Der Hauptverband Farbe Gestaltung Bautenschutz zeigte in Osnabrück, dass die zweite Stufe der VOC-Verordnung den Malern die Chance bietet, sich als Umwelthandwerker zu etablieren.

Umwelthandwerk

Hier fiel kein Farbeimer um, sondern der Klecks war Teil der Ausstellung „Magie der Farbe“, die den Teilnehmern in einer Führung von Hanjo Volke erläutert wurde. Foto: Bärbel Bosch
Am 12. Februar 2009 tagten in Osnabrück die Ausschüsse PR-Öffentlichkeitsarbeit sowie Technik, Werkstoff und Umwelt. Ein großer Themenkomplex drehte sich um die zweite Stufe der VOC-Verordnung (VOC = Volatile Organic Compounds, das heißt flüchtige organische Verbindungen). Ab dem 1. Januar 2010 gelten strengere Grenzwerte für lösemittelhaltige Farben, Lacke und Lasuren und diese „werfen einen großen Strauß von Fragen auf, die beantwortet werden wollen“, stellte Karl-August Siepelmeyer, Präsident des Hauptverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz, fest. Deshalb hat der Hauptverband in Kooperation mit Sikkens eine Initiative mit dem Titel „Auftrag mit Zukunft, VOC 2010 – Umweltschutz als Chance für erfolgreiche Kundenbindung“ ins Leben gerufen.

Ziel der Kampagne ist es, die Innungsmitglieder nicht nur fit zu machen in der Verarbeitung VOC-konformer Produkte, sondern die Verordnung auch als Chance zu nutzen, sich als Experten für Ökologie zu zeigen. „Damit bietet sich für uns Maler und Lackierer auch die Gelegenheit, unseren Kunden klarzumachen, wie sehr wir heute ein Umwelthandwerk sind“, erläuterte Karl-August Siepelmeyer. Das Leistungsspektrum der Fachbetriebe sei bereits heute, etwa durch Wärmedämmung und damit der Einsparung von CO2, darauf ausgerichtet, Umweltschutz vom Malermeister zu bieten.
„Nutzen Sie die Gunst der Stunde“, appellierte Prof. Dr. Michael Bernecker vom Deutschen Marketing Institut in Köln in seinem Vortrag „Wie sich mit Umweltschutz Geld verdienen lässt.“ Trends wie Bio, Wellness und Selfness (Selbsterfahrungskultur) sowie das wachsende Umweltbewusstsein bringen die Konsumenten dazu, auch bei Handwerksarbeiten auf Gesundheit zu achten und an die Umwelt zu denken. „Menschen investieren in sich selber“, so Michael Bernecker. Wenn die Betriebe das Thema der VOC-konformen Produkte offensiv und positiv angehen, können sie damit auf die grüne Welle aufspringen. Wer jedoch mit einem negativen Impuls in den Markt gehe und darüber klage, vor welche Probleme die neuen VOC-Grenzwerte sein Handwerk stellten, der bekomme die rote Karte gezeigt, warnte Michael Bernecker.
In seinem Vortrag über die beschichtungstechnischen Herausforderungen der VOC-Vorgaben für die Hersteller und Verarbeiter versichert Richard Rüttermann, Leiter Technik Sikkens: „Es wird einiges anders, aber nicht schlechter“. Produkte mit weniger Lösemitteln müssen Oberflächen erzielen, welche heutige Alkydharz-Produkte mindestens erreichen, und das bei gleichzeitig vergleichbaren Verarbeitungseigenschaften und Widerstandsfähigkeit. Sikkens bietet bei den lösemittel- als auch bei den wasserbasierten Lack- und Lasurensystemen ein komplettes VOC-konformes Sortiment. Maler und Lackierer müssen laut Richard Rüttermann nur bei wenigen Produktgruppen umdenken oder andere Werkzeuge einsetzen.
Nach den Vorträgen konnten sich die Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes auf die Spuren von van Gogh begeben. In der Kunsthalle Dominikanerkirche waren inmitten der Ausstellung „Magie der Farbe, Pastose Malerei, Farbkörper, Farbräume“ drei Workshop-Bereiche errichtet. In diesen konnten die Maler die Produkte testen und sich nebenbei bei einem guten Essen über Kunst und Malerei austauschen.
Weitere Informationen zur Qualitätsoffensive gibt es bei
www.farbe.de, www.farbe.de Bärbel Bosch

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