Kriterien für echte Naturfarben

Nicht überall hält der Inhalt, was die Verpackung verspricht.Auro-Firmengründer Dr. Hermann Fischer hat zusammengefasst, worauf bei ökologischen Farben zu achten ist.

Fotos: Martin Mansel

Für Mensch und Umwelt unbedenklich – auf der Suche nach hochwertigen Farben suggerieren Verpackungslabel oder Produktnamen im Handel oft unbedenkliche Farben. Jedoch sind bei genauer Betrachtung die meisten Naturfarben gar nicht so natürlich wie zunächst angedeutet. Das Braunschweiger Unternehmen Auro hat über 30 Jahre Erfahrung und kann aufgrund eigener fundierter Forschungsarbeit verlässliche Kriterien für die Auswahl ökologischer Produkte liefern. Das Unternehmen setzt auf Produkte, die aus Rohstoffen pflanzlichen und mineralischen Ursprungs stammen und so schonend wie möglich hergestellt werden. „Eine wirkliche Naturfarbe zeichnet sich dadurch aus, dass die Rohstoffe aus nachwachsenden oder mineralischen Quellen stammen. Höchstmögliche Transparenz dem Kunden gegenüber ist für uns das A und O. Dies garantieren wir durch die vollständige Deklaration aller Inhaltsstoffe“, erklärt Firmengründer Dr. Hermann Fischer, „Hersteller, die ihre Farben trotz großer Anteile petrochemischer Inhaltsstoffe als „Naturfarben“ bezeichnen, erkennt man oft schon am Einsatz von Isoaliphaten oder an der verschleierten Deklaration der Inhaltsstoffe“. Neben der sauberen Auswahl der Rohstoffe gehört eine ständige Qualitätskontrolle und Optimierung der Produktionsprozesse selbstverständlich dazu. Begriffe wie „Natur“ oder „Bio“ sind heute so positiv besetzt, das sie sehr oft genutzt werden. Nicht allein das Angebot, sondern auch die Vielfalt der Sicherheit suggerierenden Label auf Wandfarben, Lacken, Lasuren, Ölen oder Wachsen ist groß. Kaufinteressenten sollten auf bestimmte Reizworte achten. Tauchen beispielsweise die Worte Isoaliphate oder Isoparaffine in der Zusammensetzung auf, handelt es sich nicht um eine Naturfarbe. Die Braunschweiger setzen hingegen auf Pflanzen als Lieferant von stets erneuerbaren Rohstoffen. Sie lassen sich vielfältig nutzen. Aus Stängeln wird Zellulose gewonnen, aus Blättern Farbstoffe, Wachse von Blattoberflächen, Fette und Eiweiße aus Früchten und Duftstoffe genauso wie Harze aus Blüten. Tausende von Pflanzenarten bilden die Basis für die Erzeugung von Hunderttausenden verschiedener Stoffe.

Es lohne sich genau hinzuschauen, denn die Zusammensetzung entscheidet über Umwelt- und Gesundheitsaspekte eines Produkts von der Herstellung über die Gebrauchsphase bis zur Entsorgung. Ein wirkliches Naturprodukt bewahrt eine intakte, lebendige Umwelt und nützt den Verbrauchern durch verlässliche, natürliche Inhaltsstoffe. Es ist am Ende seines Lebenszyklus kein Sondermüll, sondern kann einfach kompostiert werden. Interessenten, die einen Weg durch den Dschungel der Ökosiegel, Zertifizierungen und Label suchen, sollten sich nicht von den Versprechungen der Hersteller blenden lassen, sondern sich im Fachhandel ausführlich beraten lassen.

Video zum Thema:
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Hintergrund

Die Auro Pflanzenchemie AG mit Sitz in Braunschweig setzt konsequent auf den Einsatz von Naturstoffen im Bereich Farben, Holzpflege und Reinigungsprodukte. Gründer und Öko-Pionier Dr. Hermann Fischer setzt sich bereits seit Ende der 70er-Jahre für eine „grüne Chemie“ ein, also dafür, Alltagsprodukte nicht mehr auf Erdölbasis, sondern auf der Grundlage von Pflanzen, Algen, Mikroorganismen und mineralischen Stoffen herzustellen.

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