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Es geht auch anders

Gebäudehülle & Innenraum
Es geht auch anders

Mit ein und demselben Effektmaterial lassen sich ganz verschiedene Wirkungen erzielen. Drei Beispiele, wie eine Spachtelmasse auf Kalkbasis verarbeitet werden kann.

Johannes Gerdes, Brillux

Dekorspachtelmassen auf Kalkbasis sind auf dem Gebiet der kreativen Wandgestaltung seit einigen Jahren bekannt. Die marmorähnlichen Oberflächen mit dem changierenden Glanzgrad verleihen vielen Räumen die Anmutung venezianischer Paläste.
Bei der ursprünglichen und bekanntesten Verarbeitungstechnik „Stucco“ wird die Spachtelmasse in mehreren Arbeitsschritten aufgetragen und geglättet. Durch das Verpressen der abschließenden Spachtelschicht wird hierbei das Material so weit verdichtet, dass eine sehr glatte und glänzende Oberfläche mit dem marmortypischen changierenden Effekt entsteht.
Eine interessante Weiterentwicklung dieser klassischen Variante auf glattem Untergrund stellt die „Rustika“-Technik dar: Hierbei wird in bekannter Art und Weise gearbeitet, allerdings auf einem groben Streichputz. Das Ergebnis ist ein fein-rustikales Oberflächenbild mit changierendem Glanz und hoher Tiefenwirkung.
Doch nicht jeder bevorzugt den typischen Oberflächenglanz einer klassischen Kalkglättetechnik. Daher wurde nun mit „Lusso“ eine weitere Anwendungsvariante für Kalkspachtelmassen entwickelt, deren zurückhaltende Ausstrahlung hervorragend mit moderner, geradliniger Architektur harmoniert.
Der Untergrund für diese Technik sollte glatt gespachtelt und anschließend – möglichst im Farbton der Kalkspachtelmasse – grundiert werden. Nun wird die Dekorspachtelmasse in mittlerer Schichtdicke (etwa 300 Gramm pro Quadratmeter) gleich- mäßig aufgetragen. Mit der Schaumstoff-Strukturwalze wird das frische Material sofort kreuz und quer verarbeitet. Nach kurzer Wartezeit glättet man das erhabene Oberflächenprofil mit einer speziellen Kunststoffkelle ab.
Die getrocknete Fläche wird maschinell geschliffen. Dabei wird der für die Technik typische changierende Mattglanz erzeugt. Ein Schutzüberzug mit Dekowachs kann, muss aber nicht durchgeführt werden.
Das Ergebnis ist ein feinporiges, dezentes Oberflächenbild in matter Anmutung. Diese Variante einer Kalkspachteltechnik eignet sich, wie die beiden anderen Verarbeitungstechniken auch, sowohl für große Wandflächen als auch zur Betonung einzelner Raumelemente.

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