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Gleichgewicht zwischen Farbe und „Nicht-Farbe“

Farbe & Inspiration
Gleichgewicht zwischen Farbe und „Nicht-Farbe“

Farben, die wie ein Regenbogen leuchten, angeordnet in der Manier Piet Mondrians: Acht Häuser des Bauvereins Gütersloh avancieren in der Marthastraße mit ihrer außergewöhnlichen Farbgestaltung zu einem Hingucker. Auch die energetisch sanierten Fassaden beeindrucken.

Albert Klein/Fabian Störckmann

Zentrales Ziel bei der Sanierung der Siedlung Marthastraße durch den Bauverein Gütersloh war die Verbesserung der Energieeffizienz. Laut Gutachten kann mit einer Energieersparnis von bis zu 63 Prozent gerechnet werden. So erhielten die acht Häuser ein neues Wärmedämm-Verbundsystem für die Fassaden, ein neues Dach über den gedämmten obersten Geschossdecken, eine Zentralheizung mit Brennwerttechnik, moderne Eingangstüren für Häuser und Wohnungen und dreifachverglaste Fenster. Zur Verhinderung von Kältebrücken am Übergang der Betonplatten der Balkone zu den Außenmauern, wurden zudem die alten Balkone durch neue vorgestellte Balkone ersetzt.
Zusammenspiel
Im Rahmen der Bestandssanierungen gestaltet der Bauverein auch jedes Objekt mit einem eigenen Farbkonzept. Unterschiedlich große, grau umrahmte Rechtecke sind mit leuchtenden, bunten Farben und Weiß ausgefüllt. Zu dieser streng geometrischen Unterteilung ließ sich die beauftragte Farbdesignerin Petra Breuer von Bildern des niederländischen Malers Piet Mondrian inspirieren. In Mondrians bekanntesten Werken sind keine weichen und geschwungenen Linien zu sehen. Alle Linien sind gerade und verlaufen entweder horizontal oder vertikal. Dennoch herrscht ein Gleichgewicht zwischen Farbe und „Nicht-Farbe“, das dadurch entstehen kann, dass eine große Fläche von „Nicht-Farbe“ im passenden Verhältnis zu der kleineren Fläche „Farbe“ steht.
Wärmedämmung
Kein Wasser, kein Strom, kein Anrühren – die überaus einfache, saubere und komfortable Verarbeitung ist nur einer der großen Vorteile, mit denen das WDV-System Qju überzeugt. Reinhard Pietsch, Vorarbeiter des Malerbetriebes Rickmann, der die Fassadensanierung in der Marthastraße federführend ausführte, ist begeistert von dem Brillux WDV-System: „Wir arbeiten seit Jahren ausschließlich mit Qju und erzielen damit exakte, lotrechte Flächen. Für die Umsetzung von anspruchsvollen Farbkonzepten sind perfekte, ebene Oberflächen das A und O.“ Alles im Lot – so lautet das Qju-Prinzip in drei Worten. Das patentierte WDV-System besteht aus dem speziellen, teilkollabierenden und nur gering nachexpandierenden lebeschaum, den Fixierungswinkeln und den Dämmplatten auf Basis von expandierendem Polystyrol (EPS). Diese Systemkomponenten ermöglichen die einfache, exakt lotrechte Fixierung der hinterfrästen Dämmplatten. Für eine versatzfreie Verlegung sind die Dämmplatten mit umlaufender Nut und Feder ausgestattet. Da der Abstand von Nut und Feder stetsgleich ist, lassen sich unterschiedlich dicke Platten so miteinander kombinieren, dass schiefe, aus dem Lot stehende Fassaden begradigt oder große Untergrundunebenheiten ausgeglichen werden.
Exakte WDVS-Anschlüsse
Für die Dichtigkeit und die Leistungsfähigkeit eines WDVS ist die exakte Ausführung von Fensteranschlüssen von entscheidender Bedeutung. Für die WDVS-Anschlüsse rund um die Fenster der acht Häuser in der Marthastraße setzte das Malerteam das Fensterbanksystem TwoSafe sowie die WDVS Laibungsplatte EPS 3858 ein. „Während TwoSafe zuverlässig Feuchtschäden und Stauchungsrisse verhindert und durch ein spezielles Detail thermisch bedingte Längenänderungen der Aluminium-Fensterbank kompensiert, lassen sich mit der WDVS Laibungsplatte EPS 3858 die Laibungen exakt und zeitsparend dämmen“, erklärt Claus Hegemann, Technische Beratung Brillux. Bei der WDVS Laibungsplatte handelt es sich um ein Dämmelement mit integriertem Eckprofil und Gewebestreifen. Die beidseitig besandete, mineralische Beschichtung mit Vlieseinbettung macht eine Armierung der Laibungen überflüssig. „Die fein strukturierte Oberfläche kann direkt beschichtet werden – das spart kostbare Zeit, und schafft, wie an den Gebäuden in der Marthastraße zu sehen ist, die ideale Voraussetzung dafür, die Detailarbeit rund um die Fenster akkurat auszuführen“, so Hegemann.
Acht Häuser, acht individuelle Farbentwürfe: Die Umsetzung des Farbentwurfes war zeitaufwendig und erforderte eine exakte Planung. Schließlich musste im Vorfeld genau durchdacht werden, wann welcher Farbton wo zum Einsatz kommen sollte. Die Rechtecke und Linien wurden zunächst aufgezeichnet, abgeklebt und dann im entsprechenden Grundfarbton vorgestrichen. Auf diese Weise wurden „Farblöcher“ zwischen Klebeband und Putz verhindert und im Ergebnis eine sehr exakte, saubere Ausbildung der Farbfelder erzielt. Ausgeführt wurde die Beschichtung der Fassaden mit Evocryl 200, einer 100 Prozent Reinacryl-Fassadenfarbe. Dank der Evoflex-Technologie, einer neuartigen Bindemittelkombination, bewirkt Evocryl 200 eine flexible Oberflächenhärte der Beschichtung, die vor Verschmutzung schützt – Schmutzpartikel haben kaum noch Möglichkeiten, an der Oberfläche der Beschichtung anzuhaften. Gleichzeitig punktet die matte Fassadenfarbe mit einer hohen Schutzfunktion gegen aggressive Luftschadstoffe, großer Farbtonvielfalt und hoher Farbtonbeständigkeit.

Bautafel
Ausführender Malerbetrieb:
Rickmann-Malerbetrieb, Gütersloh
Ausschreibende Stelle:
Gemeinnütziger Bauverein Gütersloh eG
Eingesetzte Produkte:
WDV-System Qju
WDVS Laibungsplatte EPS 3858
Fensterbanksystem TwoSafe
Brillux Rausan
Evocryl 200
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