Betrieb & Markt

Glasgewebe

Glasgewebe bietet eine dekorative und äußerst strapazierfähige Alternative zu Tapeten. Und sie tragen zu einem höheren Deckungsbeitrag für die Maler bei.

Kai Sonntag

Wenn ein Malermeister in den neuen Bundesländern innerhalb von wenigen Jahren einen Betrieb mit 70 Mitarbeitern aufbaut und es ihm dann noch gelingt, seine Firma in dieser Größenordnung stabil zu halten, dann ist das alle Achtung wert. 1999 hat Malermeister Christian Bosold seine Firma in Küllstedt in Thüringen gegründet und innerhalb von nur sechs Jahren zu dieser Größe ausgebaut.
Ein Betrieb in der Größe und dem wirtschaftlichen Umfeld kann nur dann über Jahre hinweg existieren, wenn eine Marktnische gefunden wird. Wer Christian Bosold danach fragt, der bekommt eine einfache Antwort: „Wir haben unseren Tätigkeitsschwerpunkt bei den Malerarbeiten in Krankenhäusern. Jedes Jahr arbeiten wir in etwa sieben bis acht Krankenhäusern bundesweit. Das betrifft Neubauten ebenso wie die Renovierung von Kliniken.“ Im vergangenen Jahr, so berichtet er, hat seine Firma die Malerarbeiten in der Universitätsklinik Hildesheim durchgeführt, dieses Jahr sind unter anderem Gießen und Hameln dran. „In erster Linie sind wir hier im Innenbereich tätig, wir machen wenig Fassadenarbeiten.“ Der große Investitionsstau, der den gesamten öffentlichen Gebäudebereich betrifft, scheint sich auch im Gesundheitswesen zu zeigen. Es scheint ihm nicht an Aufträgen zu mangeln, die Auslastung seines Betriebes ist seit Jahren gut.
Glasgewebe
Wie darf man sich die Abwicklung solcher Arbeiten vorstellen? „Wir haben wenig mit der Planung zu tun, das machen alles die Architekten. Wir bekommen dann die fertigen Pläne zur Durchführung. Bemerkenswert ist, dass wir einen besonders hohen Anteil an Glasgewebe haben. Da kommen schnell mal 200.000 Quadratmeter zusammen. Insgesamt verarbeiten wir etwa zu 90 Prozent in den Krankenhäusern Glasgewebe.“ Für ihn ist das ein Glücksfall. „Wir können große Flächen abarbeiten und Glasgewebe hat für uns einen höheren Deckungsbeitrag als das bei Tapeten oder einfach gestrichenen Wänden der Fall ist. Einen erheblichen Anteil unserer guten Situation ist darauf zurückzuführen.“ Große Zufriedenheit ob der Situation schwingt in seiner Stimme mit. „Wir analysieren jeden einzelnen Auftrag intensiv und erstellen eine umfangreiche Nachkalkulation. Schließlich gibt es auch Objekte, bei denen kein Glasgewebe verarbeitet wird, sondern Raufasertapete oder auch nur ein Anstrich vorgenommen wird. Und hier zeigt sich deutlich, dass bei der Verarbeitung von Glasgewebe bei uns ein höherer Ertrag hängen bleibt.“
Für ihn ergibt es viel Sinn Glasgewebe zu verarbeiten. „Gerade in Krankenhäusern haben wir Wände, die sehr stark beansprucht sind und auch nach einiger Zeit noch ansprechend aussehen sollen. Glasgewebe hat sich unbedingt bewährt. Und wir können Glasgewebe schneller aufbringen als dies bei Raufasertapete der Fall ist. Hinzu kommt, dass wir mit dieser Wandbeschichtung auch kleinere statische Risse überbrücken können.“
Dekorative Möglichkeiten
Matthias Schmucker ist Leiter Produktmanagement für dekorative Wandtechniken bei Caparol in Ober-Ramstadt. Für ihn geht in solchen Fällen nichts über Glasgewebe, Glasvliese oder Zellstoffvliese. „Caparol bietet Malerbetrieben seit vielen Jahren Glasgewebe und Vliese als dekorative Wandbeläge an. Anfang des Jahres haben wir das Capaver-System in einer nochmals optimierten Version auf den Markt gebracht.“ Für ihn sind neben den physischen Eigenschaften vor allem auch die vielen dekorativen Möglichkeiten von Glasgeweben oder -vliesen überzeugend. „Gewebe aber auch Glasvliese wie FantasticFleece haben eine eigene Struktur, die durch entsprechende Farben und Farbtöne noch einmal besonders hervorgehoben werden können. Jacquard-Gewebe eignen sich beispielsweise besonders gut dafür. Ganz eigene Effekte können bei der Beschichtung von FantasticFleece durch die Beimischung von Effektpigmenten in die Lasur oder die Beschichtung mit CapaGold oder Metallocryl Interior erzielt werden. Insgesamt sind die Glasgewebe und Vliese außerordentlich vielfältig zu gestalten und können daher ausgesprochen individuell an die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden.“ Auch Christian Bosold kann dies aus seiner Erfahrung heraus bestätigen. „Natürlich wird der überwiegende Teil der Flächen, die wir in den Krankenhäusern bearbeiten, in einer Farbe gestrichen. Aber es gibt hier durchaus Ausnahmen, wo individuelle Gestaltung gefragt ist. Das haben wir beispielsweise bei Mutter-Kind-Abteilungen und überall dort, wo Kinder in den Krankenhäusern versorgt werden.“
Langlebig und strapazierfähig
Aus Sicht des Caparol-Experten sprechen neben den dekorativen aber auch die physischen Eigenschaften für Glasgewebe. „Es wird ein hohes Maß an Langlebigkeit und Strapazierfähigkeit erreicht. Bei Renovierungen macht ein Glasgewebe- oder Vlies-Wandbelag Gipskartonwände unempfindlicher gegen Stöße. Und hinzu kommt die kostengünstige, mehrfache Überarbeitung.“ Schließlich verweist er auf die gesundheitsbezogenen Vorteile von Glasgewebe. „Der Grundstoff dieses Wandbelags ist natürlich vorkommender Quarzsand. Das Capaver-System ist daher auch mit dem Öko-Tex-Siegel belegt, was seine Unbedenklichkeit zeigt. Das Öko-Tex-Siegel entspricht den Prüfkriterien für hautnah getragene Babykleidung!“
Neue Kollektion
Um für den Maler die Anwendung von Glasgewebe noch attraktiver zu machen, wurde ein bereits mit Kleber vorbeschichtetes AquaAktiv-Gewebe und ein neues Vlies für das schnelle Verarbeiten mit einem Wasserbadegerät entwickelt. Insgesamt wurde darauf geachtet, dass die Strukturen klar und homogen bleiben, die Nahtbereiche sauber verlaufen und die Verschiebbarkeit des Gewebes im Klebebett gewährleistet ist. Zudem kann der Maler sogar bei der Auftragsmenge der Endbeschichtung Material einsparen.

kompakt
Glasgewebe sind für den Maler ein attraktives Material, das vielfältig einsetzbar ist und gute Deckungsbeiträge bringt. Weitere Informationen sind zu erhalten bei
Caparol Farben Lacke Bautenschutz, Roßdörfer Straße 50
64372 Ober-Ramstadt
Tel.: (06154) 71-0

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