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Die Vorteile von Glasgewebe

Caparol Wandbeläge
Die Vorteile von Glasgewebe

Glasgewebe wird geschätzt wegen der unkomplizierten Verarbeitung, Robustheit und rissüberbrückenden Eigenschaften.

In gestalterischer Hinsicht waren sie bislang meist nicht die erste Wahl. Das soll sich mit einer Kollektion neuer Glasgewebe mit modernen Quarzdesigns, die auf der Farbe – Ausbau & Fassade erstmals vorgestellt wurden, ändern. Dass der Maler lieber mit den Händen statt mit den Augen schaut, wurde am Caparol-Messestand in Köln einmal mehr deutlich. Dort präsentierte der hessische Farbenhersteller unter anderem das neue GlasgewebeCapaver ElementEffects. Dieses Glasgewebeweist dreidimensionale Dessins aus unterschiedlich großen Quarzpartikeln auf. Und diese galt es für die Maler nicht nur zu sehen, sondern eben auch zu spüren. Natascha Glenz, Produktmanagerin Dekorative Innenwandtechniken bei Caparol, dürfte darüber erfreut sein. Für sie machen nämlich gerade seine ausgeprägten dreidimensionalen Strukturen den neuen Wandbelag zu etwas Besonderem: „Die dreidimensionalen Strukturen ermöglichen, dass das Material bis zu fünfmal neu beschichtet werden kann. Bei Glasgewebe mit reduzierten Strukturen verlieren sich diese mit jeder Beschichtung deutlich.“ Doch die Quarzstrukturen machen den Wandbelag selbstverständlich nicht nur bei mehrmaliger Renovierung interessant. Die feinen Allover-Strukturen, organisch wirkenden Muster oder deutlichen linearen Dessins leben vom Spiel mit Licht und Schatten, das sich nach der deckenden Beschichtung ergibt. Dazu kommt ein Matt-Glanz-Effekt, der sich aus dem Wechselspiel von feinem Glasgewebeund Quarzpartikeln ergibt. Besonders extravagant wirken die Strukturen mit einer Metallicbeschichtung, bewusst schlicht, dabei aber nicht weniger edel, erscheint der Wandbelag nach einer matten Beschichtung.

Die dreidimensionalen Strukturen aus Quarzpartikeln zaubern ein interessantes Spiel mit Licht und Schatten sowie einen Matt-Glanz-Effekt an die Wand.


Extrem belastbar

Trotz seines außergewöhnlichen gestalterischen Potenzials sieht Natascha Glenz die eigentliche Stärke des neuen Glasgewebe aber in einem anderen Punkt: „Das Besondere an Capaver ElementEffects ist die mechanische Belastbarkeit. Das Glasgewebein Kombination mit den Quarzsandstrukturen weist eine deutlich höhere Zug- und Stoßfestigkeit auf als herkömmliche Glasgewebeund hält somit Belastungen deutlich besser stand.“ Die höhere Zug- und Stoßfestigkeit ist auf eine spezielle, engmaschige Webtechnik des GlasgewebeTrägermaterials zurückzuführen. Durch die von Natur aus harte und abriebfeste Quarzbeschichtung ist die Oberfläche außerdem sehr gut gegen mechanische Beeinträchtigungen geschützt. Im Gegensatz zu geschäumten, beflockten oder geprägten Strukturen können die Quarzstrukturen auch durch Schaben, Kratzen oder Stoßen kaum beschädigt werden. Selbst wenn bei extremer punktueller Stoßbelastung eine Delle im Untergrund zurückbleibt, überbrückt das elastische Glasgewebediese und bleibt intakt. „Gerade durch diese hohe Belastbarkeit kann das Material auch in stark frequentierten Bereichen, wie z.B. in Fluren, eingesetzt werden,“ weiß Natascha Glenz.

Doch mit seiner hohen Belastbarkeit in Kombination mit seinem ansprechenden Design wird der Wandbelag auch andere Bereiche erobern, in denen Glasgewebebislang eher die Exoten waren. Natascha Glenz: „Ebenfalls interessant ist das Produkt für repräsentative Objekte, wie etwa Hotels. Hier gilt es, ein belastbares Material zu verarbeiten, das dennoch moderne und vielfältige Designs gewährleistet.“ Auch in gewerblich genutzten Räumlichkeiten, wie Boutiquen, Restaurants oder Büros, sowie im privaten Wohnbereich dürfte das neue Glasgewebeauf großes Interesse stoßen. Aufgrund der Überstreichbarkeit kann es problemlos an jede Einrichtung individuell angepasst werden.

Alles andere als gewöhnlich: Die modernen Dessins und die Möglichkeit, Metallicfarben zur Beschichtung einzusetzen, machen das Glas- gewebe zum stylishen Wandaccessoire.


Gewohnte Verarbeitung

Auch der finanzielle Rahmen wird durch den Einsatz des neuen Glasgewebe nicht extrem strapaziert. „Im Vergleich zu technischen Glasgewebe ist dieses Design-Gewebe auf den Quadratmeter im Material ein wenig teurer. Dies ist vor allem durch die Struktur mit Quarzsand zu begründen,“ erklärt Natascha Glenz. „Da die Verarbeitung analog zu herkömmlichen Geweben erfolgt, sind aber keine höheren Lohnkosten anzusetzen.“ Und diese fallen ja bekanntlich wesentlich stärker ins Gewicht. Da die Quarzstrukturen bei Capaver ElementEffects auf ein robustes Glasgewebeaufgebracht sind, kann dieses ebenso einfach und ebenso schnell in Wandklebetechnik verarbeitet werden, wie man das von Glasgewebe her gewohnt ist. Beim Caparol Wandbelags-Vorgänger „CapaQuarz“ war der Quarzsand auf einen Vliesträger appliziert, was manchem Maler das Handling erschwerte. Auch das von CapaQuarz bekannte Absanden gehört, laut Natascha Glenz, bei Capaver ElementEffects der Vergangenheit an. Die Tatsache, dass fünf der zehn neuen Dessins ansatzfrei, die restlichen fünf im geraden Ansatz zu verarbeiten sind, lässt die Verarbeitung für den Fachmann ebenfalls nicht zur großen Herausforderung werden. Natascha Glenz zeigt sich mit der Entwicklung des neuen Glasgewebe jedenfalls rundum zufrieden: „Mit Capaver ElementEffects haben wir einen hochwertigen, hochmodernen Wandbelag kreiert, der rasch eine große Fangemeinde finden wird und der dem Fachhandwerk neue Anwendungsmöglichkeiten sowohl im Privat- als auch im Objektbereich erschließt.“ Na, dann: nichts wie ran an die Wand!

Durch die Kombination von Robustheit und Design eignet sich der Wandbelag sehr gut für repräsentative, hoch frequentierte Bereiche, wie etwa Hotelbars. Fotos: Caparol

Susanne Sachsenmaier-Wahl
Quelle: Malerblatt 05/2013
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