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Die Welt der Spritztechnik

Werkzeuge & Maschinen
Die Welt der Spritztechnik

Airless-Geräte sorgen für einen gleichmäßigen Oberflächenauftrag, bieten eine optimale Materialausbeute und sind zudem sehr leicht in ihrer Handhabung. Wie unterscheiden sich die Geräte? Worauf ist zu achten? Hier sind unsere Tipps.

Autor: Jürgen Linz | Fotos: Linz

Airlessgeräte (Druckbereich ca. 80 bis 230 bar) kommen bei größeren Flächen und großen zu verarbeitenden Mengen (ab ca. zehn Litern ) zum Einsatz. Kompakte und leichte Niederdruck-Spritzgeräte (0,7 bar, XVLP, HVLP) sind ideal für die Kleinmengenverarbeitung.

Technologisch wird bei Airlessgeräten zwischen Membran- und Kolbengeräten unterschieden. Membrangeräte haben ihre Stärken bei der Verarbeitung von geringen Mengen Lack oder Farbe (z. B. Wagner SF-Serie, Monster FF). Technisch bedingt können geringe Schlauchlängen und Schlauchinnendurchmesser verwendet werden. Dadurch ist der Reinigungsaufwand bei teuren Materialien wie Lacken deutlich geringer. Nachteil ist, dass die Geräte ständig laufen und nicht für Spritzspachtel geeignet sind.

Kolbengeräte schalten ab, sobald der voreingestellte Druck erreicht ist. Darüber hinaus verarbeiten sie Spritzspachtel. Kolbengeräte werden sowohl mit elektronischer Drucksteuerung (z. B. Graco Mark-Serie, Monster oder Titan) als auch in besonders robuster Ausführung mit hydraulischer Drucksteuerung (z. B. Wagner HC, Monster HX) angeboten. Kauftipp: Vergleichen Sie nicht nur die Leistungsdaten (Maximale Düsengröße und Förderleistung/min.), sondern auch das Gewicht der Airless-Anlage. Jeder Mitarbeiter ist froh um jedes Kilogramm, das er nicht schleppen muss. Hier zeichnen sich die Monster-Geräte aus: sie sind die mit Abstand leichtesten der jeweiligen Leistungsklasse.

Die perfekte Düse

Grundsätzlich wird in drei Airless-Düsenkonzepte unterschieden:

  • 1. Klassische Umkehrdüsen für alle Anwendungen. Lieferbar in unterschiedlichen Durchflussmengen (angegeben in Zoll) und Spritzwinkeln (10 Grad bis 80 Grad).
  • 2. FineFinish, Umkehrdüsen für hochwertige Lack- und Lackierarbeiten
  • 3. Nebelarme HEA-/FFLP-Umkehrdüsen für Dispersion im Druckbereich bis zu 110 bar

Die Auswahl der richtigen Düsengröße richtet sich nach dem zu spritzenden Material und der Objektbedingungen.

Unterschieden wird zwischen der Bohrung bzw. dem Durchlass (angegeben in Zoll von 0.007“ bis 0.055“ in 2er Schritten) und dem Spritzwinkel (20 Grad bis 80 Grad in 10er-Schritten). Ideal bei Türzargen sind schmale Spritzwinkel von 20 Grad oder 30 Grad.

Für großflächigere Beschichtungen wie Türen, Wände oder Fassaden 40 bis 60 Grad. Erkennbar sind die Größen an den eingravierten Zahlen: 411 bedeutet 40 Grad und 0.011“ Bohrung. 517 bedeutet 50 Grad und 0.017“ Bohrung. Zwar werden mehr als 100 verschiedene Größen angeboten, für 80 Prozent aller Anwendungen reichen drei Größen: 411 für Lacke, 521 für Dispersion und 535 für Spritzspachtel.

Weitere Informationen:
www.linz-service.de


PraxisPlus

Ausstattungsempfehlungen:

Düsenverlängerungen: Ab 15 cm bis 1,80 m. Durch Kombination von Verlängerungen sind spielend Längen von vier Meter möglich. Zum Beispiel sinnvoll für die Beschichtung von Decken in Industriehallen als Alternative zu Fahrgerüsten oder Steigern.

Drehbare Schlauchverbinder: Erleichtern das Aufrollen bei großen Schlauchlängen.

SprayRoller: Die perfekte Kombination aus Spritzen und Walzen in einem Arbeitsgang. Perfekt an der Fassade oder für Wände. Durch die Kombination mit verschiedenen Düsenverlängerungen (15 cm / 45 cm / 90 cm) sehr variabel einsetzbar.

Heizmodule: Beheizbare Airless-Schläuche erwärmen das zu verarbeitende Material und verändern dadurch die Viskosität. Das Ergebnis sind ein feineres Spritzbild, nachhaltige Spritznebelreduktion und perfekte Oberflächen. Besonders zu empfehlen bei der Verarbeitung von Wasserlacken und an der Fassade.

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