Startschuss zur BAU

Der gewerkeübergreifende Ansatz der BAU, Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme, macht sie zum wichtigsten Branchentreffpunkt für alle, die professionell mit dem Planen und Bauen zu tun haben.

Fotos: Messe München GmbH

Die BAU 2019 bietet insbesondere für Planer und Architekten zahlreiche spezifische Angebote und Veranstaltungen. Dafür laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Startschuss für die Weltleitmesse lieferten die Informationsgespräche. 179 ausstellende Unternehmen informierten 150 Fachjournalisten aus ganz Europa über den bevorstehenden Messeauftritt.

So groß wie noch nie

Mit dem Bau der neuen Messehallen C5 und C6 wächst die Hallenfläche der Messe München, dem Veranstalter der BAU, auf rund 200.000 Quadratmeter. Die BAU belegt alle 18 Messehallen und ist damit so groß wie nie zuvor. Der neue Ausstellungsbereich Licht/Smart Building ergänzt erstmals das gewerkeübergreifende Portfolio.

Die Erweiterung der Ausstellungsfläche war für die BAU ein ganz wichtiger Schritt, so Dr. Reinhard Pfeiffer, stellv. Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München: „Erstens können wir teilweise den Wünschen von Ausstellern nach mehr Fläche entgegenkommen. Zweitens können wir die Warteliste in einigen Ausstellungsbereichen abbauen und drittens, und das ist vielleicht der wichtigste Punkt, können wir mit Licht und Smart Building zwei neue, zukunftsweisende Themen in die BAU integrieren.“

Leitthemen der BAU

Sie geben den Takt vor und bringen Ordnung in die Produktvielfalt: die vier Leitthemen der BAU 2019. Viele Aussteller werden ihre Präsentationen danach ausrichten und entsprechende Lösungen anbieten. In den Messeforen werden die Leitthemen unter verschiedenen Aspekten erörtert und diskutiert. Und in den Sonderschauen werden sie anhand von Produkt- und Projektbeispielen veranschaulicht.

  • Digital: Prozesse + Architektur
    Mit der Digitalisierung hat sich das Bauen jetzt schon enorm verändert. Bei Großprojekten ist die digitale gewerkeübergreifende Planung bereits Standard. Künftig werden digitale Planungswerkzeuge auch bei kleineren Projekten und Altbausanierungen zum Einsatz kommen.
  • Vernetzt: Wohnen und arbeiten
    Hier geht es um die zunehmende Verflechtung der Wohn-und Arbeitswelten. Die Digitalisierung, und die damit einhergehende Flexibilisierung von Arbeit und Privatleben, erfordern mehr denn je flexible Gebäudestrukturen.
  • Integral: Systeme und Konstruktionen
    Ein Aspekt dieses Themas ist die Komplexität des Bauens. Architekten und Ingenieure müssen sich frühzeitig zusammensetzen,um detailliert und vor allem integral zu planen. Ein anderer Aspekt ist die Vorfertigung und die modulare Systembauweise.
  • Smart: Licht + Gebäude
    Auch das Gebäude selbst wird immer digitaler. Im „Smart Building“ sind alle Geräte in einem gemeinsamen „Smart Grid“ vernetzt und können so direkt oder indirekt miteinander kommunizieren, unterstützt durch die Internet-of-Things-Technologie. Stark verändert hat sich in den letzten rund zehn Jahren vor allem der Umgang mit dem Kunstlicht.

Sonderschauen und Preise

Die Leitthemen der Bau werden auch in mehreren Sonderschauen thematisiert und veranschaulicht. In Zusammenarbeit mit Partnern aus Forschung und Wissenschaft werden vier verschiedene Themenbereiche behandelt: „Lebensräume der Zukunft: digital, nachhaltig, smart“, „Effizient, qualitätvoll und digital – Wege in das Bauen von morgen“, „Ingenieur Bau Werke“ und „PowerSkin 2019 – Gebäudehülle für einen CO2-neutralen Baubestand“.

Im Rahmen der BAU werden darüber hinaus zahlreiche Architekturpreise verliehen, darunter der Bauwelt-Preis „Das erste Haus“, der Detail-Preis sowie der Archi-World Academy Award, ein Wettbewerb für junge Architekten und Architekturstudenten aus aller Welt, bei dem zwölf renommierte Architekten, die zugleich die Jury bilden, halbjährige Praktikumsplätze in ihren Büros anbieten.

Lange Nacht der Architektur

Architektur erkunden unter dem Münchener Sternenhimmel: Erleben Sie die Themen Zukunftsfähiges Wohnen, Digitalisierung und Innovation hautnah und in Farbe anhand von spannenden Münchener Architekturprojekten.

Am 18. Januar 2019 finden im Rahmen der BAU insgesamt sieben verschiedene Thementouren statt. Diese richten sich vor allem an Fachbesucher. Jede Tour hat ihre eigenen Besonderheiten. Ob im Forschungszentrum Garching digitale Prozesse entdecken oder die Interimsphilharmonie als ein von Kultur und Musik geprägtes Gebäude besuchen – es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Begleiten Sie uns auf einer spannenden Tour durch die nächtliche Architekturwelt Münchens.

Weitere Infos:
www.bau-muenchen.com