Betrieb & Markt

Die Vordenker

Der NFB-Vorstand (v.l.): Tom Nietiedt, Vorstandsvorsitzender, Rainer Stromberg, stellv. Vorstandsvorsitzender, Peter Goy, Vorstand Finanzen, Rüdiger Erb, Schriftführer und Dr. Wolfgang Setzler, Institutsleitung. Foto: Ulrich Schweizer
Das Neue Forum Baumanagement e.V. (NFB) hatte zu seinen traditionellen Cheftagen nach Wiesbaden eingeladen.

Ulrich Schweizer

Kaiser Wilhelm heißt der Salon, in dem die Cheftage der NFB-Mitglieder stattfanden. Und das, was dort am 8. und am 9. Februar 07 geboten wurde, war so hochkarätig, dass man es durchaus auch mit „kaiserlich“ beschreiben kann. Die Cheftage standen unter dem Motto „Wechsel bedeutet Chancen“.
Die Teilnehmer wurden von Tom Nietiedt begrüßt, dem NFB-Vorstandsvorsitzenden. Ob Philip Mecklenburgs Blick in die farbige Zukunft oder die Statements zur Betriebsübergabe von Klaus Hollenbach, Rainer Stromberg, Tom Nietiedt und Rüdiger Erb – alles Wissenswerte wurde von den Referenten und von der NFB-Geschäftsstelle zusammengetragen und anschaulich wie übersichtlich präsentiert. Der Präsident des Hauptverbandes Farbe, Gestaltung, Bautenschutz, Jürgen Hinz, beschäftigte sich mit den Aussichten und Perspektiven zur Entwicklung des Maler- und Lackiererhandwerks, gerade auch mit Schwerpunkt auf Europa. Dabei holte er bewusst etwas weiter aus, um die komplexen Zusammenhänge erläutern zu können.
Am zweiten Tag referierte Prof. Dr. Burkhard Busch, bekannt durch seine Rubrik „Buschtrommel“ im Malerblatt: der Psychologe und Professor für Psychologische Methodenlehre stellte mit Blick auf die Zukunft klar, dass er kein Freund depressiver Parolen sei. „Ich möchte Sie mutig machen und Ihnen aufzeigen, wie Sie mit Ihrem Betrieb einen Vorsprung von 1000 Tagen gegenüber Ihren Wettbewerbern rausholen können.“ Nach seinen eigenen Worten wolle er „kleine und große Klugscheißereien“ von sich geben, die im betrieblichen Alltag des Malers umsetzbar seien. Vorher stellte er aber noch klar: „Sie sind nicht Opfer Ihres jetzigen Lebens, Sie sind die Ursache dafür.“ Handwerker würden oft ihre Sorgen auf die Kunden projizieren, was allerdings fatal sei.
Der Marketing-Experte und einer der Visionäre, Impulsgeber und Organisatoren der NFB, Dr. Wolfgang Setzler, referierte über WDV-Systeme und über die Chancen des Handwerkers mit ihnen auf dem Markt. Beeindruckend waren die von ihm präsentierten Zahlen, wonach 92 Prozent der Architekten, 90 Prozent der Investoren, 88 Prozent der Handwerker und 87 Prozent der Händler von einer langfristigen Belebung des WDVS-Marktes ausgehen. Ausdrücklich wies er noch auf ein wichtiges Datum hin: am ersten Januar 2008 kommt der Energiepass! Wie man über die technische Schiene hinaus höherwertige Arbeiten verkaufen kann, das umriss er so: „Wir müssen lernen, mit sprechenden Bildern zu arbeiten.“ Und da wir uns am „Neidhorizont“ bewegten und jeder moderner als der Nachbar sein wolle, müsse man auf diesem Gleis fahren und den Markt angreifen.
Die Teilnehmer bekamen im Laufe der Cheftage auch die Möglichkeit, mit den Referenten zu diskutieren und sie zu deren Themen zu befragen. Moderiert wurde das von Erich Dietz, Caparol, sowie von Dr. Wolfgang Setzler.
Im Informations-Medium der NFB, dem NFB Aktuell, war das bezüglich der konjunkturellen Erholung zu lesen, was auch als Fazit für die Cheftage gelten kann: es waren vorwiegend inländische Signale, die der Wirtschaft Auftrieb gaben. Und: „Der wohl wichtigste Impuls ging von uns selbst aus, indem wir weniger skeptisch waren.“ Die gesamte Malerbranche könnte sich diesen Impuls zu eigen machen. Und wer sich für die NFB-Mitgliedschaft interessiert, ist gerne auch zuerst mal als Gast herzlich willkommen.

Nach vorne!
Das Malerblatt interviewte den Visionär Dr. Wolfgang Setzler sowie den vierköpfigen Vorstand des Neue Forum Baumanagement NFB Rüdiger Erb, Peter Goy, Tom Nietiedt und Rainer Stromberg.
Herr Nietiedt, besteht bei den NFB-Mitgliedern die Gefahr, dass sie ihre Handlungsfreiheit und Individualität verlieren? Tom Nietiedt: Nein, gerade nicht. Die Individualität der Betriebe ist nicht gefährdet. Es gibt nur die Bündelung der Interessen und es entstehen Synergie-Effekte. Wir sehen uns nicht als „Nothelfer“, sondern im Gegenteil als einen Zusammenschluss erfolgreicher Unternehmen. Es gibt nicht, wie bei manchen Kooperationen, kürzere oder längere Leinen: es gibt bei uns überhaupt keine Leinen.
Herr Erb, als Verantwortlicher für Weiterbildung und Schulung bei der NFB liegt Ihnen sicherlich die NFB-Akademie am Herzen. Welche Fortbildungen werden beispielsweise angeboten? Rüdiger Erb: Ich nenne Ihnen drei Veranstaltungen. Zuerst gibt es jährlich die „Cheftage“, bei denen zu einem Motto verschiedene Vorträge von hochkarätigen Referenten gehalten werden. Weitere Beispiele sind die Seminare „Erfolgreich führen und motivieren“ und auch „Vorbild sein durch erfolgreiches Vormachen“.
Herr Goy, als Schatzmeister müssen Sie unter anderem das Geld der Mitglieder zusammenhalten. Ist das nicht eine undankbare Aufgabe? Peter Goy: Nein, überhaupt nicht. Bei einem eingetragenen Verein wie dem NFB muss natürlich auch auf das Geld geschaut werden, klar. Aber Christian Hoog in der NFB-Geschäftsstelle ist unser ständiger Ansprechpartner und er unterstützt uns vom Vorstand und bereitet die Zahlen so auf, dass wir einen erstklassigen Überblick haben.
Herr Stromberg, Sie sind der stellvertretende Vorsitzende. Was ist aus Ihrer Sicht das Credo des NFB? Rainer Stromberg: Das Credo? Das bringe ich auf einen kurzen Nenner, wir wollen einen exklusiven Zusammenschluss darstellen und eine attraktive Marke bilden. Der Clou ist, dass alle NFB-Mitglieder Infos bekommen, an die man sonst in einer solchen Dichte gar nicht rankommen kann.
Herr Dr. Setzler, als Visionär sehen Sie den NFB von außen durch eine andere Brille. Wie lauten die Ziele des NFB mit Blick auf den Markt? Dr. Wolfgang Setzler: Mit dem Blick auf den NFB sind die wirklichen Visionäre Klaus Hollenbach und Erich Dietz von Caparol. Ich führe nur weiter, was die beiden und ihre Mitstreiter der ersten Stunde begonnen haben. NFB ist flächendeckend ausgerichtet. Unser Wunsch ist es, in den nächsten drei Jahren auf 50 Mitglieder anzuwachsen. Das wäre aus meiner Sicht optimal für noch intensiveres Arbeiten innerhalb des Kooperations-Modells. Es soll und es wird weiterhin aktiv nach vorne gehen!
Was muss denn ein Betrieb erfüllen, der NFB-Mitglied werden kann? Der Malerbetrieb sollte mindestens 30 Mitarbeiter haben. Jeder, der sich für NFB interessiert, ist als Gast bei den Cheftagen willkommen.

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