Klebebänder wären ein Geschäft

Auf zwei Säulen fußt die Gima: Die eine ist der Fachmarkt mit Lager für nahezu alles, was Maler und Stuckateure im beruflichen Alltag benötigen. Die zweite sind selbst produzierte Erzeugnisse wie etwa Farben, Putze und Laibungsplatten.

Autor: Andreas Ehrfeld | Fotos: Ehrfeld/Gima

Gima steht für Gipser- und Malerbedarf. Rund 1.000 Eigenentwicklungen haben im Unternehmen im Lauf der Jahre das Licht der Maler- und Stuckateurswelt erblickt. Klar, dass da expandiert wird. Seit Kurzem gehört etwa das renommierte Farbenwerk Koch aus Ansbach zum Unternehmen. „Das haben wir übernommen, da sich kein Nachfolger für den Farbenspezialisten finden ließ“, so der geschäftsführende Gesellschafter Roman Zahner. „Gerade Betriebe, die in den eigenen Reihen keine Nachfolger finden, sind für unsere eigene Expansion interessant“, erklärt er die Wachstumsstrategie. Auf 19 Zweigniederlassungen „von Frankfurt an abwärts“ bringe man es derzeit. Der Stammsitz in Herrieden umfasst 7.000 Quadratmeter Lagerfläche und bietet 80 Mitarbeitern und neun Auszubildenden in Vertrieb, Verwaltung, Lager und Technik Arbeitsplätze. Der angeschlossene Fachmarkt wird stark frequentiert: Etwa 1.500 Besucher im Monat verzeichnet der Abholmarkt, dabei sind natürlich auch jene Handwerker mitgezählt, die mehrmals täglich auftauchen.

Der Druck auf einen Mittelständler ist auch in der Malerbranche hoch, in Franken aber sieht man sich gut gerüstet für die Zukunft. „Wir können alle vier Jahreszeiten gut überbrücken“, sagt Marketingleiter Markus Fliegner. Er rühmt zudem die kurzen Entscheidungswege und die Nähe zum Markt, wodurch auch kurzfristig auf Bedürfnisse der Handwerker reagiert werden könne. Um dies zu gewährleisten, werden die Außendienstler regelmäßig hausintern geschult. Themen sind dann beispielsweise Neuerungen und Techniken aus den Bereichen Putz, WDVS und Farbe. Schließlich müssten die Außendienstler beim Kunden fit sein, schon auch einmal einen Putz aufziehen können, erklärt Ralf Henschel vom technischen Vertriebssupport das Schulungskonzept des Mittelständlers. Den Maler sieht man bei der Gima als „clever aufgestellt“ an, da er bei Renovierungs- und Sanierungsarbeiten nahezu ein Komplettanbieter sei. Dem trägt auch das Unternehmen selbst Rechnung und bietet künftig auch zum Thema Boden verstärkt Produkte an. Die Klebefolie Floor-Protect, die dieser Tage auf den Markt kam, macht den Anfang.

Klebebänder

Begonnen hat das Unternehmen in den 1960er-Jahren recht bescheiden. Heinz Zahner, Romans Vater, verkaufte als Handelsvertreter Pinsel quasi „aus dem Auto heraus“ an Malerbetriebe im Umland. Doch dabei sollte es nicht lange bleiben. „Mensch, Klebebänder wären ein Geschäft“, dachte sich Heinz Zahner um das Jahr 1972 herum. Schnell wurden diese dann ins Portfolio aufgenommen und sind bis heute wichtiger Erfolgsfaktor für das fränkische Unternehmen. Schließlich macht die Produktsparte „Abdecktechnik“ etwa zehn Prozent des Gesamtumsatzes aus.

Stete Weiterentwicklung der Klebebänder ist selbstverständlich. Stolz sind sie auf das „orangefarbene“ und das „blaue“ Malerband, die beide in Europa produziert werden. Selbst der Klebstoff auf den Bändern wird selbst hergestellt.

Nach wie vor wird jede Lieferung im Labor stichprobenartig getestet, bevor die Ware an den Handwerker geht. Das „Bayerische Verputzerband“ ist sogar vom Institut für Oberflächentechnik (IFO) geprüft. Das Institut bestätigte, dass das Klebeband nach dem Aufbringen bis zu 30 Tage rückstandsfrei abziehbar ist, der Untergrund nicht beschädigt wird.

Umsatzbringer

Seit nun schon 22 Jahren ist ein weiterer Umsatzbringer, die patentierte Laibungsplatte, im Programm der Gima. Sie wird in Herrieden-Birkach und in der Niederlassung Brandis (bei Leipzig) gefertigt. Viele Fertighaushersteller haben dieses Produkt mit verbaut, da es schlagregen- und winddicht ist. Über zwölf Millionen laufende Meter der Platte, so Ralf Henschel, seien seit Produktionsstart verbaut worden. Da sich auf der Laibungsplatte für Schimmel keinerlei Nährstoffe finden lassen, ist das Produkt auch unter dem Aspekt „Wohngesundheit“ äußerst attraktiv.

Hierauf liegt dann auch der Fokus bei „Kalle“, einem neu entwickelten Kalk-Lehm-Hanfputz, der eines der „jüngeren Kinder“ im Produktportfolio des Unternehmens ist. „Wir sind die Marke der Profis, nicht der Heimwerker“, erweitert Roman Zahner den Firmenslogan etwas. Ein schönes Schlusswort.

Weitere Informationen:
bit.ly/2Is3Xb3


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