Rigipsplatten

Feuchteresistente Gestaltung

Die Trockenbauer hatten bei der Neuerrichtung des Wellnessbereiches eines 4-Sterne Hotels im Bayerischen Wald auch darauf zu achten, dass die Bauteile feuchteresistent sind. Rigipsplatten kamen an Wand und Decke zum Einsatz.

Sämtliche Wellness- und Anwendungsbereiche wurden ausschließlich mit korrosionsgeschützten „C5M-hoch“-Profilen und Zubehören (nach DIN EN ISO 12944) ausgestattet. Die Profile dieser Korrosionsschutzklasse wurden für Räume mit sehr hohen Belastungen entwickelt. Insgesamt wurden für die Wand- und Deckenkonstruktionen mehr als 4.000 laufende Meter der blauen Profile montiert und mit unterschiedlichen, feuchtegeschützten Rigipsplatten beplankt. So wurden etwa die Decken über dem Pool zweilagig mit zementgebundenen Platten für hoch beanspruchte Nassräume beplankt. In den hinter dem Pool liegenden Duschbereichen kamen hingegen Feuchtraumplatten für mäßig bis hoch beanspruchte Feuchträume zum Einsatz. Verspachtelt wurden alle Flächen mit hydrophobiertem Fugen- und Flächenspachtel.

„Bei der Ausführung der diversen Konstruktionen haben wir uns vollständig an den bauphysikalischen Gegebenheiten orientiert. Ein gutes Beispiel dafür ist etwa eine 18 Meter lange, gerundete Wand, die den Schwimmbadbereich im hinteren Teil vom Flur trennt. Die Unterkonstruktion der Einfachständerwand mit einem Ständerabstand von 31,25 Zentimetern wurde ebenfalls komplett in „C5M-hoch“ ausgeführt. Da es werkseitig keine geschlitzten korrosionsgeschützten UW-Profile gibt, haben wir diese vor Ort entsprechend eingeschnitten, um die Rundung der Wand an Decke und Fußboden umsetzen zu können. Nach der Montage wurden die Schnittstellen in den Profilen dann zur Wiedererlangung des C5-Standards mit Korrosionsspray versehen“, erklärt Roland Veicht, Geschäftsführer der Trockenbau Veicht GmbH, der mit seinen Mitarbeitern rund 15 Wochen mit dem Innenausbau der Räumlichkeiten beschäftigt war. „Die dem Schwimmbad zugewandte, konkav gerundete Seite erhielt anschließend eine Beplankung aus zwei Lagen Aquaroc. Die 2 x 1,25 Meter großen Platten haben wir zunächst auf den Boden gelegt und leicht geschüttelt, wodurch die Glasfaserstruktur der Platten gebrochen wurde. Dann wurden die Platten senkrecht auf die kurze Seite gestellt, sodass ihr eigenes Gewicht auf die Plattenmitte drückte und sich eine leichte Wölbung bildete. Anschließend haben wir die Platten einfach um 90 Grad gedreht und quer mit korrosionsbeständigen Gold-Schnellbauschrauben an den Profilen befestigt.“ Nach dem Einlegen einer 80 Millimeter starken Mineralwolledämmung erhielt die dem Flur zugewandte, konvexe Wandseite abschließend eine doppelte Beplankung mit Feuchtraumplatten.

Eine besondere Herausforderung bei der Umsetzung aller Wand- und Deckenkonstruktionen stellte auch die enorme Installationsdichte dar. Unzählige Ver- und Entsorgungsleitungen, Klimakanäle sowie Elektroleitungen und -kabel mussten über die abgehängten Unterdecken und in den Installationsebenen der Trennwände und Vorsatzschalen geführt werden.

Stahlsonderkonstruktionen

„Der Lobbybereich ist mit Massivholz bekleidet. Dahinter finden sich aber eine ganze Reihe von aufwendigen Trockenbaukonstruktionen. Im Bereich der Empfangstheke haben wir zwei Trennwände errichtet, in deren Mitte jeweils ein drei Meter langer, horizontaler Schlitz aus Sicherheitsglas einen Blick aus den hinter der Wand liegenden Büroräumen in die Lobby freigibt. Das Problem: Diese Sichtachse durchtrennt die CW-Profile der Ständerwand komplett. Entsprechend haben wir sie mit einer aufwendig erstellten Sonderunterkonstruktion aus Stahl verstärkt. Sonderunterkonstruktionen waren ebenfalls für den frei im Raum hängenden Kamin notwendig, dessen Befestigung und Abzug oben in der abgehängten Gipskartondecke zu berücksichtigen waren“, so Roland Veicht.

Neben der statischen und bauphysikalischen war auch die gestalterische Expertise des Ausbauteams gefragt. Davon zeugen die Gästezimmer und Suiten: Runde, vierfach abgetreppte Deckensegel, zu den Zimmern offene Sanitärbereiche, sogenannte „Whisper-Air“-Pools mit darüber angeordneten abgetreppten Deckenelementen und LED-Ambient-Hinterleuchtung.

Weitere Informationen:
www.rigips.de



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