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Ansichtssache

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Flachverblender, keramische Beläge, Bossenplatten, Fassadenprofile, Putze und natürlich die Farbe – mit der Schlussbeschichtung eröffnen sich zur Gestaltung einer wärmegedämmten Fassade nahezu unendliche Möglichkeiten. Unterschiedlichste Materialien und Systeme liefern beste Aussichten für unverwechselbare Ansichten.

Dieter Klasen, Andreas Krechting, Brillux

Individuell gestaltete Fassaden sind häufig echte Blickfänge. Das gilt selbstverständlich auch für Gebäude mit Fassadendämmung. Neben den gestalterischen Aspekten können mithilfe von Flachverblendern, keramischen Belägen, Bossenplatten oder Fassadenprofilen an wärmegedämmten Fassaden aber auch die oftmals hohen Anforderungen an die mechanische Belastbarkeit, öffentliche Auflagen oder die des Denkmalschutzes erfüllt werden.
Keramische Beläge
WDVS mit keramischen Belägen? Für ein WDV-System mit entsprechendem Prüfnachweis kein Problem. Bestes Beispiel dafür, was mit keramischen Belägen alles möglich ist, sind die drei Lichttürme der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn. Unter den im Zuge der Renovierung auf die Türme neu aufgebrachten blauen Fliesen verbirgt sich ein WDV-System. Für den kegelförmigen Baukörper wurde ein Sanierungssystem gefunden, welches eine Entkoppelung des Fliesenbelages vom Betongrund gewährleistet und gleichzeitig den Witterungsbelastungen Rechnung trägt. Auch die moderne Architektur unterstützt mit Kuppeldächern, Säulengängen, raumhohen Fensterelementen oder dem Verzicht auf große Dachüberstände die gestalterische Kombination von Klinker- und Putzflächen. Sowohl Fliesen wie Spaltklinker überzeugen dabei durch höchste Dämmwirkung und Stoßbelastbarkeit. Da sowohl die Ausführung wie die Materialien nicht unerheblich von der Standardausführung mit einem dünn- oder dickschichtigen Oberputz als Schlussbeschichtung abweichen, sollte, wie erwähnt, auf die bauaufsichtliche Zulassung geachtet werden. Auch das für die türkisblauen Lichtkegel der Kunst- und Ausstellungshalle ausgewählte WDV-System auf Basis von Steinlamellen-Dämmplatten mit keramischen Belägen verfügt über eine solche eigenständige baufaufsichtliche Zulassung.
Flachverblender
Vielfältigste Gestaltungsmöglichkeiten für jeden Gebäudetyp: Organisch gebundene Flachverblender verleihen wärmegedämmten Fassaden die traditionelle Optik einer Klinker- oder Sandsteinfassade. Angeboten werden zudem viele Farben und unterschiedliche Formate. Obwohl nur 6 mm flach und echte „Leichtgewichte“, sind Flachverblender äußerst widerstandsfähig gegen Witterung und mechanische Belastungen und lassen sich auf allen tragfähigen, planebenen Flächen verarbeiten. Ob voll- oder teilflächig, ganze Gebäudefassade oder nur im Sockel- oder Eingangsbereich – die Gestaltungsmöglichkeiten sind überaus vielfältig und erlauben zudem eine stilvolle Anpassung an das Erscheinungsbild der Umgebung. Besonders reizvoll ist auch das spannende Wechselspiel zwischen Klinkeroptik und Putz. Perfekt wird die Sichtmauerwerkoptik durch Eckverblender, die an allen Ecken und Kanten den massiven Steincharakter bilden.
Bossenfassaden
Selbst die Nachstellung von Bossenfassaden ist möglich. Hierzu werden WDVS Bossenplatten angeboten, spezielle Hartschaum-Dämmplatten mit werkseitig vorgefertigter, schmaler Nut. Die Verarbeitung ist denkbar einfach, denn die EPS-Hartschaum-Dämmplatten werden in dem gewünschten Bereich einfach gegen die Bossenplatten ausgetauscht. Für unterschiedliche Bossenausbildungen werden verschiedene Standard-Nutausbildungen angeboten. Mit speziellen Detailgeweben, speziellen Bossenkellen und auswechselbaren, unterschiedlichen Profilaufsätzen erfolgt dann die gezielte Bossenausbildung. Eine Schlussbeschichtung mit einem Glattputz und entsprechender Farbtonwahl verstärkt den Eindruck einer bossierten Sandsteinsockelfläche zusätzlich. Ist ein frei wählbarer Bossensteinverband gewünscht, setzt man statt der Hartschaum-Dämmplatten mit vorgefertigten Nuten unbearbeitete Dämmplatten ein und schneidet die Nuten selbst, vorzugsweise mit einem Heißdrahtschneidegerät.
Fassadenprofile
Was im Gründerstil, Neoklassizismus und Jugendstil weit verbreitet war, ist auch heute noch ganz aktuell: Die Gestaltung von Fassaden mit Fassadenprofilen. Mit den vorgefertigten Profilelementen aus Polystyrol-Hartschaum mit hochvergüteter, faserarmierter Vorbeschichtung zeigen Fassaden Profil. Zur individuellen Gestaltung gibt es Rahmen-, Gesims-, Konsolen- und Fensterbankprofile sowie Schlusssteine, Lisenen, Halbsäulen oder Dreiecksgiebel. Für die originalgetreue WDVS-Sanierung historischer Stuckfassaden bieten einige Hersteller auch die Möglichkeit, Fassadenprofile nach Abdruck vom Original exakt nachzubilden.
Fassadengestaltung mit Putz
Da es für nahezu alle Einsatzbereiche, Anforderungen und Untergründe den passenden Putz gibt, ist auch mit ihnen kreative Vielfalt angesagt. Von feinkörnig bis grobkörnig, von Kratz- und Rillenputzstrukturen bis zu Glattputzen und individuell strukturierten Modellierputzen sind sie als Schlussbeschichtung von WDV-Systemen ebenso wenig wie zur Fassadengestaltung wegzudenken. Zu unterscheiden sind organisch gebundene Putze, Fassadenputze auf Siliconharzbasis, mineralische Dekorputze auf Silikatbasis sowie Mineral-Leichtputze, deren Einsatz- und Anwendungsgebiete sich aus den unterschiedlichen Produkteigenschaften ergeben.
Zentrale Bedeutung hat in der Fassadengestaltung auch das Thema Farbe. Denn dank moderner Farbmischsysteme lassen sich für Fassaden die unterschiedlichsten Farbkonzepte realisieren. Nahezu jede Farbqualität ist in fast jedem Farbton erhältlich und kann in der benötigten Menge in Minutenschnelle nuancengenau angemischt werden.
Ein umfassendes Sortiment zur Oberflächengestaltung von WDVS bietet Brillux an. Weitere Informationen bei Brillux Tel.: (0251) 7188-0/Fax: -105 www.brillux.de
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