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Anwenderbericht Moser

Handwerksunternehmen müssen angesichts von Digitalisierung und Fachkräftemangel viele Prozesse neu denken.

Passende Softwarelösungen leisten dabei maßgebliche Hilfe, wie das Beispiel des Malerbetriebs Guder aus Hoya zeigt.

Maler-Lehre, BWL-Studium, Arbeit im Großhandel: Jan-Ole Guder ist bereits ein wenig herumgekommen in seinem Leben. Seit dreieinhalb Jahren ist er an Bord des väterlichen Betriebs. Reicher an Eindrücken, Erfahrungen und vor allem an Wissen. „Heute müssen Handwerksbetriebe für Kunden und Mitarbeiter attraktiv sein“, erklärt der 29 Jahre alte Junior.

Attraktivität fängt in der gelungenen Außendarstellung an, für die der Eintrag im Telefonbuch schon lange nicht mehr ausreicht. Die Zeiten von Kostenvoranschlägen aus dem Kopf, die dann von der Schreibkraft mit der Schreibmaschine abgetippt werden, da ist sich Guder sicher, sind vorbei. Heute können potenzielle Azubis sich bei Facebook schlau machen, welcher Wind im Malerbetrieb Guder weht und die Kunden Nachrichten per Whatsapp schicken.

Das ist – im positiven Sinn – nur die Spitze des Eisbergs. Die Prozesse innerhalb des Betriebs digitalisiert Guder schrittweise. So ist die Schreibmaschine schon lange verschwunden, Computer und die entsprechende Software gehören seit den 90ern fest zum Inventar. „Ich habe mir damals zunächst einen Überblick verschafft“, erinnert sich Guder an seine ersten Tage im väterlichen Unternehmen. „Als ich Software mit den klassischen DOS-Funktionen gefunden habe, habe ich gedacht, ok, da müssen wir mal was machen.“ Mit dem in die Jahre gekommenen Warenwirtschaftsprogramm konnten letztlich nur Aufträge und Rechnungen erfasst werden – Digitalisierung geht anders.

Jan-Ole Guder


Die Handwerkersoftware passt sich an den Anwender an

„Wir wollten ein Programm mit mehr Potenzial“, erklärt Guder. Das Langfristziel: „Von der ersten Kundenanfrage bis zur Schlussrechnung wollen wir alle Prozesse digital darstellen.“ Das alles mit Bedacht, versteht sich – und mit Augenmaß, denn im Handwerk lassen sich nicht alle Prozesse in Bits und Bytes gießen. Aber häufig bietet sich Optimierungspotential. So auch bei Guder: „Ich habe nach meiner Malerlehre und dem Studium im Großhandel gearbeitet und komme aus einem Betrieb, in dem ich jeden Prozess und jeden Artikel elektronisch erfasst habe. Ich versuche nun, hier einen Mittelweg zu finden.“

Und der sieht so aus: Seit Anfang 2016 setzt das Unternehmen mit seinen 25 Mitarbeitern auf die Handwerkersoftware MOS’aik von Moser Software aus Würselen bei Aachen. Deren modularer Aufbau ermöglicht eine schrittweise Digitalisierung der innerbetrieblichen Prozesse. „Unsere Kunden wünschen sich ein flexibles System, das an ihre Anforderungen angepasst werden kann“, sagt Maximilian A. Moser, Geschäftsführer bei Moser Software.

Das Unternehmen hat sich vor allem auf die Bedürfnisse kleiner und mittelgroßer Betriebe spezialisiert, für die große Standardlösungen schlichtweg überdimensioniert wären. „Die Ansprüche an Handwerkersoftware sind so vielfältig wie die Unternehmen selbst.“ Deswegen ermögliche Moser nicht nur einen exakten Zuschnitt auf die Bedürfnisse des Kunden, sondern auch eine schrittweise Einführung des Systems.


Deutliche Arbeitsersparnis

Das Herzstück von MOS‘aik ist die Projektverwaltung und -kalkulation. Das fängt bereits bei der Angebotserstellung an, wo Guder mit Vorlagen arbeiten und die Artikel der Lieferanten einlesen kann. „Das ist eine echte Erleichterung. Ich habe alle Artikel und Lohnminuten im System, kann Zuschläge und Abschläge hinzufügen. Alles sehr transparent.“ Dabei darf man nicht vergessen: Guder hat einfache Serviceaufträge, die bei einer Arbeitsstunde anfangen, und große Projekte mit bis zu 800 Arbeitsstunden.

Das Herzstück von MOS‘aik ist die Projektverwaltung und -kalkulation.


Auf Basis des Angebots kann Guder eine Zeitleiste für seine Mitarbeiter generieren, damit sie wissen, wie lange sie für den jeweiligen Auftrag brauchen dürfen und was exakt zu tun ist. „Sie bekommen mehr Informationen als früher.“ Und wenn Ware ausgeliefert wird, kann über das Programm ein Lieferschein generiert werden. Durchschläge gehören so der Vergangenheit an.

Auf Basis des Angebots kann Guder eine Zeitleiste für seine Mitarbeiter generieren


Auftragsbestätigung, Schlussrechnung und sonstige benötigte Unterlagen kommen ebenfalls über MOS‘aik.

Die Schlussrechnung


Einfacher wird das Arbeiten auch beim Thema GAEB. Die entsprechende Schnittstelle spart Guder sehr viel Arbeit: „Wenn Anfragen für Angebote von Architekten reinkommen, muss ich mich nicht mehr hinsetzen und das ganze Leistungsverzeichnis neu erstellen, sondern hinterlege einfach meine Kalkulation.“ Der Interessent bekomme einen exakt durchgerechneten Preis und keine Schätzung mehr wie zuvor. Die Offenheit des Systems bewährt sich für Guder zusätzlich im Zusammenhang mit dem Steuerberater und DATEV, der am Jahresende alle Unterlagen mit Hilfe von MOS’aik und auf Knopfdruck bekommt.

Der Interessent bekommt einen exakt durchgerechneten Preis und keine Schätzung mehr wie zuvor.


Zugleich minimiert MOS’aik das Aufkommen von Papier im Büro. In der Projektstruktur findet Guder alle Dokumente, zum Beispiel sämtliche Lieferantenangebote, gebündelt vor. Das bewährt sich besonders bei großen Projekten mit vielen Angeboten und vielen Zeichnungen: „Wenn ich etwas wissen will, gehe ich in die Projektakte und muss nicht in den entsprechenden Ordnern suchen. Da habe ich alles auf einen Blick.“ So werde kaum Papier gestapelt, manche Dokumente werden einfach eingescannt und liegen dann digital vor. Aber: „Ganz ohne Papier geht es letztlich auch nicht.“

In der Projektakte liegen alle Informationen digital in entsprechenden Ordnern vor.


Das gilt derzeit noch für die Arbeitszeiterfassung. Das Ziel ist es, dass die Teams pro Baustelle die Zeiten und Verbräuche erfassen und dann abends reinreichen, damit am nächsten Tag die Daten im System vorhanden sind. Hierdurch ist ein zeitnahes Controlling möglich. Auch die Einführung des mobilen Aufmaßes ist geplant, Guder erhofft sich hier nicht nur eine Arbeitserleichterung, sondern auch schon vor Projektbeginn genauere Daten.

Generell gilt: Transparenz, Genauigkeit und eine schnellere Verfügbarkeit der Daten machen für Guder den Unterschied. „Wir sind mit Moser gut aufgestellt. Ich kann schauen, mit welcher Leistung ich den höchsten Deckungsbeitrag erwirtschaftet habe. Spezialisiere ich mich, bin ich breit aufgestellt, wo verdiene ich momentan das meiste Geld?“ Zuvor sei das eher ein Blindflug gewesen. Aber diese Zeiten sind vorbei.

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