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Durchweg positive Resonanz

Technik
Durchweg positive Resonanz

Es soll schneller, sauberer, sicherer und ökologischer sein als mineralisch oder konventionell schaum- verklebte Systeme: Das neue WDV-System „Qju“ von Brillux. Ein Jahr nach der Markteinführung sprach das Malerblatt mit den Brillux-Produkt- managern Andreas Krechting und Dieter Klasen.

Herr Krechting, die Idee, Wärme- dämm-Verbundsysteme mit einem PU-Kleber zu befestigen ist nicht neu. Was ist das Besondere an Qju? Andreas Krechting: Das stimmt. Der Gedanke zur Verklebung war tatsächlich schon länger da. Schließlich liegen die Vorteile auf der Hand und drücken sich z.B. in unserem Slogan: „Geschüttelt, nicht gerührt“ deutlich aus. Allerdings haben PU-Schäume die Eigenart, mehr oder weniger stark nachzuexpandieren. Immer wieder machte dieses Verhalten bei den Versuchen ein umständliches und zudem zeitintensives Nachjustieren der Platten erforderlich – mit dem dann auch noch ernüchternden Ergebnis, dass die Dämmstoffflächen dennoch kein homogenes und ebenes Oberflächen-ergebnis zeigten. Daher erreichte ein derartiges System im Hause Brillux auch keine Marktreife.

Wie bekamen Sie die Nachexpansion schließlich in den Griff? Andreas Krechting: So ganz losgelassen hat uns dieses Thema nie. Und dann kamen wir eines Tages auf die Idee mit den Qju Fixierungswinkeln und damit auf den Clou an Qju, den wir auch gerne als „Lot-Automatik“ bezeichnen. Mithilfe der speziell entwickelten Qju Fixierungswinkel und der nur 30 cm langen Wasserwaage „Qju Shorty“ werden die Dämmplatten schnell und einfach lotrecht justiert. Die Schenkel der Fixierungswinkel sind auf der einen Seite mit einem hochviskosen Spezialkleber versehen. Dieser Spezialkleber ist die Basis für die schnelle und einfache Verbindung von Dämmplatte und Untergrund. Durch Einstecken von kleinen Kunststoffnägeln durch den zweiten Schenkel in den Dämmstoff werden dann die Dämmplatten mit dem Winkel verbunden und sind so sicher fixiert. Auf diese Weise kann der Qju Klebeschaum sich während der – im Übrigen gegenüber konventionellen PU-Schäumen deutlich reduzierten – Expansion gleichmäßig und vor allem ausschließlich parallel zum Untergrund verteilen. Ein Abdrücken der Dämmplatte durch die Schaum- expansion wird so zuverlässig unterbunden.
Und zu welchem Ergebnis führt dies im Vergleich zu anderen schaumverklebten Systemen? Dieter Klasen: Die Dämmplatten sind absolut lotrecht verklebt. Das Ergebnis sind einwandfreie, ebene Oberflächen – selbst dann, wenn der Untergrund Unebenheiten hat. Die Winkel haben zudem einen kleinen, aber überaus praktischen Zusatznutzen: Sollten sie einmal nicht am Untergrund haften, bedeutet dies, dass der Untergrund zunächst vorbehandelt werden muss, etwa durch Reinigung, Tiefgrundierung o.ä., um die dauerhaft sichere Verklebung des WDV-Systems zu gewährleisten. Die Besonderheit ist also zusammengefasst, dass Qju als erstes schaumverklebtes WDV-System auf dem Markt ein Nachjustieren oder Planschleifen während oder nach der Anbringung der Dämmplatten überflüssig macht.
Das neue System ist nun seit einem Jahr am Markt. Wie ist die Resonanz?
Dieter Klasen: Vor dem Hintergrund, dass Kredite für Energie sparende Baumaßnahmen noch nie so günstig waren, die Gas- und Ölpreise stiegen, die Mehrwertsteuererhöhung vor der Tür stand und auch der Energieausweis in greifbare Nähe rückt, haben wir natürlich mit einem Zuwachs im Bereich WDVS gerechnet. Wir waren uns auch ganz sicher, dass Qju sehr positiv aufgenommen wird. Und obwohl die Erwartungen wirklich hoch waren, hat uns diese Entwicklung dann doch überrascht. Denn mit so einem Erfolg konnte niemand rechnen.
Was heißt das konkret? Dieter Klasen: Das lässt sich am besten an beispielhaften Kundenaussagen erläutern, die uns – oft genug ohne Aufforderung – erreichten. Ob „Einmalig – eine echte Innovation“ oder „Die Schnelligkeit von Qju ist nicht zu toppen“ oder „Am meisten überzeugt die leichte und vor allem saubere Verarbeitung“. Die Resonanzen waren durchweg positiv.
Welche Erfahrungen haben Sie machen können? Andreas Krechting: Normalerweise gibt es während der Einführung eines neuen Produktes oder Systems viele Nachfragen, da der Erklärungsbedarf gerade zu Anfang recht hoch ist. Nicht so bei Qju. Das System ist so einfach, dass es sich von selbst erklärt. Immer wieder wurde uns auch bestätigt, dass der Fixierungswinkel der entscheidende Vorteil gegenüber herkömmlichen schaumverklebten Systemen ist. Die vielen positiven Reaktionen haben uns auch gezeigt, dass Qju für jeden Vorteile bietet.
Wie meinen Sie das? Andreas Krechting: Nicht nur die Verarbeiter haben ihre Vorteile, wie etwa die sehr saubere Ausführung und körperliche Entlastung, für sich erkannt. Auch die Inhaber der ausführenden Betriebe und die Wohnungswirtschaft sehen ihre Vorteile. Die leichte Handhabung und ein enormes Plus an Flächenleistung wirken sich bei der Verarbeitung als motivierend aus. Für den Betriebsinhaber sind vor allem die eingesparten Lohnminuten und die einwandfreien Oberflächenergebnisse klare Vorteile.
Die hohe Akzeptanz der Wohnungsbaugesellschaften resultiert sicher vor allem aus den technischen Eigenschaften, wie etwa dem optimalen Schutz gegen mechanische und witterungsbedingte Einflüsse sowie der hohen Elastizität und damit verbundenen Risssicherheit, die das System auszeichnen. Aber auch der Zugewinn an Sauberkeit und der geringere „Lärmpegel“ während der Verarbeitung sorgten bei den Mietern für eine hohe Akzeptanz.
Das hört sich alles ausgesprochen positiv an. Gab es denn überhaupt keine „Kinderkrankheiten“? Was passiert denn zum Beispiel mit den leeren Dosen? Dieter Klasen: Deren Entsorgung ist völlig unkompliziert und erfolgt über das bewährte Polyurethan-Dosen-Recycling-System PDR: Entweder lässt der Verarbeiter die gesammelten Dosen über die auf den Dosen befindliche Hotline-Nummer abholen oder er gibt sie in einer unserer Niederlassungen ab und wir übernehmen die Entsorgung.
Und wie sieht es mit der Zulassung aus? Dieter Klasen: Qju wurde von der Universität Dortmund, einem der führenden Prüfinstitute für WDV-Systeme, geprüft. Auf Basis der positiven Ergebnisse und weiterer Prüfungen wurde vom Deutschen Institut für Bautechnik die Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung Nr. Z-33.9–913 für den Qju Klebeschaum und die Systemzulassung Nr. Z-33.84–731 erteilt. Zudem wurde die innovative Befestigungsart mit den Qju Fixierungswinkeln zum Patent angemeldet.
Wie schätzen Sie die weitere Entwicklung ein? Andreas Krechting: Die Aussichten für 2007 sind sehr gut. Wir sind überzeugt, dass sich die positive Entwicklung im Bereich WDVS generell und natürlich speziell bei Qju fortsetzt.
Herr Krechting, Herr Klasen, herzlichen Dank für das Gespräch.
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