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Altbausanierung

Altbausanierung
Leicht und trotzdem stark

<Die Altbausanierung und der Ausbau von Dachgeschossen bringen viele Herausforderungen mit sich. Eine davon: Die vorhandenen Decken sind oft nicht für schwere Bodenaufbauten geeignet. Ein Leichtestrich-Systemboden könnte eine Alternative zum Trockenestrich sein.

Autorin: Susanne Sachsenmaier-Wahl I Fotos: Ardex

In Zeiten, in denen Wohnraum knapp ist, denkt manch einer über den Ausbau des ungenutzten Dachgeschosses nach. Häufig steht man dann vor der Problematik, dass die vorhandenen Holzbalken- oder Holzdielendecken hinsichtlich der Tragfähigkeit für einen schweren Bodenaufbau nicht geeignet sind. Meist wird in diesen Fällen ein Trockenestrich in Erwägung gezogen. Dieser punktet durch einen leichten Aufbau und eine geringe Höhe, es wird keine Feuchtigkeit in das Gebäude eingetragen und Wartezeiten nach der Verlegung müssen nicht eingehalten werden. Allerdings werden an die Ebenheit des Untergrunds, auf den die Trockenestrich-Elemente verlegt werden, hohe Anforderungen gestellt. Schiefe Böden – die in Altbauten ja meist an der Tagesordnung sind – müssen also vorher egalisiert werden, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. Auch wird das exakte Zusägen und anschließende Verkleben bzw. Verschrauben der Trockenestrichelemente von vielen Handwerkern als aufwendig empfunden.

System aus drei Komponenten bei der Altbausanierung

Ein neuer Leichtestrich-Systemboden könnte in diesen Fällen eine Alternative zu einem Trockenestrich bei der Altbausanierung sein. Er besitzt ein ähnlich geringes Flächengewicht (27 kg pro Quadratmeter bei 18 Millimetern Aufbauhöhe) wie ein Trocken-estrich, lässt sich aber ähnlich wie ein Nassestrich (flüssig) aufbringen.

Der Systemboden, der vom Wittener Baustoffhersteller Ardex entwickelt wurde, besteht aus drei Komponenten: einer gebundenen Leichtschüttung, einem Armierungsgewebe und einer Spachtelmasse. Die gebundene Leichtschüttung ermöglicht dabei Schichtdicken von 8 bis 300 Millimeter in einem Arbeitsgang und kann so perfekt Unebenheiten im Untergrund ausgleichen. Der fertig gemischte Leichtestrichmörtel setzt sich aus Zementbindemittel und EPS-Granulat, das laut Hersteller zu 100 Prozent aus HBCD-freiem Recyclingmaterial besteht, zusammen. Die Schüttung verfügt über gute Wärmedämmeigenschaften (Wärmeleitzahl 0,10 W/mK), ist nicht brennbar (Brandverhalten A2) und lässt sich leicht verarbeiten. Der Einsatz mit Flächenheizungen ist möglich. „Zudem kann das Material auf Betonböden oder auf Bauwerksabdichtungen eingesetzt werden oder wenn der Untergrund sehr uneben ist oder darauf viele Leitungen und Kabel verlegt sind,“ ergänzt Ardex-Produktmanager und Bauingenieur Lars Grote.

Einbau in drei Schritten

Die Leichtschüttung wird mit der vorgegebenen Menge Wasser vermischt und mit der Abziehlatte wie ein klassischer Estrich höhengerecht abgezogen und mit einem Estrichschwert nachgeglättet.

Um die Spachtelmasse später in einer weitestgehend gleichmäßigen Schichtdicke auftragen zu können, sollte man die Leichtschüttung so planeben wie möglich ausführen.

Nach etwa 12 Stunden ist die Schüttung begehbar. Nun kann das Armierungsgewebe verlegt werden. Das alkalibeständige Glasseidengewebe gibt der Konstruktion die notwendige Stabilität. Überdeckt wird das Gewebe durch einen selbstglättenden Dickschichtausgleich. Seine guten Verlaufseigenschaften sorgen für eine planebene Oberfläche. Auf diese können nachfolgend die verschiedensten Bodenbeläge verlegt werden: textile und elastische Bodenbeläge, Designbeläge/LVT, Kautschukbeläge, Linoleum, PVC- und CV-Beläge, Fertigparkett, Massiv-Parkett, Fliesen (auch großformatige bis zu einer Größe von 60 x 120 Zentimeter) und Naturstein. Je nach Bodenbelag variiert die Trocknungsdauer des Systemaufbaus. Keramische Fliesen können bereits nach 36 Stunden verlegt werden, bei elastischen und textilen Bodenbeläge oder Mehrschichtparkett sollte etwa viereinhalb Tage gewartet werden.

Flyer zum Systemboden:
bit.ly/3uwOvFq


PraxisPlus

Der leichte Systemboden wird von Ardex unter dem Namen „Stronglite“ angeboten. Er besteht aus drei Kom-ponenten: der gebundenen Leichtschüttung Ardex LS, dem Armierungsgewebe Ardex BU-R und der Spachtelmasse Ardex K 71.

Weitere Informationen:

bit.ly/3RjPEK2

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