Der Handwerksdienstleister

„Handwerk mit Stil“ – lauten das Motto und der Anspruch des Malerbetriebs von Thomas Rodens. Wie er diesem Anspruch nachkommt und welche Themen ihn als Obermeister der Malerinnung Stuttgart umtreiben, haben wir bei einem Besuch seines Showrooms erfahren.

Autor: Andreas Ehrfeld | Fotos: Susanne Wierse

Außergewöhnlich ist der Standort des Malerbetriebs: Nahe der Stuttgarter Innenstadt gelegen, spricht die Ausstellung auch Laufkundschaft an. Deshalb ist das Büro täglich von 9 bis 16 Uhr besetzt. Im Showroom ist etwa die „Wand der 1.000 Muster“ zu sehen, hier werden Zuschnitte der Farbhersteller und eigenen Muster ausgestellt. Bei der Beratung entsteht dann ein individuelles neues Muster für den Kunden – und für die Musterwand.

Service wird großgeschrieben

„Ich vermisse im Handwerk allgemein ein wenig den Servicegedanken“, sagt Thomas Rodens, der sich selbst als Handwerksdienstleister beschreibt. Das er diese Aussage auch mit Leben füllt, macht ein Blick auf die Leistungen des Betriebs deutlich: Verschiedene „Pakete“ stehen für den Kunden zur Auswahl. Exemplarisch seien hier „Handwerk in time“ oder „Handwerk im Budget“ herausgegriffen. Die Namen verraten es bereits, bei erstgenanntem Angebot wird dem Kunden garantiert, dass sein Auftrag in der vorgegebenen Zeit erfüllt wird, das zweite Paket verspricht dem Auftraggeber die penible Einhaltung des Kostenrahmens. „Auf das richtige Marketing kommt es an“, denn der Malermeister weiß darum, dass er nicht der erste mit diesem Angebot am Markt ist. Stichwort Angebot: Rodens bietet neben „klassischen Malerarbeiten“, vorwiegend im Innenraum, auch Boden- und Trockenbauarbeiten an und damit alles aus einer Hand. Dafür beschäftigt er Fachkräfte entsprechender Gewerke.

Für nichts zu schade

„Die Ansprüche an uns Handwerker werden immer höher.“ Aus diesem Grund bietet der Geschäftsführer darüber hinaus diesen Service: Mit zwei bis drei Partnerbetrieben pro Gewerk bestehen lose Allianzen, um auf einer Baustelle möglichst viele Arbeiten abdecken zu können. Vorteil: Der Kunde muss sich nicht um die Baustellenabwicklung kümmern, Rodens Betrieb übernimmt diesen Part. Grundsätzlich gelte für den 20-Mann-Betrieb: „Wir sind uns für nichts zu schade.“ Er komme auch, um einen Teppichboden rauszureißen oder einen Raum mit Raufaser zu tapezieren.

Fugenlose Oberflächen sind derzeit ein großes Thema. Auch dazu gibt es einen besonderen Service. Jährlich bekommen die Kunden, die sich für eine fugenlose Badgestaltung entschieden haben, Post von Rodens. Darin bietet er eine kostenlose Besichtigung des Bades an. Sollten Schwachstellen, etwa an den Silikonfugen, entstanden ein, werden diese, allerdings gegen Bezahlung, behoben. Ein guter Dienst am Kunden und ein schöner Nebeneffekt für Rodens: Ein großer Wasserschaden entsteht erst gar nicht, und der Betrieb bleibt zusätzlich mit den Auftraggebern in Kontakt.

Der Malermeister ist kein Freund der Imitation: „Oberflächen in Betonoptik werden bei uns mit zementösen Elementen gestaltet, Rostoptiken haben einen Eisenanteil, der tatsächlich rostet.“ Bei den verarbeiteten Produkten setzt man in Stuttgart auf ökologische Farben, wo immer möglich sollen die Produkte zudem lösemittelfrei sein.

Innungsarbeit

Seit Kurzem ist Thomas Rodens auch als Obermeister der Stuttgarter Maler- und Lackiererinnung tätig. Drei Gründe waren für ihn ausschlaggebend, dieses Amt zu übernehmen: „Ich bin mit Leib und Seele Maler und habe mir überlegt, wie ich dem Berufsstand etwas zurückgeben kann.“ Zudem sei das, was für die Innung wichtig sei, auch von großem Nutzen für seinen eigenen Betrieb. Er habe eine viel größere Strahlkraft, wenn er Weiterbildungsseminare über die Innung auflege statt „nur“ für seinen Betrieb. Entscheidend sei drittens das Netzwerk, das ihm über die Innung zur Verfügung stehe. Gerade für ihn, der in Stuttgart als „Reigschmeckter“ zunächst wenig Kontakt zu anderen Betrieben hatte, sei das ein großer Vorteil gewesen, erinnert er sich mit einem Lächeln.
Welche Probleme treiben die Stuttgarter Innung um? Klar, auch hier rückt schnell das Thema Nachwuchsmangel ins Blickfeld. Flüchtlinge einzustellen sei aus vielen Gesichtspunkten heraus schwierig: Häufig scheitere es an der Einstellung. „Ich kann das auch verstehen, dass die Menschen, die im Ausland ein Studium abgeschlossen haben, nicht motiviert sind, eine dreijährige Ausbildung in einem Handwerksberuf zu machen.“ Auch die Sprachproblematik sei natürlich gegeben. Häufig dürfe er außerdem Flüchtlinge gar nicht ausbilden, da diese nicht über den geeigneten, vom Gesetz vorgeschriebenen Sprachnachweis verfügten. Dazu aber habe die Schule für Farbe und Gestaltung in Stuttgart-Feuerbach schon Lösungskonzepte entwickelt. Hier gibt es Förderklassen, in denen nur Deutsch unterrichtet wird.

Imagepflege

Das Image des Malers ist in der Gesellschaft (noch) ein eher schlechtes: Rodens sieht sich in seiner Funktion als Obermeister in der Pflicht, gegen dieses Image anzugehen. Schulungskonzepte der Innung zum Thema Image sollen schnellstmöglich auf der Agenda nach vorne gerückt werden.

Weitere Informationen:
www.farbe-bw.de


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