule war die Gründung des „Münchner Farbkreis“ im Jahr 1988.

Zusammen mit Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern, Industrie und Betrieben entwarf Federl ein Drehkreuz, das seither ganz der Förderung der schulischen Ausbildung an den Fach-und Meisterschulen gewidmet ist. Mit Fachseminaren, Ausstattung der Unterrichte und Unterrichtsräume mit Geräten, Maschinen und Fachliteratur und gezielter finanzieller Unterstützung begegnen sich hier zur Zeit ca. 400 ehemalige und aktive Schülerinnen und Schüler zum Wohl und für die Zukunft der Fach- und Meisterschulen in München.

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