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Foto: Fotolia/Andrey Popov

Attraktive Ausschreibung

Malerbetriebe suchen händeringend nach Fachkräften. Stellenanzeigen müssen daher gut formuliert sein um neue Mitarbeiter und Azubis zu gewinnen. Neben dem Erscheinen in Print- und Online-Medien sollte auch die Firmen-Website auf Ausschreibungen ausgerichtet sein um einen Vorsprung am Arbeitsmarkt erzielen.

Autoren: David Recker / Christina Kohnke

Früher haben sich Firmen ihre Mitarbeiter ausgesucht. Heute suchen sich die Mitarbeiter ihre Firma aus. Diese Umkehrung der Verhältnisse hat Konsequenzen. Den Wettbewerb um die wenigen verfügbaren Arbeitskräfte gewinnen diejenigen, die ihr attraktives Angebot für Mitarbeiter auch ansprechend kommunizieren. Attraktiv heißt in erster Linie, dass der Perspektivenwechsel konsequent vollzogen wird. Verkürzt dargestellt: Funktionierende Stellenangebote beginnen nicht mit: „Wir suchen einen Maler und Lackierer (m/w)…“, sondern mit: „Sie wollen endlich die ideale Arbeitsstelle finden …“. Stellenausschreibungen haben heute nur noch Erfolgsaussichten, wenn sie den Nutzen des Angebots für den zukünftigen Mitarbeiter darstellen. Lesen Sie hier die Tipps zu guten Formulierungen – und worauf es sonst noch alles ankommt in der veränderten Welt der Personalsuche.

Richtig texten, gestalten, kontakten

Eine alte Weisheit für Werber lautet: Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Als Betriebsinhaber auf Mitarbeitersuche ist man nichts anderes als ein Werbetreibender in eigener Mannschaftssache. Schreiben Sie daher Stellenanzeigen anhand dieser fünf Grundregeln:

  • Besonderer Nutzen nach vorn: Nennen Sie als Erstes in direkter Ansprache die Gründe, weshalb die Arbeit bei Ihnen jenseits der üblichen Bezahlung besonders attraktiv ist. Was können Sie bieten, was der optimale Bewerber als etwas Besonderes empfinden könnte? Das kann dann so klingen: „Sie wollen endlich die ideale Arbeitsstelle finden? In einem Betrieb, der Ihr Können schätzt? Mit Kollegen und einem Chef, die alle an einem Strang ziehen und füreinander einstehen – selbst, wenn es mal stressig wird?…“
  • Anforderungen kurz und knapp auf den Punkt bringen: Umso ausführlicher und spezifischer Sie bei den gewünschten Qualifikationen Ihres gesuchten Mitarbeiters werden, umso mehr mögliche Bewerber werden aussortiert. Nennen Sie nur die wesentlichsten Anforderungen, um das Bewerberfeld größer zu gestalten.
  • Betrieb darstellen – aber bitte persönlich: Der Bewerber möchte wissen, wie der Betrieb „denn so ist“. Verzichten Sie bei den zwei Sätzen, die Sie über Ihre Firma schreiben, auf bereits hundertfach gelesene Formulierungen wie: „Wir sind ein alteingesessener Handwerksbetrieb, der seit vier Generationen für Qualität steht.“ Wählen Sie besser eine Kurzcharakterisierung, die zu Ihnen passt, Charakter hat und Emotionen anspricht, wie dieses Beispiel verdeutlicht: „Sie finden bei uns echte Könner ihres Fachs. Fachliches wird haargenau genommen. Und alles andere – mit Humor!“
  • Kontaktschwelle so niedrig wie möglich halten: Am Schluss der Stellenausschreibung sollte natürlich eine Handlungsaufforderung („Jetzt bewerben!“) stehen. Die Frage ist nur – auf welchem Weg? Ausführliche schriftliche Bewerbungen als einzige Möglichkeit der Kontaktaufnahme schrecken viele Interessierte ab. Erleichtern Sie die Kontaktaufnahme durch Alternativen, wie die Möglichkeit, sich zunächst formlos telefonisch zu melden oder mit dem Verweis auf ein vorbereitetes Bewerbungsformular auf Ihrer Website.
  • Visuellen Joker ziehen: Setzen Sie ein Bild als Eyecatcher in Ihrer Stellenausschreibung ein. Es sollte die Nutzen, die Sie dem Bewerber anbieten, unterstreichen. Das kann somit von einem Teamfoto Ihres Betriebs bis hin zu einem Symbolbild alles sein. Je ungewöhnlicher, treffender, überraschender – umso besser!

Da platzieren, wo Ihre Bewerber sind

Nicht nur die Art der Bewerberansprache hat sich geändert, sondern auch die Orte, an denen Ihre Stellenbeschreibung Interessenten findet. Noch vor 15 Jahren war dies fast ausschließlich die Anzeige im Stellenteil der Tageszeitung oder der Aushang in der Haupt-, Real-, Berufs- oder Meisterschule. Das hat sich mit der Digitalisierung geändert. Unter Dreißigjährige suchen fast nur noch online nach Stellenangeboten. Hierhin muss die Schaltung und Platzierung von Stellenangeboten folgerichtig ausgeweitet werden – von der eigenen Website über die Sozialen Medien, die der Betrieb nutzt, bis hin zu lokalen Jobportalen wie dem der Arbeitsagentur.

Firmenwebsite als Anlaufstelle

Was macht ein Interessent heute, wenn ihn die Stellenausschreibung eines Betriebs anspricht? In den meisten Fällen besucht er anschließend die Website der Firma und, wenn vorhanden, deren Facebook-Seite, um sich ein genaueres Bild zu machen. Gut, wenn auf beiden Online-Präsenzen Weiteres vorhanden ist, was ihn als potenziellen Bewerber anspricht. Von vielen Handwerksbetrieben werden zukünftige Mitarbeiter allerdings als Zielgruppen in den digitalen Präsenzen vergessen und nicht gesondert bedient. Wer es tut, ist im Vorteil. Mit einer eigenen Rubrik „Arbeiten bei Maler Mustermann“ und regelmäßigen Posts über Mitarbeiter, gemeinsame Aktivitäten oder Momentaufnahmen von Baustellen bei Facebook bietet man Bewerbern genau die Einblicke, auf die es ihnen ankommt – und anhand derer Sie sich am Ende aus der großen Auswahl, die Sie haben, für den mit den meisten Schnittstellen zu Ihren Wünschen entscheiden.

Mustervorlagen im Onlinebeitrag:
www.malerblatt.de

Mustervorlage einer Stellenausschreibung für Auszubildende.
Foto: Brillux
Mustervorlage einer Stellenausschreibung für Malergeselle.
Foto: Brillux
Mustervorlage einer Stellenausschreibung für Malermeister.
Foto: Brillux

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