Aus Neu mach Alt

Das neu gebaute Restaurant „Wilde Ente“ am Seilersee in Iserlohn sollte Holzflächen im Vintage-Look erhalten. Dank einer speziellen Technik erscheinen die neuen Oberflächen nun in einer gemütlichen Used-Optik und fügen sich harmonisch in das Ambiente ein.

Fotos: Brillux

Wie gelingt es, neues Holz auf eine ansprechende Weise alt aussehen zu lassen? Diese Frage stellte sich die Strahltec GmbH im neu gebauten Restaurant „Wilde Ente“ am Seilersee in Iserlohn. Die Technische Beratung von Brillux entwickelte auf Basis der Lacryl Holzlasur 235 eine spezielle Lasurtechnik. Mit dieser konnten die Maler die neuen Fichtenholzflächen in rissig-geflammte Altholzoberflächen verwandeln. So erhielt der Gastraum im Maisonette-Stil neben geflammtem Stahl und gusseisernen Sprossenfenstern auch warme Holztöne als Gestaltungsmittel.

Die Callerbachtalsperre, genannt Seilersee, ist ein beliebtes Naherholungsgebiet im sauerländischen Iserlohn und bietet vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Zwischen Seilersee und -wald betreibt das Hotel „Vier Jahreszeiten“ eine Minigolfanlage. Eine idyllische Lage direkt am See und 200 Kilometer lange Wander- und Radrouten – wäre das nicht ein idealer Standort für Gastronomie? So kamen die Eigentümer des Hotels auf die Idee, direkt am Seilersee, gleich neben der Minigolfanlage ein Restaurant zu bauen. Der Name ist inspiriert von den wilden Enten, die mit Vorliebe die Minigolfanlage bevölkern.

Die Bruchsteinfassade des Restaurants verleiht im Zusammenspiel mit den speziell angefertigten gusseisernen Sprossenfenstern einen rustikal-modernen Look. In nur acht Monaten entstand der Neubau als Fertigbetongebäude. Mit der Ausführung sämtlicher Malerarbeiten war Strahltec beauftragt worden.

Holzimitat

„Bei diesem Projekt bestand die Herausforderung darin, dass der Bauherr sämtliche neuen Holzflächen in rissig-geflammte Altholzoberflächen verwandeln wollte“, erklärt Willi Schönenberg, Geschäftsführer Strahltec. „Als Vorlage für die gewünschte Optik gab uns der Bauleiter ein Holzmuster mit kaschierter Folie. Diese Vorlage sollten wir mit unserer Beschichtung so gut wie möglich imitieren. Da wir schon immer mit Brillux zusammenarbeiten, wandte ich mich mit dieser Aufgabenstellung an die Technische Beratung.“

Andreas Schremb, Technischer Berater bei Brillux, entwickelte eine spezielle Lasurtechnik und legte mehrere Musterplatten an. „Obwohl es sich um einen Neubau handelt, sollte das Restaurant so aussehen, als ob es schon 100 Jahre alt sei. Um die fototechnische Vorlage nachzustellen, galt es, Farbton, Maserung und Narbigkeit möglichst 1:1 zu imitieren“, so Schremb. Vier verschiedene Lasurfarbtöne der Holzlasur ergaben in Kombination die gewünschte Farbigkeit. Neben den verschiedenen Lasurfarbtönen in ungleichmäßigem Auftrag wurde das rissige Erscheinungsbild durch den Einsatz von Stahlkämmen erzeugt, mit denen die noch feuchte Lasur jeweils durchzogen wurde.

Neues auf alt getrimmt

„Auf der Baustelle gab es einen unsichtbaren Teil des Dachstuhls. Dort habe ich die Ausführung der Lasurtechnik erläutert und die Maler konnten üben. Nachdem das Team die neue Technik beherrschte, lasierten die Maler damit sämtliche Fichtenholzflächen im Innenbereich“, erläutert der Technische Berater. „Das Restaurant ‚Wilde Ente‘ ist ein schönes Beispiel dafür, wie man mit modernen Werkstoffen gealterte Flächen erstellen kann – und das mit wasserbasierten Materialien.

Buckelputz

Die Wände im Restaurant wurden im Look früherer Industriehütten von einem Stuckateur im Buckelputz gestaltet und vom Malerteam mit der Silikat-Innenfarbe 1806 beschichtet.

Weitere Informationen:
www.brillux.de


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