Startseite » Themen » Gebäudehülle & Innenraum »

Für den perfekten Auftritt

Gebäudehülle & Innenraum
Für den perfekten Auftritt

Die Nachfrage nach Designböden ist sowohl im Privat- als auch Objektbereich groß. Was ist bei der Verlegung zu beachten? Wie muss der Untergrund vorbereitet werden? Und auf welches Werkzeug sollte man zurückgreifen? Wir haben sechs Profitipps für Sie zusammengestellt.

Werner Löbbert, Brillux

Egal, ob Holz, Naturstein oder Fliesen – Designböden bestechen durch ihre authentische Optik und sind, dank innovativer Druck- und Prägetechnik, auch beim Auftritt von ihren natürlichen Vorbildern kaum zu unterscheiden. Der spezielle Materialaufbau aus heterogenem Vinyl macht die Böden strapazierfähig, feuchtigkeitsunempfindlich und bietet im Gegensatz zu Echtholz- und Steinmaterialien eine geringe Aufbauhöhe von 2 bzw. 2,5 Millimetern. Insbesondere bei der Renovierung von Neu- und Altbauten bieten die Böden dehalb Vorzüge gegenüber anderen Belagsarten wie Laminat oder Keramik.
Akklimatisierung
Designböden sind für ihre authentische Optik und ausgereifte Warenqualität bekannt. Allerdings erfordern die Materialeigenschaften von Designböden einige Besonderheiten in der Behandlung. Insbesondere die Temperierung spielt bei der sicheren und optimalen Verlegung eine große Rolle. In der Basis bestehen Designböden aus Polyvinylchlorid, das unter Temperatureinfluss zu geringen Dimensionsschwankung neigt. Aus diesem Grund ist eine ausreichende Temperierung des Bodenbelags vor Verklebung zwingend notwendig. Mindestens 24 Stunden vor der Verlegung sollte der Bodenbelag akklimatisiert werden. Die Raumtemperatur darf für die Verlegung 18 Grad Celsius nicht unterschreiten. Der Bodenbelag sollte dabei in der geöffneten Verpackung im Raum verteilt, liegend gelagert werden.
Untergrundfeuchtigkeit
Designböden sind dampfdichte Beläge. Auch wenn die Fugenkonstruktion theoretisch ein Diffundieren von Untergrundfeuchte zulässt, so sind die Regeln der Technik zur Bestimmung der Untergrundfeuchtigkeit zwingend einzuhalten. So darf zum Beispiel ein Zement-estrich eine Restfeuchtigkeit von 1,8 CM Prozent (lt. BEB Merkblatt) nicht überschreiten. In der Renovierung ist die Untergrundfeuchtigkeit in vielen Fällen unkritisch. Gerade aus diesem Grund sollte man sich aber nicht zu sicher fühlen und zumindest orientierend die Restfeuchte beurteilen. Der praxisgerechte Folientest gibt hier einen ersten Aufschluss. Wird hierbei Kondensat festgestellt, sind weitere Prüfungen – sinnvollerweise mit dem CM-Messgerät – erforderlich.
Spachtelung
Im Systemaufbau ist grundsätzlich eine Spachtelung der Bodenflächen erforderlich. Mit den richtigen Werkzeugen und der korrekten Arbeitsweise werden sehr glatte Bodenflächen erstellt. Für den definierten Schichtauftrag kommt ein Zahnrakel oder Stiftrakel zum Einsatz. Der Verlauf der Spachtelmasse wird mit der Entlüftungswalze zusätzlich angeregt. Gemäß dem Stand der Technik gilt, dass sichtbare Kellenschläge im Oberbelag nicht zu tolerieren sind, bei diesen handelt es sich letztlich um handwerkliche Fehler.
Verlegung
Für die Verlegung des Designbodens ist es hilfreich, die erste Planke anhand einer Schlagschnur auszurichten. Die erste Reihe wird dann immer im Versatz folgend verlegt. Somit ist gewährleistet, dass jede Planke zwei Anlageflächen hat (Kopfnaht und Seitennaht). Mit dieser Technik vermeidet der Maler Bogenverzüge und kann alle nachfolgenden Planken-Reihen problemlos und passgenau legen.
Verklebung
Wie bereits im ersten Schritt beschrieben, unterliegen Designbeläge geringen Maßschwankungen. Für eine sichere Verklebung kommen daher in der Regel Nassbettkleber mit harter Klebstofffuge zum Einsatz. Diese sollten eine gute Anfangshaftung haben, damit eine Fugenbildung vermieden wird. Moderne Klebstoffe entsprechen den gängigen VOC-Bestimmungen. Der GEV Emicode in der Klassifizierung EC1 plus ist hier das Optimum in Bezug auf VOC-Emissionen.
Anwalzen
Generell müssen Bodenbeläge nach der Verklebung mit Nassbettklebern mit der Andruckwalze nachgewalzt werden, um einen optimalen Haftungsverbund zu erzielen. Auch hier spielt die Raumtemperatur eine entscheidende Rolle: 72 Stunden nach der Verklebung bis zur vollständigen Aushärtung des Klebers muss die Raumtemperatur konstant bleiben.

praxisplus

Die Brillux Kollektion MyHome & Business bietet Designböden in 28 verschiedenen Dekoren für alle Beanspruchungsklassen. Alle Brillux Designböden sind durch den TÜV auf Schadstoffe geprüft, gesundheitlich und ökologisch einwandfrei und in allen Qualitätsstufen bauaufsichtlich nach DIN EN 14041 zugelassen. Durch die Umstellung auf Alternativen zu phthalathaltigen Weichmachern setzt Brillux mit Hexamoll DINCH nun auf ein Höchstmaß an Sicherheit und optimiert die Kollektion noch weiter in puncto Gesundheitsschutz.
Neben der freiwilligen TÜV-Schadstoffprüfung ist eine Allgemeine Bauaufsichtliche Zulassung der Bodenbeläge gemäß DIN EN 14041 eine Grundvoraussetzung und bietet dem Auftragnehmer Sicherheit, ein geprüftes Bauprodukt zu verwenden – gekennzeichnet mit dem Ü.
Weitere Informationen zu Lieferprogramm, Verlegung und Design sowie ein Anwendungsvideo „Designboden Myhome & Business“ finden Interessierte unter

Anzeige
Anzeige
Aktuelle Ausgabe
Titelbild Malerblatt 8
Ausgabe
8.2020
ABO
Anzeige
Produkt des Monats

Malerblatt Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Malerblatt-Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Medien GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Malerblatt-Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Malerblatt-Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de