. Normgerecht dicht - Malerblatt Online

Gebäudehülle & Innenraum

Normgerecht dicht

Die neue Normenreihe zur Abdichtung gewährleistet mit ihrer übersichtlichen Struktur eine bessere Handhabung und vereinfacht zukünftige Aktualisierungen.

Die DIN 18531 untergliedert sich in mehrere Teile: Teil fünf definiert die Anforderungen an Abdichtungen von Balkonen, Loggien und Laubengängen. Zu den verwendbaren Abdichtungsstoffen zählen Bahnen aus Bitumen- und Polymerbitumen, Kunststoff- und Elastomerbahnen, flüssig aufzubringende Abdichtungsstoffe sowie flüssig aufzubringende Abdichtungsstoffe mit integrierter Nutzschicht. Sie können für alle Anwendungsbereiche der DIN 18531 eingesetzt werden. Betrachtet man die verwendbaren Flüssigkunststoffe (FLK), ist festzustellen, dass Polymethylmethacrylatharze (PMMA), ungesättigte Polyesterharze (UP) sowie Polyurethanharze (PUR) ebenfalls in allen Bereichen Anwendung finden. Die neue Norm gilt für den Neubau und die Sanierung. Dem Zusammenspiel von Planern und Ausführenden wird dabei eine hohe Bedeutung zuteil. Können Anschlussarbeiten etwa aufgrund der vorliegenden Bestandssituation nicht normgerecht ausgeführt werden, sollte der Verarbeiter den Hinweis geben, dass eine Abweichung vorliegt. Um Dichtheit und Dauerhaftigkeit zu gewährleisten, sind geeignete Stoffe zur Abdichtung zu wählen. Hierzu zählen alle in der DIN 18531–5 genannten Abdichtungsstoffe, Flüssigkunststoffe (FLK) mit einer Europäischen Technischen Zulassung oder einer Europäischen Technischen Bewertung (ETA) auf Grundlage der ETAG 005 – mit und ohne Einlage.

Die Flüssigkunststoffe bestehen aus ein- oder mehrkomponentigen flüssigen Stoffen auf Basis von Reaktionsharzen. Gemäß der DIN 18531–5 können diese mit oder auch ohne einer Gewebeeinlage verarbeitet werden. Bei Verwendung einer Einlage muss diese ebenfalls Bestandteil der ETA sein. Zudem ist für die Überlappung der einzelnen Gewebebahnen eine Breite von fünf Zentimetern vorgeschrieben. Für die Ableitung von Niederschlagswasser sollte die Abdichtung mit einem Gefälle von mindestens 1,5 Prozent geplant und ausgeführt werden. Das Gefälle kann durch die Tragkonstruktion oder durch einen Gefälleestrich hergestellt werden. In Bereichen von Aufkantungen und Anschlüssen können Flüssigkunststoffe auch ohne Einlage verarbeitet werden. Der Flüssigkunststoff sorgt bereits ab einer Schichtdicke von einem Millimeter für eine sichere Abdichtung – um normgerecht zu arbeiten, sind jedoch zwei Millimeter notwendig. Bei idealen Bedingungen ist die Fläche bereits nach einer Stunde regenfest und nach einem Tag begehbar.

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