Temporärer Bautenschutz

Um die Bausubstanz des denkmalgeschützten Zisterzienserklosters Rechentshofen während der Renovierungsarbeiten vor Witterungseinflüssen zu schützen, ließen die Verantwortlichen ein temporäres Wetterschutzdach errichten.

Foto: Layher

Als um 1240 die Gotik langsam auch in der regionalen Architektur Einzug hielt, wurde das Zisterzienserkloster Rechentshofen südöstlich von Hohenhaslach in der Nähe von Stuttgart gebaut. Um die Bausubstanz während der Renovierungsarbeiten vor Witterungseinflüssen zu schützen, ließen die Verantwortlichen von der Dittus Gerüstbau GmbH ein temporäres Wetterschutzdach errichten.

Stabil und systemunabhängig

Die Lösung für Jörg Dittus, Geschäftsführer des Heilbronner Gerüstbaubetriebs, war das Kassettendach von Layher. „Ein großer Vorteil der Systeme ist die große Flexibilität und Bandbreite der lieferbaren Standardbauteile, mit denen wir ohne teure und aufwendige Sonderlösungen bereits viele unserer Projekte meistern können“, betont der erfahrene Gerüstbauer.

Das Kassettendach hat sich auf Baustellen für Umbau und Aufstockung von Dächern, Renovierung und Restaurierung bewährt – gerade bei höheren Lasten und größeren Spannweiten: Möglich sind bis zu 30 Meter. Die regendichten Dachkassetten schützen dabei Bauwerk und Einrichtung während des Umbaus oder der Dachreparatur nicht nur wirkungsvoll vor Witterungseinflüssen, sondern lassen sich auch an beliebiger Stelle zur Materialbeschickung entnehmen. Die temporären Dächer sind zudem begehbar und Lichtkassetten ermöglichen Tageslichtbedingungen. Sehr robuste Bauteile aus verzinktem Stahl gewährleisten eine lange Haltbarkeit und damit Lebens- und Nutzungsdauer. Gerüstbauunternehmen profitieren außerdem von einem einfachen und wirtschaftlichen Aufbau: Dafür sorgen sowohl die gewichtsoptimierten Serien-Bauteile und die intelligente Keilverbindung als auch die schnelle Vormontage der Dachbinder am Boden und der Versatz per Kran.

Flexible Unterkonstruktion

Modular aufgebaut, lässt sich das Allround-System durch verschiedene Standardlängen flexibel an schwierige Gebäudegeometrien und Geländeverläufe anpassen, dank selbstsichernder Keilschlossverbindung „AutoLock“ auch schnell montieren. In diesem Fall hatte das Technische Büro von Layher die gesamte Planung von Gerüst und Dach übernommen. Besondere Herausforderung war die Tatsache, dass durch die Verzahnung von Kapelle und Schmiede für die schützende Dachkonstruktion eine ohne zusätzliche Abstützung funktionierende Abfanglösung für eine Seite des Kassettendachs gefunden werden musste. Gelöst wurde diese Anforderung durch einen zusätzlich quer montierten Gitterträger, der als Sonderauflager für den Dachbinder dient.

Die Montage der gut 17 Meter breiten Dachbinder erfolgte schnell und sicher am Boden. Mithilfe eines mobilen 60-Tonnen-Turmfaltkrans konnten die Gerüstbauer die rund 1,6 Tonnen schweren Dachbinder in neun sowie in zwölf Metern Höhe schnell und passgenau auf der vorbereiteten Allround-Unterkonstruktion aufsetzen.

Für Jörg Dittus, der mit seinem Betrieb sowohl Gerüstbau als auch Tribünen anbietet, sind die Dachlösungen von Layher eine zusätzliche Möglichkeit, auf dem Markt aufzutreten. Professioneller Bautenschutz ist ja dabei nur eine mögliche Anwendung der Kassettendächer.