Technik & Werkstoffe

Sanierung an der Spree

Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus gehört zum Gebäudeensemble des Berliner Regierungsviertels am Standort der ehemaligen Berliner Mauer. Oberhalb der nach außen geöffneten Innenhöfe bilden markante Sichtbeton-Binder einen wesentlichen Bestandteil der modernen Dacharchitektur.

Um Sanierungsarbeiten an insgesamt vier exponierten Stahlbetonbauteilen durchführen zu können, konzipierte und montierte der Leipziger Gerüstbaubetrieb Döhne eine fahrbare Hängegerüstlösung auf Basis des UP Gerüstsystems. Hierbei überspannen 24 Meter lange LGS Fachwerkbinder die gesamte Innenhofbreite, mittig sind Gerüstplattformen abgehängt. Diese umschließen das zu sanierende Dachelement und dienen als sichere Arbeitsbühnen für die zuverlässige Ausführung der Betonsanierungsarbeiten.

Die Bindereinrüstung in knapp 30 Metern Höhe und unter laufendem Betrieb ist Bestandteil eines Gesamtauftrages inklusive Fassadeneinrüstung. Insbesondere die zulässigen Dachlasten und eine aufgrund schlechter Zugänglichkeit äußerst begrenzte Mobilkranunterstützung erforderten eine Sonderlösung, exakt angepasst an die örtlichen Gegebenheiten.

Durchdachte Montagefolge

Mithilfe der jeweils drei Meter langen LGS Systemelemente sowie Horizontalriegeln und Diagonalen des Flex Modulgerüstsystems montierte das Gerüstbauteam die 24 Meter langen und 2,50 Meter breiten Fachwerk-Bindereinheiten am Boden vor. Diese wurden anschließend mit dem Mobilkran auf temporäre Auflager in fünf Meter Höhe zwischengelagert, um an mittiger Position die beiden Hängegerüste inklusive Belagebenen und komplettem Seitenschutz ergänzen zu können. Nach der Fertigmontage hob der Mobilkran die LGS Kompletteinheiten auf über 30 Meter Höhe und stülpte diese über das zu sanierende Stahlbetonbauteil, aufgelagert auf Fahrwerken entlang beider Gebäuderänder. Dadurch ließen sich die Gerüsteinheiten ohne Mobilkranunterstützung nach innen an die endgültige Position verfahren. Dort mussten lediglich noch die Zwischenfelder in Längs- und Querrichtung geschlossen werden – inklusive der notwendigen Belagebene unterhalb des Betonträgers.

Die Tragfähigkeit des LGS Fachwerkbindersystems erlaubt große Spannweiten – sowohl bei der Ausbildung von Arbeitsplattformen als auch bei der Verwendung als Wetterschutzdach. Zudem minimieren die leichten Systembauteile das Eigengewicht der Gerüstkonstruktion. Die Tatsache, dass sich das LGS System ebenso wie das Modulgerüst weitestgehend ohne Kupplungen montieren lässt, beschleunigt die Montagegeschwindigkeit und erhöht die Sicherheit.

Das Arbeiten mit standardisierten Systembauteilen bringt wirtschaftliche Vorteile: Gerüstbaumeister Martin Döhne konnte die LGS Binderelemente für das Berliner Bauvorhaben projektspezifisch hinzumieten und kombiniert diese mit seinem eigenen Modulgerüstbestand.

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