Farbe & Inspiration

Starke Farben, starke Wirkung

Drei Bars aus dem Rhein-Main-Gebiet zeichnen sich aus durch den Einsatz metallisch glänzender Oberflächen und dunkler kräftiger Farbtöne. Wir haben in diesem Artikel einige Gestaltungsvarianten zusammengetragen.

Autorin: Petra Neumann-Prystaj | Fotos: Caparol

Jede Bar hat ihr eigenes Profil und ihr spezielles Publikum. Alle After-Work- und Late-Night-Etablissements haben aber auch etwas gemeinsam: eine stimmungsvolle Beleuchtung. Ganz gleich, ob sie sich in einem Keller verstecken oder das Prunkstück eines Hotels im obersten Stock sind. In Bars wird die Dunkelheit zelebriert und inszeniert, denn es ist die höhlige Anmutung eines Raums, die den Besuchern ein Gefühl von Geborgenheit und Abgeschirmtheit vermittelt.

Variante 1: Unterschiedliche Texturen

Zur atmosphärischen Wirkung einer Bar und ebenso zu ihrer Unverwechselbarkeit trägt neben der Beleuchtung sowie der Einrichtung auch die Wand- und Deckengestaltung wesentlich bei. Metallische Oberflächen in unterschiedlichsten Texturen bieten sich an, denn gerade bei Nacht erscheinen sie besonders interessant und kommen gut zur Geltung. Überraschende Effekte sollen dem Fachhandwerker mit der Dispersionsfarbe Metallocryl Interior gelingen, unabhängig davon, ob sich das Nachtlokal im Retro-Look präsentiert oder repräsentativ wirken soll. Wie ein Chamäleon passt sich die Effektbeschichtung der Umgebung an und spiegelt diffus und ganz unterschiedlich bei Tages- und Kunstlicht die jeweilige Lichtsituation wider.

Dank der kreativen Oberflächentechnik, die immer die Handschrift des Handwerkers trägt, entstehen individuelle Ergebnisse – egal ob gespachtelt, gebürstet oder mit Quarzsand versetzt. Dazu Maler- und Lackierermeister Markus Wedel: „Auf glatten Wänden kommt die Innenraumfarbe in feiner, gleichmäßiger Struktur besonders hochwertig und elegant zur Geltung; auf groben Untergründen und mit Quarzsandzugabe (MET-Perle) lassen sich ausdrucksstarke, lebendige Oberflächen erzeugen, die auch in Räume und Bars im Used-Look passen. Hier kann die wertige Oberfläche, unkonventionell aufgebracht, einen spannenden Kontrast zu anderen, weniger wertigen Materialien darstellen, wie zum Beispiel einem abgenutzten Betonboden in einer Studentenbar.“

Variante 2: Effektbeschichtung

Diese „glänzende Eigenschaft“ der Metallocryl-Beschichtung gibt der Bar des Kurhaushotels Bad Salzhausen ihren einmaligen Charakter. Die goldfarbene Decke, von Kristalllüstern angestrahlt, wirkt edel und passt zum klassischen Ambiente mit Möbeln in dunkler Holzoptik. Durch die hohen Fenster fällt der Blick auf eine Parklandschaft. Tagsüber reflektiert die mit der Bürste im Kreuzschlag aufgetragene Effektbeschichtung die natürliche Umgebung und lässt die Decke eher grünlich erscheinen. Am Abend ist der Eindruck deutlich wärmer, fast bräunlich. Zu den erholungssuchenden Gästen in dem traditionsreichen Hotel in ländlicher Umgebung passt die exklusive, gediegene Baratmosphäre mit edler Deckengestaltung.

Variante 3: Reduzierte Optik

Im Darmstädter „Wellnitz“, einer ehemaligen Buchhandlung, wurde der Barraum dem „Hillstreet Club“ nachempfunden, den der Inhaber vorher betrieben hatte. So erinnert eine Mischung aus „Coolness, Charme und Keller“ an den gastronomischen Ursprung. Speziell für die Wände der Bar hat der Hersteller einen dunklen Grauton (Capadecor Calcino Romantico) entwickelt, der in Spachteltechnik aufgetragen wurde und dem Raum schlichte Eleganz verleiht. Die rustikal wirkende Decke, beschichtet mit Metallocryl in Anthrazitgrau, erinnert an alte Eisenkonstruktionen und unterstreicht den Retro-Look. Ungewöhnlich ist die sehr dunkle Raumatmosphäre, bei der es kaum Kontrast zwischen Boden, Wand und Decke gibt. „Es entsteht eine fast nachtschwarze Raumhülle zum entspannten Abtauchen, die sich optisch zurücknimmt und die Aufmerksamkeit bewusst auf die trendige Beleuchtung, Einrichtung und Accessoires lenkt“, weiß Dipl.-Designerin Martina Lehmann vom FarbDesignStudio.

Variante 4: Hoher Pigmentanteil

Mit Wänden in leuchtendem Lapislazuli-Blau überrascht die Bar des Frankfurter Restaurants Maxie Eisen. Durch die großen Schaufenster in Richtung Straße fällt tagsüber viel Licht in den Raum und bringt das Blau zum Leuchten. Bei Nacht ist die Baratmosphäre geheimnisvoll, zumal dann, wenn sich die Schatten der Gäste auf den Wänden und den Spiegeln abzeichnen. Diesen Raum prägen die sehr glatten, glänzenden und monochromen Flächen. Die Bar wirkt dadurch schick, stark und extrovertiert. Der besonders hohe Pigmentanteil der blauen Wandbeschichtung aus der Innenfarbenkollektion Caparol Icons soll für bestechende Brillanz sorgen. Es soll der Eindruck entstehen, als wären die Wände mit feinster, schimmernder Seide bespannt.

Der Farbname „Ode to joy“ erinnert an Beethovens 9. Sinfonie und die
Europahymne. In Kombination mit metallischer, kupferfarbener Wandverkleidung sowie den dazu passenden Hockern entsteht ein cooles Ambiente, das in die Großstadt passt und ein trendorientiertes, junggebliebenes Publikum anspricht.

Weitere Informationen:
www.caparol.de



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