Startseite » Technik » Werkzeuge & Maschinen »

Laser-Distanzmessgeräte im Vergleich

Klein aber fein
Laser-Distanzmessgeräte im Vergleich

Laser-Distanzmessgeräte erlauben ein schnelles und präzises Aufmaß. Außerdem verhelfen sie dem Maler zu einem professionellen Auftritt beim Kunden. Das Malerblatt hat sich auf dem Markt umgesehen.

Josef Schneider

Bis auf den heutigen Tag begegnen wir elektronischen Geräten, die uns auf Knopfdruck – begleitet von einem Piepton – die Entfernung anzeigen, mit einer gewissen Skepsis. Zu lange wurden wir von kleinen bunten Ultraschallmessgeräten, durch teils abstruse Messergebnisse, zum Narren gehalten. Auch der Ruf von Laserentfernungsmessern leidet noch darunter – zu Unrecht. Denn das optische Messverfahren mittels Laser basiert auf einem gänzlich anderen Prinzip: Die Längenmessung erfolgt mit Hilfe eines eng fokussierten Lasers, der im Gegensatz zum Ultraschall kaum von Hindernissen beeinflusst wird. Das führt zu einer beeindruckenden Präzision von in der Regel nur 1,5 Millimeter Messtoleranz.
Warum ist der Laser rot?
Durchgesetzt hat sich beim Laser die Farbe Rot, bei einer Wellenlänge von 635 Nanometer. Sie gilt als Kompromiss zwischen der maximalen Lichtempfindlichkeit des menschlichen Auges und der von Fotozellen. Für Messzwecke setzt man Laser der Klasse II ein, deren Leistung auf ein Milliwatt begrenzt ist. Trotzdem sollte kein Laserstrahl ins ungeschützte Auge gelangen.
Der Laserstrahl wird von Batterien oder Akkus mit Strom versorgt, die laut Herstellerangaben zwischen 3.000 und 15.000 Messungen ermöglichen. Eine automatische Abschaltung minimiert dabei den Stromverbrauch. Die Betriebsdauer ist zudem von der Außentemperatur abhängig. Die empfohlene Arbeitstemperatur schwankt je nach Modell erheblich. Wer bei extremen klimatischen Bedingungen präzise messen möchte, dem sei daher der Blick in die entsprechende Spalte unserer Marktübersicht empfohlen.
Die Alleskönner
Schon die kleinsten Geräte punkten mit großem Funktionsumfang. Sie ermitteln zusätzlich zur Länge auf Wunsch auch Fläche und Volumen. Durch die vom Taschenrechner her bekannten Memorytasten (M+ / M- / M=) können Zwischenergebnisse addiert oder subtrahiert werden. Sehr praktisch ist die Pythagoras-Funktion. Dabei handelt es sich um eine indirekte Höhenmessung, bei der zuerst die waagerechte Entfernung zum Objekt und dann die Diagonale bis zum gewünschten Höhenpunkt gemessen wird. Aus diesen zwei Längen, Kathede und Hypothenuse, ermittelt das Gerät dann automatisch die fehlende Seite – die Höhe. Perfektioniert ist diese Funktion bei den Geräten mit Neigungssensor. Hier benötigt man noch nicht mal mehr einen rechten Winkel – zwei Messungen in unterschiedlichem Winkel genügen. Praktisch ist auch die Dauermessfunktion: der Laserstrahl bleibt eingeschaltet, das Lichtsignal wird laufend ausgewertet und die Entfernung somit fortlaufend angezeigt. Oft verbunden ist mit dieser Funktion auch eine Minimum-/Maximumanzeige; praktisch um Firsthöhen oder Raumdiagonalen zu messen. Die Premiumgeräte unserer Marktübersicht besitzen eine Bluetooth-Schnittstelle, womit die Messdaten direkt an einen Minicomputer übertragen werden können.
Was bietet die Hardware?
Mit wenigen Ausnahmen sind die Geräte unserer Marktübersicht sowohl für den Innen- als auch für den Außeneinsatz geeignet. Möglich ist dies durch besonders widerstandsfähige Gehäuse, die fast ausnahmslos der Schutzklasse IP54 entsprechen; das heißt, sie sind spritzwasser- und staubgeschützt. Außerdem sind sie extrem robust und kompakt. Die Geräteentwickler haben hier in den letzten Jahren hervorragende Arbeit geleistet. Das kleinste und gleichzeitig leichteste Gerät, der Leica Disto D2, bringt gerade mal 90 Gramm auf die Waage.
Fazit
Die zwischen 85 und 1.070 Euro teuren Lasermessgeräte sind verlässliche Partner beim Aufmaß. Schon nach wenigen Augenblicken sind sie betriebsbereit: Batterien einsetzen, Gerät einschalten, Knopf drücken, Messen, Fertig! Die Zeitersparnis, die Präzision und nicht zuletzt der Spaßgewinn überzeugen.

kompakt
In unserer Marktübersicht haben wir folgende 22 Geräte miteinander verglichen: Bosch: DLE 40 Professional, DLE 70 Professional, DLE 150 Connect Professional; Einhell: NLD 20; Hilti: PD 4, PD 42; Leica: Disto D2, Disto D3, Disto A5, Disto A6, Disto A8; Nedo: laser mEssfix; QBL: Agatec PL 60; Stabila: LD 300, LD 400, LE 200; Stanley: TLM 160i, TLM210i; Umarex: LaserRange-Master 40, LaserRange-Master 60, LaserRange-Master Pocket; Würth: WDM 101.
Die Marktübersicht kann auf der Malerblatt-Homepage kostenlos herunter geladen werden:
www.malerblatt.de Rubrik Downloads
Anzeige
Malerblatt Wissenstipp
Anzeige
Aktuelle Ausgabe
Titelbild Malerblatt 12
Ausgabe
12.2022
ABO
Anzeige
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]

Malerblatt Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Malerblatt-Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Medien GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Malerblatt-Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Malerblatt-Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de