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Trockenbauwerkzeuge - Clevere Helferlein

Trockenbauwerkzeuge
Clevere Helferlein

Trockenbauwerkzeuge helfen dabei, saubere und rationelle Trockenbauarbeiten auszuführen. Wir stellen eine Auswahl an praktischen Helfern vor.

Autorin: Susanne Sachsenmaier-Wahl | Fotos: Knauf

Häufig sind es die kleinen Dinge, die das Leben leichter machen. Das gilt auch für den Trockenbau. Auch hier können (kleine), auf den ersten Blick unspektakuläre Trockenbauwerkzeuge die Arbeit erheblich erleichtern und beschleunigen. Wohl kaum ein Handwerker würde vermutlich auf die Idee kommen, die Schrauben von Hand in die Gipsbauplatten zu drehen. Dagegen ist es immer noch gängige Praxis, die Plattenkanten mit dem Cuttermesser anzuschrägen. Diese „Schnitzarbeiten“ sind nicht nur gefährlich, weil das Messer schnell mal abrutschen kann, die angefaste Kante ist in der Regel auch alles andere als gleichmäßig. Deutlich exakter lassen sich Plattenkanten mit einem Kantenhobel anfasen. Mit ihm ist die Herstellung eines gleichmäßigen Fugenbilds ein Kinderspiel. Der Hobel arbeitet mit zwei (z. B. bei den Kantenhobeln von Knauf, Rigips und Würth) beziehungsweise drei (z. B. beim Wolfcraft Kantenhobel) hintereinanderliegenden Klingen, wodurch besonders saubere Schnitte erzielt werden. Ausgefranste Kartonränder gehören der Vergangenheit an.

Der baden-württembergische Werkzeughersteller Reiß bietet einen Kantenhobel an, der gleichzeitig auch zum Raspeln von Plattenkanten genutzt werden kann. Durch einfaches Umdrehen des handlichen Werkzeugs wechselt man vom Raspeln zum Fasen (bit.ly/3ItXQDe). Andere Hersteller bieten separate Raspelhobel an. Durch das Raspeln werden auf der Baustelle geschnittene Plattenkanten besonders einfach geglättet.

Trockenbauwerkzeuge: Bequemer, sauberer Zuschnitt

Raspelhobel und Kantenhobel kommen also dann zum Einsatz, wenn Platten zugeschnitten werden müssten. Bleibt die Frage, wie sich der Zuschnitt der Platten am besten bewerkstelligen lässt. Selbstverständlich können Gipsplatten einfach mithilfe einer Schiene und eines Cuttermessers angeritzt und anschließend über eine Kante gebrochen werden. Nun muss noch der Rückseitenkarton durchgetrennt werden und fertig ist das Passstück. Mithilfe eines speziellen Plattenschneiders (z. B. von Güde oder Knauf) können dank zweier gegenüberliegender Messer Vorder- und Rückseitenkarton gleichzeitig angeritzt werden. Durch einfaches Knicken des Gipskerns erhält man Plattenstücke mit sauberen Kanten. Das Gerät von Knauf etwa erlaubt den Zuschnitt von Streifen zwischen 30 und 630 Millimetern, wodurch beispielsweise auch das Halbieren einer Platte möglich ist. Dank einer eingeprägten Skala kann die gewünschte Breite direkt am Gerät eingestellt werden, ein Zollstock ist hierfür überflüssig. Beim Gipskartonschneider mit Schiene von Wolfcraft wird zunächst nur der obere Karton durchtrennt. Nach dem Brechen der Platte zieht man den Schneidwagen in die Ausgangsposition zurück, wobei nun der untere Karton durchtrennt wird. Die Breite des Streifens ist bei diesem Gerät nicht festgelegt. Die Länge der Schiene beträgt jedoch lediglich 90 Zentimeter, mit einer optionalen Verlängerung lässt sie sich auf 1,90 Meter erhöhen (ein Video zum Gipskartonschneider von Wolfcraft gibt es hier: bit.ly/3oyDv7S).

Meist sind aber nicht die Zuschnitte größerer Plattenteile das Problem. Eine Herausforderung sind vielmehr schmale Streifen – zumindest dann, wenn sie per Anritzen und Brechen ausgeführt werden. Denn häufig lassen sich schmale Streifen von nur wenigen Zentimetern nicht exakt an der gewünschten Stelle über die Kante brechen. Nicht selten zerbrechen sie dabei in viele kleine Einzelteile. Abhilfe für dieses Problem könnte ein kleines handliches Gerät mit zwei gegenüberliegenden runden Messern schaffen. Mit dem Streifenschneider lassen sich schmale Streifen bis 120 Millimeter in einem Zug exakt abtrennen.

Sind die Platten dann schließlich verlegt, kommt es vor allem auf die Spachtelarbeiten an, denn ein guter Schluss ziert bekanntlich alles.

Glatt gespachtelt und geschliffen

Zunächst sollte man Wert auf eine gute Glättkelle legen. Idealerweise besitzt das Edelstahlblatt abgerundete Ecken, um eine Gratbildung zu vermeiden. Sehr gut eignet sich ein im Vergleich zu herkömmlichen Glättkellen längeres und schmaleres Blatt für das Verspachteln von Trockenbaufugen. Zum vollflächigen Verspachteln sollte man dagegen besser zu einem Flächenspachtel greifen. Seine Größe und der spezielle Griff ermöglichen ein flaches, wellenfreies Abziehen – auch mit beiden Händen.

Wer häufig Trockenbauarbeiten ausführt, weiß, wie zeitintensiv das Einspachteln von Außeneckschienen sein kann. Erleichtern kann diese Arbeit der „Knauf Hopper“, ein Spachteltrichter, in den pastöse Spachtelmasse eingefüllt wird. Die abgelängten Eckschienen werden nun durch eine Öffnung des Spachteltrichters geführt und dabei gleichmäßig mit Spachtelmasse benetzt.
Die Schiene muss nur noch an die Ecke angelegt, mit einem Eckenroller angepresst und beigespachtelt werden (über den Knauf Hopper berichtete das Malerblatt ausführlich in einer früheren Ausgabe: bit.ly/3Gk7J4o).

Weil glatte Oberflächen ohne Schleifarbeiten kaum machbar sind, bietet Knauf auch hierfür ein Hilfsmittel an: eine Absaugung für den manuellen Schliff. Der Handschleifer mit Schleifgitter verfügt über einen Absaugschlauch samt Staubsauger-Multiadapter. Der Staub kann von jedem beliebigen Staubsauger aufgenommen werden.

Video zur Handhabung der Trockenbauwerkzeuge: bit.ly/33f7MAB



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