Technik & Werkstoffe

Innendämmung maßgeschneidert

In Oldenburg wird seit Ende 2014 die ehemalige Donnerschwee-Kaserne sukzessive zu einem neuen Stadtquartier umgebaut. Zum geforderten Energieeffizienzhausstandard KfW 70 trägt maßgeblich eine Innendämmung aus Multipor-Mineraldämmplatten bei.

Sanierung und Umbau, der früher 12.000 Soldaten fassenden Kaserne, übernahm als Generalunternehmer die mit Konversionsprojekten erfahrene Fa. Briesenhof aus Marl. Auf dem rund 19 Hektar großen Gelände entsteht nun ein Wohnpark mit über 700 Wohnungen. Aufgrund der denkmalpflegerischen Vorgaben war für den baulichen Wärmeschutz der Fassaden eine Innendämmung gefordert. Hierbei bot sich aufgrund einer geringen Wärmeleitfähigkeit von nur 0,042 W/(mK) und hoher nachhaltiger Umweltverträglichkeit sowie insbesondere aus wirtschaftlicher Sicht die Multipor-Mineraldämmplatte von Xella als Lösung an.

Ein Vorteil war beispielsweise, dass keine Dampfsperre verlegt werden musste. Die diffusionsoffenen Mineraldämmplatten verfügen über einen hohen Anteil von geschlossenen, wärmedämmenden Luftporen. Anfallendes Tauwasser wird dadurch temporär von den Zellwänden der Luftporen aufgenommen und durch die natürliche Austrocknung der mineralischen Dämmung feuchteausgleichend an die Raumluft abgegeben.
Vorteilhaft war der gewährleistete hohe Brandschutz. Die nicht brennbaren Dämmplatten der Baustoffklasse A1 nach DIN 4102 erzeugen unter Brandbelastung weder Rauch noch giftige Gase.
Unkompliziert verlegt
Die Verlegung der Dämmplatten auf der Innenseite des Außenmauerwerks war aufgrund ihrer ausreichenden Fixierung mit dem kombinierten Armierungs- und Klebemörtel des Plattenherstellers unkompliziert. Eine Verdübelung der Dämmplatten musste nicht erfolgen. Die Holzbalkendecken konnten am Wandanschluss geöffnet werden, sodass eine durchgehende geschossübergreifende Innendämmung verlegt wurde.
Im Vergleich zu oft schadhaften Wandoberflächen anderer Altbauten erwies sich die Innenseite des Außenmauerwerks als relativ stabiler Untergrund. „Eine Stabilitätsverbesserung oder Überarbeitung der Wandoberflächen war in der Regel nicht erforderlich“, so Elsberger. „Nur in den ehemaligen Feuchträumen mussten die Fliesen abgeklopft werden.“ Der speziell auf die Multipor-Platte abgestimmte Mörtel wurde exakt nach den Herstelleranleitungen angerührt. Nach dem vollflächigen Auftrag auf die zu klebende Dämmplatte erhielt er zur besseren Haftung eine Durchkämmung per Zahntraufel. Beim anschließenden Einschwimmen an die Wand achteten die Verarbeiter beim Ansetzen der Platte insbesondere auf einen Abstand von rund zwei Zentimeter zur zu stoßenden Platte. Dank minimaler Fugenabstände konnte auf eine Fugenverspachtelung weitgehend verzichtet werden.

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