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Superabsorber für Fenster

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Superabsorber für Fenster

An besonders kalten Tagen kann es auch bei mehrfach verglasten Fenstern zur Kondenswasserbildung kommen.

 

Das ist im Prinzip nicht weiter tragisch, würde es nicht auf den lange feucht bleibenden Dichtungsmassen im Laufe der Zeit zur Schimmelbildung kommen. Die beginnt meist in den Ecken, breitet sich dann punktuell über die Acrylfuge aus und ist zunächst nur ein optischer Mangel, der aber bei großflächigem Befall durchaus sensiblen Menschen zu schaffen machen kann.

Jetzt wurde an den Hohenstein Instituten zusammen mit einem Industriepartner ein textiles Band entwickelt, das die Ursache der Schimmelbildung beseitigen soll. Das selbstklebende Band wird dort auf den Fensterflügel geklebt, wo gewöhnlich das Tauwasser steht. Der Superabsorberim Band nimmt das fünf- bis sechsfache des eigenen Gewichts an Wasser auf und hält so den Bereich trocken. Superabsorbersind spezielle Kunststoffe in Pulver- oder Granulatform, die beispielsweise in Windeln für trockene Zustände sorgen. Das etwa ein Millimeter starke Fensterband absorbiert das kondensierte Wasser und gibt es nach und nach wieder ab, wenn die Umgebung trocken ist. Allerdings läuft diese Regeneration laut Dr. Timo Hammer von den Hohenstein Instituten in der Textversion nicht vollständig ab, bei starkem Kondenswasseranfall sei der Superabsorbernach rund zwei Monaten erschöpft und muss ausgetauscht werden. Bei nicht täglicher Beanspruchung dürfte das Band also durchaus eine Wintersaison durchhalten.

Zusätzlich wird das Band mit einem UV-beständigen Antimykotikum ausgerüstet. Dieser spezielle Wirkstoff soll das Wachstum der Raumschimmelpilze auf dem Fensterrahmen für längere Zeit unterbinden.

Im Laufe des kommenden Jahres soll das Ergebnis des Technologietransfers auf den Markt kommen. Produziert wird es vom Wuppertaler Unternehmen Gebrüder Jaeger. So hilfreich das Band ist, es entbindet nicht davon, die Raumfeuchtigkeit durch regelmäßiges Lüften zu reduzieren.

 

Fotos: Hohenstein Institute
Autor: Armin Scharf
Quelle: Malerblatt
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