Betrieb & Markt

Multi-Talent

Eine gelungene und akzentuierte Gestaltung an Wänden freut den Kunden und gibt dem Maler eine gute Referenz mehr. Foto: Caparol
Materialien, die vielseitig in der Anwendung sind, geben dem Maler mehr Handlungsoptionen und können einen guten Deckungsbeitrag bieten.

Kai Sonntag

Es kommt nicht sehr häufig vor, dass ein Malerbetrieb sich nahezu komplett auf den Kundenkreis der Privatkunden spezialisiert. Beim Betrieb von Mathias Schröder mit zwölf Mitarbeitern, aus Vellmar vor den Toren Kassels, ist das der Fall. Seit 1949 besteht das Unternehmen, das von dem 36-jährigen Malermeister nun in der dritten Generation geführt wird. „Wir haben zu 98 Prozent Privatkunden“, berichtet er. Er hat sich nicht nur auf Privatkunden, sondern auch im Tätigkeitsbereich weiter spezialisiert. „Wir führen für unsere Kunden zwar im Prinzip alle Malerarbeiten durch, aber ganz überwiegend sind wir in der Innenraumgestaltung tätig, machen nur wenig Fassaden oder WDVS.“ Neben der Gestaltung von Innenwänden bilden zudem Bodenbeläge und textile Wandgestaltungen einen wesentlichen Teil des Leistungsangebots. „Wir haben auch einen Verkaufsbereich mit eigenem Tapetenstudio sowie eine eigene Näherei für die Anfertigung von Gardinen und anderen Wandbehängen.“
Tradition und Kalkül
Für Mathias Schröder hat die Konzentration auf Privatkunden Tradition. „Mein Großvater hatte dies bereits begonnen und sehr intensiv gepflegt, mein Vater hatte das ebenfalls weitergeführt, sodass ich nun gut darauf aufbauen kann.“ Es ist aber nicht nur Tradition, sondern auch Kalkül, das dahintersteckt.
Es lohnt sich daher, hier einen genaueren Blick drauf zu werfen. Denn in der Regel versuchen Malerbetriebe, einen weiten Kundenkreis zu gewinnen. Das ergibt durchaus Sinn, erschließt es doch die Möglichkeit, „auf mehreren Füßen zu stehen“. Firmenkunden oder die öffentliche Hand haben ohne Zweifel den Vorteil, dass die Aufträge vom Volumen her größer sind. Dafür ist der Preisdruck höher, oft müssen sich die Betriebe in Ausschreibungen gegen Billiglohnkonkurrenz durchsetzen. Zudem sind die Aufträge in der Regel klar definiert, es gibt wenig Handlungsspielraum für den Maler, eigene Ideen umzusetzen. Ein zusätzlicher Unterschied besteht darin, dass es meistens keinen direkten Kontakt zu den Bauherren gibt, da diese Architekten oder Generalunternehmer zwischenschalten. Da diese wiederum häufig Festpreisvereinbarungen mit ihren Kunden haben, geht es bei der Auswahl der Handwerksbetriebe nur noch nach dem Preis – oder der Preis wird im Nachhinein durch Mängelrügen gedrückt.
Bei Privatkunden gibt es – in der Regel – dazu deutliche Unterschiede. Die Aufträge sind kleiner. Dafür berichten Malerbetriebe davon, dass die Zahlungsmoral besser ist. Darüber hinaus hat der Malermeister die Möglichkeit, durch gute Beratung, professionelle Präsentation und kreative Ideen die Verhandlung weg von der reinen Betrachtung des Preises zu lenken.
Handlungsspielraum
„Oft haben die Kunden noch keine genaue Vorstellung, was sie genau wollen“, berichtet Mathias Schröder. „Mir gibt das die Möglichkeit, dem Kunden Vorschläge für die Gestaltung seiner Innenwände zu unterbreiten. Ideal ist es dann für mich, wenn ich eine attraktive Gestaltungsidee vorstellen kann, die jedoch gleichzeitig kostengünstig ist, ich aber selbst einen guten Deckungsbeitrag damit erwirtschaften kann.“ Die Möglichkeit, flexibel Materialien einsetzen zu können, um damit den eigenen Handlungsspielraum zu erhöhen, gewinnt insgesamt an Bedeutung, egal ob der Kunde ein Unternehmen, ein Privathaushalt, ein Bauträger oder eine öffentliche Institution ist. Auch wenn bei Ausschreibungen die Gestaltung bereits feststeht, gibt es im Nachhinein doch noch Änderungen durch Sonderwünsche des Kunden oder kann eine zusätzliche Gestaltungsidee den Ausschlag für die Vergabe geben. Doch die Flexibilität und damit der Handlungsspielraum sind bei Aufträgen in Privatwohnungen zweifellos am größten. Für Mathias Schröder kommt in diesem Zusammenhang häufig Capadecor MultiStructurStyle von Caparol zur Anwendung.
Flexibel und vielseitig
Matthias Schmucker ist Produktmanager für dekorative Innenwandtechniken bei Caparol in Ober-Ramstadt. „Capadecor MultiStructurStyle ist ein Material zur Gestaltung von Innenräumen, das wir seit 2007 anbieten. Für den Malerbetrieb ist es äußerst flexibel und vielseitig anwendbar.“ Was das bedeutet, erklärt Mathias Schröder. „Das Material wird direkt auf den Untergrund aufgetragen und lässt mir nachher die Möglichkeit, es auf die unterschiedlichste Art und Weise gestalterisch zu verändern.“ So könne es beliebig eingefärbt werden, es kann mit anderen Materialien kombiniert werden und eigene Akzente in einem Raum gesetzt werden. „Schöne Effekte habe ich etwa mit der Aufbringung von CapaGold erzielt.“ Die hohe Kombinationsfähigkeit mit anderen Materialien erklärt Matthias Schmucker von Caparol mit der hydrophoben Oberfläche, die zu einer sehr langen Offenzeit bei nachträglicher Überarbeitung führe. Capadecor MultiStructurStyle sei damit sowohl als Zwischen- wie auch als Schlussbeschichtung geeignet. Da es hochweiß eingestellt ist, sei gleichzeitig eine sehr gute Untergrundabdeckung gewährleistet. „Aus unserer Sicht handelt es sich um ein Multi-Talent ohne Kompromisse, das alle wichtigen Eigenschaften in einem Produkt vereint.“
Gestalterische Akzente
Gute Erfahrungen, berichtet Mathias Schröder, habe er damit gemacht, den Kunden gestalterische Akzente in den Räumen anzubieten, z.B. eine Hälfte der Wand gestalterisch zu akzentuieren und die andere Hälfte einfarbig zu streichen. „Die Kunden nehmen es positiv auf, wenn ihnen eine individuelle Lösung für ihre Räumlichkeiten angeboten wird.“ Gerade in Bereichen, in denen der Anspruch auf Optik hoch ist, können hier gute Ergebnisse erzielt werden. „Dazu gehören natürlich die Wohnräume, aber auch die Flure oder sogar die Bäder und Küchen.“ Ein Grund für die guten Möglichkeiten, Akzente zu setzen, liegt für Matthias Schmucker darin, dass Capadecor MultiStructurStyle in verschiedenen Strukturgraden erhältlich ist. „Das hat den Vorteil, dass innerhalb eines Raumes mit unterschiedlichen Körnungen gearbeitet werden kann, ohne dass etwa unterschiedliche Weißgrade vorhanden sind. Neben der Möglichkeit der Kombination mit anderen Materialien ergeben sich hiermit weitere Gestaltungsideen, indem die Körnungen miteinander kombiniert und etwa farblich voneinander abgesetzt werden. Es ist damit nicht einfach nur eine Farbe, sondern eine strukturgebende Farbe.“
Gute Verarbeitung
Für Matthias Schmucker spielt die gute Verarbeitung eine große Rolle bei der Wahl des Materials. „Wir haben darauf geachtet, dass das Material sowohl spritz- als auch rollfähig ist. Damit können Großverarbeiter dieses Material verwenden, ohne dass es extra eingestellt werden muss. In der Regel kommen die Verarbeiter mit einem Anstrich aus.“ Wichtig sei bei der Entwicklung weiter gewesen, dass das Material später leicht überarbeitet werden kann. „Wenn der Kunde die Wand nach zwei Jahren neu gestaltet haben möchte, ist das leicht möglich.“ Zusätzlich weist er darauf hin, dass das Material nicht brennbar nach A2 ist, was eine entsprechende Bedeutung für Fluchtwege hat. „Das spielt eine große Rolle bei größeren Gebäuden oder auch im gewerblichen und im öffentlichen Bereich.“
Deckungsbeitrag
Auf die Frage nach dem Deckungsbeitrag lächelt Mathias Schröder. „Wenn wir damit keinen guten Deckungsbeitrag erzielen würden, dann könnten wir das nicht machen.“ Für Matthias Schmucker ist das keine Überraschung. „Uns wird das häufig gemeldet.“ Gerade die einfache Verarbeitung im Verhältnis zu den Möglichkeiten, eröffne dem Malerbetrieb die Chance, beim Kunden ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis zu erzielen. Für den Malermeister aus Velmar ist es letztendlich ganz einfach: „Die Kunden freuen sich über die schön gestalteten neuen Wände, und ich habe eine gute Referenz mehr.“

kompakt
Wer Gestaltungsideen beim Kunden präsentieren kann, hat dem Wettbewerb gegenüber einen deutlichen Vorsprung.
Weitere Informationen: Caparol Farben Lacke Bautenschutz Roßdörfer Straße 50 64372 Ober-Ramstadt Tel.: (06154) 71-0 info@caparol.de www.caparol.de

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