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Bodensanierung: Der Politik den Boden bereitet - Zum Malerblatt

Der Politik den Boden bereitet
Bodensanierung

Im Zentrum Stuttgarts liegt das baden-württembergische Wirtschaftsministerium. Im denkmalgeschützten Dienstgebäude stand ein 250 Quadratmeter großer Sitzungssaal zur Sanierung an. Know-how im Umgang mit historischen Bausubstanzen und kritischen Untergründen war ebenso gefragt wie hochwertige und gut aufeinander abgestimmte Baustoffe beider Bodensanierung.

Das Gebäude besteht aus einem Haupt- und einem Nebenflügel, dem sogenannten Casinobau, und einem Anbau aus neuerer Zeit. Den Anforderungen des Denkmalschutzes entsprechend, sollte die Parkettverlegung im Sitzungssaal des Casinobaus in ursprünglicher Bemaßung und Holzart erfolgen – mittig und fugenlos. Verlegt wurde ein Würfelparkett in europäischem Ahorn mit dem Aderstab „meccrosse“. Das Raumstudio Stern aus Tannhausen, spezialisiert auf die Bodenverlegung in öffentlichen Gebäuden, war mit der Bodensanierung betraut. Erfahren auch im Umgang mit Altbauten, holte sich Geschäftsführer Alexander Stern die PCI Augsburg mit ins Boot. Fachberater Stefan Schweizer stellte nach der Baubesichtigung und Analyse des Untergrundes die Produkte zusammen und stand auch während des Bauvorhabens vor Ort beratend zur Seite. „Parkett ist aus verlegetechnischer Sicht ein anspruchsvoller Naturwerkstoff. Holz arbeitet, gibt Feuchtigkeit ab und nimmt sie auf“, erklärt Stefan Schweizer. „Auf dem nahezu bewegungslosen Untergrund entstehen Spannungen, die wir mit unseren Verlegeprodukten bestmöglich auffangen müssen. Der Untergrund ist optimal vorzubereiten.“

Professionell vorbereitet
Dieser bestand aus Gussasphalt, der einerseits Risse und Fehlstellen aufwies, andererseits mit Schlitzen für Elektrokabel und Erddosen versehen werden musste. Zum Verfüllen und kraftschlüssigen Verschließen kam ein mit Epoxigrund Rapid hergestellter Epoxidharz-Mörtel zum Einsatz. Vorteilhaft daran: die kurze Aushärtungszeit von nur 3,5 Stunden. Verstärkt wurde der Untergrund durch Einarbeiten der Armiermatte GFS an Stellen mit Rissen und bei Anschlussfugen. Der gesamte Untergrund einschließlich der mit Epoxigrund-Mörtel ausgebesserten Flächen wurde anschließend mit dem Universal-Vorstrich VG 2 grundiert und ersetzte das mühevolle und zeitintensive Absanden. Der Vorstrich ist mit einer feinporigen Schaumstoffwalze oder einem Flächenstreicher – je nach Untergrund unverdünnt oder 1 : 2 mit Wasser verdünnt – aufzutragen und ermöglicht durch die gelblich-orange Farbe eine gute Flächenkontrolle der grundierten Stellen.
Nach 30 Minuten begehbar
Der Vorstrich sorgt für ein gleichmäßiges Saugverhalten des Untergrundes, verhindert Blasenbildung und den zu schnellen Wasserentzug beim Auftragen der nachfolgenden Bodenausgleichsmasse. Auf den meisten Untergründen ist VG 2 nach circa 15 bis 30 Minuten begehbar und nach rund einer Stunde bereit für das Aufbringen der Spachtelmasse. Hierfür verwendeten die Bodenleger des Raumstudios Stern die Universal-Spachtelmasse USP 32 S. Die zementäre, fließfähige Spachtelmasse lässt sich einfach verarbeiten, d. h. ausgießen und mit einem Spachtel oder einer Stiftrakel in der benötigten Schichtdicke verteilen. Eine Stachelwalze sorgt während des Einbaus für die erforderliche Entlüftung. Besonders punktet die Universal-Spachtelmasse mit einer schnellen Trocknung auch in hohen Schichtstärken.
Anspruchsvolle Verlegearbeit
Auf Ebenheit und Saugfähigkeit überprüft, gab Fachberater Stefan Schweizer anschließend den Untergrund frei für die Parkettverklebung. Als ideale Ergänzung zur Untergrundvorbereitung mit den Produkten VG 2 und USP 32 S kam der wasserfreie SMP-Parkettkleber PAR 365 zum Einsatz. Er eignet sich mit seinem relativ harten Klebstoffbett und gleichzeitig elastischen Eigenschaften für eine quellfreie Verklebung fast aller gängigen Parkett- und Holzarten. Der Parkettkleber ist gebrauchsfertig und einfach zu verarbeiten: Die benötigte Klebstoffmenge aus dem Eimer entnehmen und mit einem geeigneten Zahnspachtel gleichmäßig auf den Untergrund auftragen, das Parkett mit leicht schiebender Bewegung in das Klebstoffbett einlegen, gut anklopfen und gegebenenfalls anwalzen. Belastbar und schleifbar ist das verklebte Parkett bereits nach circa 24 Stunden, die Endklebekraft erreicht der Kleber nach rund drei Tagen.

praxisplus
Produkte:
Epoxigrund Rapid
Armiermatte GFS
VG 2
USP 32 S
PAR 365
Planung:
cda architekt Christoph Daniel Anstett, Stuttgart
Verarbeiter:
Raumstudio Stern Ltd., Tannhausen
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