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Gute Mitarbeiter finden und binden

Fachkräfte sind rar. Was liegt näher, als die vorhandenen Mitarbeiter bei der Stange zu halten und sie zu Botschaftern des Betriebs für Stelleninteressenten zu machen? Fünf praktische Tipps.

Autor: David Recker | Foto: Brillux

Mitarbeiter, die fachlich genügend drauf haben und dazu noch team- und kundenkompatibel sind, werden dringend gesucht. Die ganz großen Rahmenbedingungen lassen sich im Alleingang nicht ändern. Die eigene Anziehungskraft auf Mitarbeiter aber schon. Denn in den meisten Malerbetrieben ist ein attraktives Arbeitsumfeld vorhanden. Es zu pflegen, es weiter auszubauen und vor allem es nach außen sichtbar zu machen: Das kann der Betrieb mit überschaubarem Aufwand leisten und damit im Wettbewerb um geeignetes Personal punkten. Hier sind die Ansatzpunkte.

Vertrauen ist der Anfang von allem

Beim Thema Mitarbeiter schaut man als Unternehmer immer in zwei Richtungen. Nach innen, auf die Mitarbeiter, die der Betrieb bereits hat und die man halten möchte, nach außen, auf die Mitarbeiter und Azubis, die man jetzt und in Zukunft gewinnen will. Beide Mitarbeitergruppen haben eine ganz wesentliche Gemeinsamkeit: Sie bleiben nur im Betrieb und sie kommen nur in einen Betrieb, wenn es sich für sie lohnt. Doch was bedeutet „es lohnt sich“ konkret? Lohnt es sich, wenn das Gehalt stimmt und die Arbeitszeiten einigermaßen verlässlich geregelt sind, es darüber hinaus finanzielle Gratifikationen und einen Betriebsausflug gibt? Für die meisten Arbeitnehmer spielen weitere Dinge eine Rolle. Ein wesentliches Kriterium für einen lohnenden, attraktiven Arbeitsplatz ist, dass die Mitarbeiter dem Chef und sich untereinander vertrauen. Diese Vertrauensbasis muss Tag für Tag geschaffen werden. Sie besteht aus guter Führung und guter betrieblicher Kommunikation. Gute Führung bedeutet u. a., dass die Anweisungen aller Führungspersonen klar und erfüllbar formuliert werden müssen. Zur guten Kommunikation gehört, dass Wissen über Projekte geteilt wird, sodass jeder eigenverantwortlich arbeiten kann. Ein wirklich gutes Betriebsklima gibt es nicht ohne diese beiden Grundvoraussetzungen.

Wertgeschätzte Mitarbeiter bleiben

Ein Mitarbeiter wird nur dann im Betrieb bleiben, wenn er das Gefühl hat, dass seine Leistungen und seine Persönlichkeit vom Chef – und den Kollegen – geachtet werden. Je nach Charakter ist dieses Bedürfnis nach Anerkennung unterschiedlich ausgeprägt. Welche Mittel hat man als Betriebsinhaber in der Hand, um Wertschätzung auszudrücken? Zwei probate Mittel sind ganz einfach: Lob und konstruktive Kritik. Ein anerkennender Satz und ein Dankeschön für eine gute Teamleistung oder eine sehr gute Einzelleistung wirken Wunder. Wo andere Chefs Lob nur denken – sprechen Sie es aus. Natürlich gut dosiert und ehrlich, damit Sie glaubwürdig bleiben. Und was ist, wenn etwas schief läuft und es Grund zur Zurechtweisung gibt? Üben Sie wertschätzende Kritik. Sie thematisiert die schief gelaufene Sache, nicht die Person des Verursachers. Und sie lässt dem Gegenüber Gelegenheit, seine Sicht der Dinge darzustellen.

Viele Mitarbeiter wollen wachsen

Die meisten Arbeitnehmer empfinden ihren Arbeitsplatz erst dann als lohnend und attraktiv, wenn er sie auch fachlich und persönlich weiterbringt. Bieten Sie diese Entwicklungschancen und schauen Sie sich dazu die Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeiter genau an. Ein besonders ambitionierter Kollege will vielleicht die Karriereleiter weiter erklimmen. Ein anderer möchte in seinem Spezialgebiet fachlich besser werden. Ein dritter tut sich schwer im Kundenkontakt und könnte hier eine Hilfestellung vertragen. Jedem der drei ist mit einem anderen Weiterbildungsinhalt gedient. Besprechen Sie die Möglichkeiten mit Ihren Mitarbeitern, signalisieren Sie dadurch weitere Wertschätzung und entscheiden Sie sich gemeinsam für eine entsprechende Weiterqualifikation. Angebote wie die der Brillux Akademie für Handwerker bieten eine große thematische Bandbreite – zu überschaubaren Kosten.

Um Mitarbeiter wie um Kunden werben

Vertrauen durch gute Führung und Kommunikation, Wertschätzung und Weiterentwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter – wenn diese Werte in einem Betrieb gelebt werden, hat man bereits viel für die Mitarbeiterbindung getan. Mehr noch: Zufriedene Mitarbeiter werden in ihrem Familien- und Freundeskreis von diesem guten Betrieb berichten und bereits per Mundpropaganda für ein gutes Image sorgen. Soll man sich damit zufriedengeben? Auf keinen Fall. Wie bei der Kundenwerbung erreicht man auch bei der Mitarbeiterwerbung durch entsprechende Medien deutlich mehr Reichweite. Manche Betriebe machen inzwischen gezielte Mitarbeiter- und Azubiwerbung mit Flyern und Postkarten. Ganz oben auf der Liste sollte jedoch die digitale Sichtbarkeit für künftige Mitarbeiter stehen. Das heißt: Die Firmen-Website sollte zukünftig nicht nur Informationen für Kunden, sondern auch für umworbene Mitarbeiter bereithalten. Die meisten Handwerksbetriebe belassen es derzeit mit einer Rubrik „Jobs“, unter der nüchtern gehaltene Stellenangebote zu finden sind. Dieser Bereich kann deutlich attraktiver werden, wenn hier zusätzlich steht, warum genau diese Arbeitsplätze in diesem Betrieb so lohnend und attraktiv sind. Im besten Fall werden die oben genannten Punkte emotional verpackt: Autorisierte Aussagen bestehender Mitarbeiter, warum sie gern für den Betrieb arbeiten, sprechen deutlich mehr an als ein Text der Geschäftsleitung. Wer in den Sozialen Medien unterwegs ist, kann auch hier an zukünftige Mitarbeiter denken und bewusst solche Beiträge posten, die einen wertvollen Eindruck vom guten Betriebsklima geben.

Schulterschluss für neue Azubis

Während Malergesellen und Malermeister sehr genau wissen, in welchem Berufsbild sie sich bewegen, haben Schulabgänger wenig bis gar keine Vorstellung vom farbigen Handwerk. Ihr Bild beschränkt sich auf wenige Klischees. Hier gilt es zunächst, Berührungspunkte mit dem Maler- oder auch Stuckateurhandwerk zu schaffen. Information ist dabei ebenso wichtig, wie ein attraktives Image des Berufs zu vermitteln. Das gelingt individuell in Schulbesuchen und Schnuppertagen, die von Betrieben vor Ort für baldige Schulabgänger durchgeführt werden. Auf einer breiten Basis werden die Anstrengungen von Betrieben bereits seit 2015 von der bundesweiten Kampagne „Deine Zukunft ist bunt“ unterstützt. Die Initiative wirbt für die Ausbildung im Maler- und Stuckateurhandwerk und fördert das Image des Berufs auf allen wesentlichen Kanälen, die junge Leute nutzen – auf der Kampagnen-Website dzib.de, auf Facebook und Youtube. Betriebe können außerdem spezielles Werbematerial für die eigene Nachwuchswerbung erhalten und sich in die Ausbildungs- und Praktikumsbörse auf der Kampagnen-Website eintragen. „Deine Zukunft ist bunt“ ist darüber hinaus mit einem Show-Truck quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz on Tour.

Mehr dazu unter:

www.deine-zukunft-ist-bunt.de/service/fuer-betriebe


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